Steam Machine: Simple Desktop-GPU-Mod macht Konsole 4K-fähig

Einer der Vorteile von PC-Gaming besteht darin, die Hardware des eigenen Systems nach Belieben anpassen zu können. Entsprechend häufig statten Spieler ihre PCs mit interessanten Modifikationen aus. Auch die Steam Machine bietet diese Möglichkeit.
Valve positioniert die Steam Machine zwar als Konsole, im Kern handelt es sich aber um einen Gaming-PC. Damit ist die Hardware grundsätzlich für verschiedene Anpassungen zugänglich. Der YouTuber ETA Prime hat beispielsweise eine vollwertige Desktop-Grafikkarte vom Typ Radeon RX 9070 XT an die Steam Machine angeschlossen und dadurch deutliche Leistungssteigerungen erzielt.
Die Mod von ETA Prime ist vergleichsweise simpel und basiert auf einem eGPU-Dock. Die externe RX 9070 XT wird über OCuLink mit dem eigentlich für die SSD vorgesehenen M.2-Steckplatz verbunden. Dazu steckt ein M.2-auf-OCuLink-Adapter in der Steam Machine. Da das System nur einen einzigen M.2-Steckplatz besitzt, musste ETA Prime SteamOS allerdings auf einer externen SSD installieren.
Nach der Einrichtung erkennt die Steam Machine die externe Grafikkarte, Spiele werden ohne Probleme dargestellt. Im Vergleich zur integrierten GPU erzielt die RX 9070 XT enorme Leistungssteigerungen. In Shadow of the Tomb Raider mit der Grafikeinstellung "Sehr hoch" war die modifizierte Steam Machine in 1080p um 42 Prozent, in 1440p um 53 Prozent und in 4K um 66 Prozent schneller. Mit der über das eGPU-Dock angebundenen RX 9070 XT stieg die Bildrate in 1440p somit von 83 auf 132 FPS.
In Cyberpunk 2077 mit der Grafikeinstellung "Ultra" verbesserte die Mod die Leistung in 1080p um 69 Prozent, in 1440p um 58 Prozent und in 4K um 183 Prozent. Dadurch stieg die Bildrate in 4K von 18 auf spielbare 51 FPS. Auffällig ist allerdings, dass der Leistungsunterschied zwischen der etwa mit einer RX 7600M vergleichbaren GPU der Steam Machine und der RX 9070 XT vor allem in 1080p und 1440p deutlich geringer ausfällt, als angesichts der Grafikkarten zu erwarten wäre. Unsere Tests haben gezeigt, dass die RX 9070 XT mindestens 222 Prozent schneller als die Desktop-Version der RX 7600 ist.
Der vergleichsweise schwache Prozessor der Steam Machine bremst die RX 9070 XT aus. Besonders bei niedrigeren Auflösungen wird die Leistung von Spielen häufig durch die CPU begrenzt. Der Zen-4-Prozessor der Steam Machine mit sechs Kernen ist nicht annähernd leistungsstark genug, um mit der RX 9070 XT Schritt zu halten, wodurch ein erheblicher Teil der möglichen Leistung verloren geht.









