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Fronius' neuer Batteriespeicher mit Notstromfunktion und hohen Ladeströmen

Bis zu vier Einheiten können in Parallelschaltung verwendet werden.
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Bis zu vier Einheiten können in Parallelschaltung verwendet werden.
Der neue Batteriespeicher Reserva Pro des österreichischen Unternehmens Fronius richtet sich speziell an Kunden mit hohem Energiebedarf. Er bietet hohe Be- und Entladeströme sowie eine Möglichkeit zum Notstrombetrieb.

Nachdem Fronius bereits im Februar 2026 erstmals den neuen Batteriespeicher Reserva Pro angekündigt hat, ist dieser nun auch bei immer mehr Händlern im deutschsprachigen Raum erhältlich. Wie auch schon mit dem Standardmodell Fronius Reserva (ohne "Pro") reiht sich der Hersteller damit in die immer längere Liste der Anbieter von Hochvoltspeichern ein. Direkte Konkurrenten dürften etwa Varta oder BYD sein, welche ebenfalls kürzlich neue Modelle vorstellten.

Der Stromspeicher richtet sich laut Fronius insbesondere an Kunden mit hohem Energiebedarf, also große Wohnhäuser oder Gewerbebetriebe. Tatsächlich lässt sich das System ziemlich groß skalieren, in der maximalen Ausbaustufe sind bis zu 128 kWh Speicherkapazität möglich. Dank des modularen Aufbaus können aber auch kleinere Systeme realisiert werden, wobei 3 Module mit dann insgesamt 12 kWh die minimale Systemgröße darstellen. Damit ist man dann aber schon in einem Bereich, der auch für "normale" Kunden mit klassischem Wohnhaus interessant sein dürfte.

Ein großer Pluspunkt der neuen Batteriegeneration ist die hohe Lade- und Entladeleistung, die je nach Anzahl der verwendeten Module zwischen rund 10,6 und 28,3 kW liegt. Auf der einen Seite ist dies im mit der Batterie möglichen Notstrombetrieb interessant, wenn im Falle eines Stromausfalls der ganze Haushalt inklusive großer Lasten versorgt werden soll. Andererseits soll so laut Hersteller auch der Eigenverbrauchsanteil von stromhungrigen Verbrauchern erhöht werden können.

Ein Blick auf das Konfigurationsschema.
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Ein Blick auf das Konfigurationsschema.

Apropos Notstrombetrieb und Ladeleistung: Obwohl der Hersteller diese Funktionen natürlich im Zusammenhang mit der neuen Batterie bewirbt, sollte an dieser Stelle doch darauf hingewiesen werden, dass auch alle anderen verwendeten Systemkomponenten entsprechend ausgestattet sein müssen, um diese Funktionen nutzen zu können. So ist für hohe Ladeströme ein entsprechend leistungsstarker Wechselrichter nötig. Wer von der Notstromversorgung des ganzen Haushalts profitieren möchte, benötigt zumindest eine entsprechende Umschalteinrichtung. Fronius nennt in diesem Zusammenhang etwa den eigenen Backup Controller.

Preis und Alternativen

Für die kleinste Ausbaustufe mit 12 kWh wird zur Zeit ein Preis von ungefähr 6000 Euro aufgerufen (siehe Geizhals-Preisvergleich), mit mehr Speichermodulen steigen die Preise entsprechend an, für 32 kWh werden rund 13000 Euro fällig. Bitte beachten Sie, dass sich die genannten Preise inklusive Mehrwertsteuer verstehen, im Rahmen der aktuellen PV-Förderung in Deutschland entfällt diese, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Für Kunden aus Österreich dürfte interessant sein, dass sowohl Batteriezellen als auch Module des neuen Speichers innerhalb Europas gefertigt werden, weshalb sich dieser für den "Made in Europe Bonus" der österreichischen Photovoltaikförderung qualifiziert. Die Auslieferung soll bei den meisten Händlern ab ungefähr Mitte April erfolgen.

Wer Geld sparen und seine Anlage nicht unbedingt auf über 100 kWh Speicherkapazität skalieren möchte, fährt momentan mit dem Vorgänger Fronius Reserva oder den Modellen von BYD sicherlich günstiger. Diese bieten eine sehr ähnliche Leistung und werden bei ca. 11 kWh Kapazität momentan für rund 4000 Euro gehandelt (siehe Geizhals-Preisvergleich).

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Fronius' neuer Batteriespeicher mit Notstromfunktion und hohen Ladeströmen
Autor: Bernhard Rotter, 29.03.2026 (Update: 29.03.2026)