4,8 Millionen Solaranlagen am Netz: Solar-Boom in Deutschland gebremst, heimische Produktion bricht ein

Immer mehr Firmen und Privathaushalte produzieren ihren eigenen Strom. Zum Stichtag Ende 2025 zählten die Statistiker in Wiesbaden exakt 106.200 Megawatt an Nennleistung. Das bringt einen Zuwachs von knapp zwölf Prozent beim Ertrag. Die reine Zahl der PV-Anlagen kletterte um fast 18 Prozent nach oben. Ein genauer Blick auf die Kurve zeigt allerdings eine Bremsspur. In den Vorjahren lag das Plus bei den neuen Solar-Systemen noch bei über 27 Prozent. Wichtig bei der Einordnung: Die Behörde erfasst hier ausschließlich Systeme mit einem offiziellen Stromzähler für die Netzeinspeisung. Die beliebten Stecker-Solargeräte oder Balkonkraftwerke fallen meist komplett aus dieser Zählung heraus.
Ein hartes Bild liefern die Daten zur Herkunft der Technik. Die Abhängigkeit vom asiatischen Markt ist erdrückend. Ganze 88 Prozent der nach Deutschland importierten Solaranlagen kamen 2025 aus China. Weit abgeschlagen folgen die Niederlande mit gut fünf Prozent. Parallel dazu bricht die Fertigung im eigenen Land drastisch ein. In den ersten neun Monaten 2025 rutschte die deutsche Produktion von Solarmodulen um gut 60 Prozent auf magere 509.200 Stück ab. Schon 2024 hatte sich die heimische Herstellung mehr als halbiert.

Für private Betreiber lohnt sich der Verkauf des überschüssigen Stroms finanziell deutlich weniger als früher. Die Statistiker haben die Zahlen für das Jahr 2023 ausgewertet. Rund zwei Millionen Haushalte verdienten Geld mit ihrer Anlage. Die Einnahmen lagen dabei im Schnitt bei 153 Euro im Monat. Fünf Jahre zuvor spülte der Verkauf noch 243 Euro in die Kasse. Der Grund für diesen Schwund von 37 Prozent liegt in der stetig sinkenden Einspeisevergütung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz.
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