Firefox 159: OpenAIs KI findet 41 Lücken, das Update gehört drauf

Mozilla verteilt seit Dienstag Firefox 159 für Windows, macOS, Linux und Android. Laut der Sicherheitsmeldung zu Firefox 159 schließt die Version 167 Schwachstellen, von denen Mozilla 108 als hoch, 52 als mittel und sieben als niedrig einstuft. Die höchste Stufe kritisch vergibt der Hersteller diesmal nicht, und Hinweise auf laufende Angriffe nennt er ebenfalls keine.
Ein Viertel der Funde kommt von OpenAI
Bemerkenswert ist, wer die Fehler gemeldet hat. 34 Einträge führt Mozilla unter OpenAI Codex Security, dem Sicherheitsagenten, den OpenAI im März als Forschungsvorschau gestartet hat, sieben weitere gehen auf eine OpenAI-Mitarbeiterin zurück. Zusammen sind das 41 Lücken. Die meisten schweren Fehler sind Use-after-free-Bugs, bei denen ein Programm auf Speicher zugreift, den es schon freigegeben hat, und die sich im schlimmsten Fall zum Einschleusen von Schadcode nutzen lassen. Den einzigen Ausbruch aus der Sandbox hat Mozilla selbst entdeckt.
Neu ist KI als Fehlersucher bei Firefox nicht. Schon im Februar ließ Anthropic sein Modell Claude Opus 4.6 rund 6.000 C++-Dateien des Browsers durchsuchen, daraus entstanden 22 CVEs, die Mozilla großteils mit Firefox 148 behob. Unfehlbar sind solche Werkzeuge trotzdem nicht. Im Juli tauchte eine Root-Lücke auf, die Anthropics KI übersehen hatte.
Warum die Zahl so hoch ausfällt
Ein Teil der Rekordmenge ist Buchhaltung. Mozilla fasst intern gefundene Speicherfehler nicht mehr unter einer Sammel-CVE zusammen und vergibt stattdessen für jeden einzelnen Fehler einen eigenen Eintrag. Ein direkter Vergleich mit älteren Firefox-Versionen hinkt deshalb. Ähnlich lang war zuletzt die Liste bei Apple, das mit iOS 27.2 gerade 163 Lücken geschlossen hat.
So holst du das Update und das ist sonst neu
Firefox aktualisiert sich normalerweise selbst. Ob die neue Version schon läuft, zeigt das Menü unter Hilfe und Über Firefox, dort lädt der Browser ein fehlendes Update auch sofort herunter und verlangt danach einen Neustart. Wer noch Windows 8.1 oder macOS 10.14 und älter nutzt, bekommt Firefox 159 nicht mehr und soll laut Mozilla auf die Langzeitversion Firefox ESR wechseln.
Daneben bringt die Version ein paar sichtbare Änderungen, die in den Versionshinweisen zu Firefox 159 stehen. Gespeicherte Passwörter liegen jetzt standardmäßig in der Seitenleiste, und die Suche in offenen Tabs erreichst du mit Strg + Umschalt + A. Die KI-Zusammenfassung einer Seite schickt nun die Adresse statt des Seitentexts an den gewählten Chatbot-Anbieter, damit lange Seiten nicht mehr abgeschnitten werden.
Das KI-Fenster Smart Window kann Seiten jetzt auf Preissenkungen oder neue Ware überwachen, der Befehl dafür heißt /watch. In Deutschland hilft das noch nicht weiter, denn Smart Window gibt es laut Mozilla bislang nur auf Englisch in den USA und Kanada sowie auf Französisch. Wer KI im Browser grundsätzlich nicht will, nutzt den zentralen Aus-Schalter für KI-Funktionen, den Firefox seit Anfang des Jahres mitbringt.
Quelle(n)
Mozilla: Security Vulnerabilities fixed in Firefox 159 (MFSA 2026-118)
Mozilla: Versionshinweise zu Firefox 159.0
Mozilla-Hilfe: Get started with Smart Window
OpenAI: Codex Security now in research preview
Cloud Security Alliance: OpenAI Codex Security und die Partnerschaft von Anthropic und Mozilla





