Microsoft hat seine Surface-Geräte Mitte 2024 auf ARM-Prozessoren von Qualcomm umgestellt und bot zunächst sowohl das Surface Pro als auf die beiden Surface-Laptop-Modelle ausschließlich mit den neuen Snapdragon-X-Prozessoren an. Allerdings gab es gerade zum Marktstart noch viele Kompatibilitätsprobleme mit Windows on ARM, da bisherige x86-Software nicht immer richtig funktionierte und es auch nicht für alle Peripheriegeräte entsprechende Treiber gab. Das Ergebnis waren hohe Rückgabequoten und viele unzufriedene Käufer.
Auch bei den Geschäftskunden kam der Wechsel auf die ARM-Architektur inklusive dem neuen Betriebssystem scheinbar nicht gut an, denn schon kurze Zeit später stellte Microsoft seine Geräte auch mit Intel-Prozessoren für Geschäftskunden vor. Wir konnten die entsprechenden Surface for Business Geräte ebenfalls testen und insgesamt waren die Modelle mit Lunar-Lake-CPUs von Intel die besseren Geräte.
Mit der zweiten Generation der Snapdragon-X-Prozessoren hält Microsoft jedoch an seiner Strategie fest und bietet für Privatkunden erneut nur die ARM-Modelle an. Geschäftskunden hingegen bekommen erneut die Möglichkeit, auch die neuen Panther-Lake-Mobilprozessoren von Intel zu bekommen. Das eliminiert einerseits mögliche Kompatibilitätsprobleme, doch hier bietet Microsoft auch weitere Optionen an. Beim Surface Pro ist beispielsweise ein 5G-Modul verfügbar, die grundsätzliche Leistung ist aber vergleichbar.
Problematischer wird es beim Surface Laptop, denn hier bietet Microsoft auch die schnellen Core Ultra-X-Prozessoren von Intel an, die mit der schnellen Arc-B390-iGPU ausgestattet sind. Damit werden sowohl die Grafik- als auch Gaming-Leistung auf ein vollkommen neues Niveau angehoben, was mit den Snapdragon-Modellen einfach nicht möglich ist. Zudem sind die Surface Laptops for Business optional auch mit Anti-Glare-Displays mit eingebautem Sichtschutzfilter erhältlich. Da wir in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen mit diesen Lösungen gemacht haben (da sie sich deutlich auf die Bildqualität auswirken), ist dieser Faktor vermutlich nicht so entscheidend.
Es ist einfach unverständlich und sehr enttäuschend, dass Microsoft die schnelleren Komponenten nicht für Privatkunden anbietet. Zwar lassen sich die Business-Varianten auch in Online-Shops erwerben, doch diese Preise sind sehr hoch und in der Regel gibt es hier kaum Rabatte, während die Snapdragon-Varianten vermutlich schnell wieder günstiger werden. Damit werden die Intel-Versionen für die meisten potenziellen Käufer uninteressant, obwohl es eigentlich gute Geräte sind. Wenn man so sehr von den neuen ARM-Modellen überzeugt ist sollte man den Markt selbst entscheiden lassen und den Kunden keine Geräte aufzwingen.
Für weitere Details zu den beiden neuen Geräten Surface Pro sowie dem Surface Laptop 13.8 stehen unsere ausführlichen Testberichte zur Verfügung:
- Microsoft Surface Pro OLED 2026 im Test (Snapdragon X2 Elite, OLED)
- Microsoft Surface Laptop 13.8 2026 im Test (Snapdragon X2 Plus, IPS)




