Forza Horizon 6: Kopfgeld auf Rüpel-Fahrer ausgesetzt – Spieler fordern Ghosting

Forza Horizon 6 (hier im Benchmark-Test auf Notebookcheck) kommt bei Racing-Fans bislang sehr gut an, das Verhalten anderer Spieler allerdings nicht immer. Auf Reddit macht sich ein Spieler Luft über sogenannte „Rahmmfahrer“ – also Spieler, die absichtlich Gegner von der Strecke schieben oder Kollisionen als Waffe einsetzen. Thread-Ersteller u/cmccloud59 zeigt in einem Video, wie er kurz vor einem Überholmanöver unfair von einem Kontrahenten gerammt wird, die Kontrolle verliert und in die Banden kracht. Dazu schreibt er: „Ich möchte ein Kopfgeld aussetzen“. Das Vergehen: „ein schlechter Verlierer sein / unfaires Rammen“. Der Thread-Ersteller nennt sogar den Namen des Spielers, erklärt aber auch scherzhaft, dass er kein Geld anbieten könne.
In der Community ist man sich überwiegend einig: Forza ist zwar keine Simulation, wer mit Absicht in andere Spieler rauscht, sollte aber trotzdem nicht mit einem Platzgewinn belohnt werden. Ein Kommentar merkt sogar an, dass der Rennstrecken-Raudi aus dem Video aktuell das Leaderboard für Spec-Rennen anführen würde. Die Rammtaktik funktioniert offenbar. Als Lösung wünscht sich die Community härteres Ghosting. Dabei würde ein Algorithmus unsportliche Fahrmanöver automatisch erkennen und das jeweilige Fahrzeug kurzzeitig durchsichtig und kollisionslos werden lassen, damit absichtliche Rammmanöver ins Leere laufen. Stellenweise wird das in FH6 (Xbox-Version derzeit 69 Euro auf Amazon) bereits genutzt – etwa beim Rennstart oder drohenden Highspeed-Kollisionen.
Ganz unumstritten ist härteres Ghosting allerdings nicht. Einige Spieler befürchten, dass Rennen in Forza Horizon 6 dadurch zu steril wirken könnten. Wenn Autos bei jeder kritischen Situation durchsichtig werden, geht ein Teil der Spannung verloren, die enge Zweikämpfe eigentlich ausmacht. Eine alternative Lösung wäre ein gezielteres Matchmaking. Statt alle Fahrer in denselben Pool zu werfen, könnte Playground Games besonders aggressive Spieler anhand ihres Verhaltens erkennen und häufiger gegeneinander antreten lassen. Wer sauber fährt, landet dann eher mit anderen fairen Fahrern in einer Lobby, während notorische Rammfahrer ihren eigenen kleinen Autoscooter bekommen. Wer seine Meinung zum Thema teilen möchte, ist in der Kommentarsektion unten herzlich willkommen.
Quelle(n)
Bildquelle: Xbox Game Studios








