Fast übersehen, aber richtig gut: Neues Action-Spiel lässt Spieler eigene Schwerter schmieden

Blades of Fire scheint eines dieser Spiele zu sein, die man leicht übersehen kann – ohne auffällige Präsentation oder groß angelegte Werbekampagnen. Von den eher durchschnittlichen 82 Prozent positiven Bewertungen auf Steam sollte man sich nicht verunsichern lassen. Das Spiel stammt von den Entwicklern von MercurySteam, die unter anderem für Metroid Dread verantwortlich sind – und laut dem Test von Eurogamer scheint Blades of Fire richtig gut zu sein. Stellvertretender Chefredakteur Alexander Bohn-Elias vergleicht den Titel mit alten PlayStation-Spielen, die oft „aus dem Nichts erschienen und dann so viel besser waren, als man je anzunehmen gewagt hatte.“
Das am 14. Mai 2026 erschienene Action Adventure setzt auf ein Dark-Fantasy-Setting rund um eine böse Königin, die nahezu sämtliches Metall im Reich in Stein verwandelt hat. Spieler schlüpfen in die Rolle von Aran, der einen der sieben göttlichen Hämmer besitzt, die Stein in Stahl verwandeln. Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Man kämpft sich durch eine Welt mit prächtigen Burgen, verfallenen Dörfern und stinkenden Sümpfen; sammelt Ressourcen und schmiedet immer bessere Waffen – mit dem übergeordneten Ziel, die Königin zu erschlagen. Was das Spiel laut Eurogamer so gut macht, ist die Kombination aus einem gelungenen Kampfsystem und der innovativen Schmiedemechanik.


Kämpfe laufen in Echtzeit ab und sollen sich sehr befriedigend anfühlen. Dabei hat das Kampfsystem durchaus Soulslike-Anleihen – erfordert also Taktik und gutes Timing – ist laut Test aber lange nicht so anspruchsvoll wie etwa in Elden Ring. Ein wichtiges Thema ist dabei der Waffenverschleiß. Hier greifen Kampf- und Schmiedesystem ineinander. Statt an einer Lieblingswaffe festzuhalten, werden Spieler ständig dazu animiert, neue Waffenarten auszuprobieren. Neben Schwertern gibt es auch Äxte, Streithämmer oder Speere. Unterschiedliche Stahlarten verändern Werte wie Schaden, Durchdringung, Haltbarkeit, Gewicht oder Parierfenster. So kann dieselbe Waffenart komplett unterschiedlich ausfallen – etwa schnell und leicht oder langsam und extrem durchschlagskräftig.
Die nicht sonderlich positiven Steam-Bewertungen sind vor allem auf Komfort-Schwächen zurückzuführen. So gibt es Berichten zufolge häufiger Probleme mit der Karte und der Wegführung. Zudem fehlt eine Möglichkeit, geschmiedete Waffen auf einen Blick zu vergleichen. Weitere Kritikpunkte sind eine überschaubare Gegnervielfalt und häufige Wiederholungen bei der Sprachausgabe der NPCs. Wer damit leben kann und eine Schwäche für düstere Fantasy-Spiele hat, dürfte mit Blades of Fire seinen Spaß haben. Auf Steam ksotet der Titel rund 40 Euro, ist bis zum 21. Mai aber noch mit 25 Prozent Rabatt für rund 30 Euro erhältlich. Zum Ausprobieren steht eine Demo-Version zur Verfügung. Die Kompatibilität mit dem Steam Deck (derzeit 623 Euro auf Amazon) wird mit „Spielbar“ angegeben.











