Trotz Preiserhöhung: PlayStation bewirbt PS5-Konsolen als günstigere PC-Alternative

Der Preis der PS5 ist deutlich höher als zur Markteinführung der Konsole im Jahr 2020. Dennoch hat Sony während einer Fragerunde im Anschluss an den Finanzbericht für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 argumentiert, dass die Hardware ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. CFO Lin Tao hat erklärt: "Im Vergleich zu einem High-End-Gaming-PC sind unsere Produkte erschwinglicher."
Massenflucht zu Steam?
Tao hat dabei die Entscheidung von PlayStation thematisiert, ab Anfang 2028 weniger PS5-Discs produzieren zu lassen. Ohne physische Spiele würde Sony einen entscheidenden Vorteil gegenüber Gaming-PCs einbüßen. Unter anderem haben Sammler bei greifbaren Medien die Möglichkeit, diese zu kaufen, zu verkaufen und zu tauschen. Der Manager geht jedoch nicht davon aus, dass der Wegfall dieser Option die meisten Verbraucher beeinflussen wird.
Während PC-Nutzer auf Steam und andere Marktplätze zugreifen können, hat Tao "kuratierte Inhalte" und die Stabilität der PlayStation-Konsolen hervorgehoben. Spieler können auf einer einheitlichen Benutzeroberfläche navigieren, ohne sich über Kompatibilitätsprobleme Gedanken machen zu müssen.
Diese Behauptungen sind umstritten, doch die Äußerungen des CFO zur Erschwinglichkeit haben für Verwunderung gesorgt. Der Preis für die PS5 mit Laufwerk liegt mittlerweile bei 650 Euro. Die PS5 Pro kostet derweil stolze 900 Euro. Aufgrund der sündhaft teuren Speicherkomponenten ist es aktuell jedoch schwierig, für weniger Geld einen Gaming-PC mit vergleichbarer Leistung zusammenzubauen.
Andererseits können selbst die Spezifikationen der PS5 Pro nicht mit einer High-End-Grafikkarte und einem entsprechenden Prozessor mithalten, sofern Käufern ein großzügiges Budget zur Verfügung steht. Zudem gibt es bei den PlayStation-Konsolen deutlich weniger Aufrüstmöglichkeiten und Anpassungsoptionen.
Auswirkungen auf den Preis der PS6
Der CFO von Sony hat sich möglicherweise auch an Insider gerichtet, die für die PS6 einen Preis von über 1.000 Euro prognostiziert haben. Die Abkehr von physischen Spielen könnte dem System zugutekommen. Durch die Einstellung der Disc-Produktion erzielt das Unternehmen höhere Einnahmen durch digitale Spieleverkäufe und spart zudem Herstellungskosten. Außerdem sind künftige Preiserhöhungen bei PlayStation Plus nicht ausgeschlossen worden, wodurch sich geringe Gewinne beim Hardwareverkauf ausgleichen ließen.
Keines der beiden aktuellen Systeme erreicht das Leistungspotenzial eines leistungsstarken Gaming-PCs. Sollte die PS6 diese Lücke jedoch schließen, ohne dabei zu teuer zu werden, stellt sie eine verlockende Option dar.
Letztendlich bleiben die Komponentenkosten der wichtigste Faktor. Während des Finanzberichts hat Sony bekannt gegeben, dass sich das Unternehmen ausreichend Speicher gesichert hat, um den Bedarf bis März 2027 zu decken. Das könnte darauf hindeuten, dass keine weiteren Preiserhöhungen für die PS5 anstehen. Es ist jedoch unklar, ob diese Materialreserven auch Vorräte für die nächste Konsole umfassen.


















