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Fujitsu: Lifebook U772, Ultrabook mit Business-Ambitionen im Hands-On

Nach den ersten gezeigten Konzepten von HP und Lenovo bringt nun Fujitsu das erste Corporate-Ultrabook auf den Markt, das insbesondere für den professionellen Einsatz im Geschäftsumfeld konzipiert wurde. Im Rahmen unserer Factory-Tour durch die Fertigungsstraßen von Fujitsu in Augsburg, konnten wir uns auch erstmals etwas näher mit dem neuen Lifebook U772 Ultrabook auseinandersetzen.

Wie bereits berichtet, basiert das Ultrabook auf Intels aktueller Ivy Bridge Technologie, wobei Fujitsu auf professionelle Core i5 und i7 ULV-Prozessoren mit Intel vPro zurückgreift. Um die Grafikberechnung kümmert sich die in der CPU integrierte HD 4000 GPU-Einheit. Hinsichtlich Arbeitsspeicher kann das U722 mit bis zu 8GB DDR3 RAM (1600MHz) ausgestattet werden und auch beim Massenspeicher stehen von konventionellen HDD/SSD-Cache Lösungen oder vollwertigen Solid State Drives mit einer Kapazität von 128 oder 256 Gigabyte zahlreiche Varianten zur Verfügung. Ein Upgade bzw.nachträglicher Tausch dieser Komponenten durch den User ist nicht vorgesehen, entsprechende Wartungsöffnungen fehlen.

Das Chassis tritt im 13-Zoll Formfaktor an, integriert dabei allerdings ein 14-Zoll Display, das durch besonders schmale Displayränder möglich wird. Mit einer Dicke von weniger als 16 Millimetern und einem Gewicht von rund 1.4 Kilogramm (Herstellerangaben) erfüllt das Lifebook U722 die Intel Ultrabook-Spezifikationen problemlos.
Beim Display greift Fujitsu zu einem Panel mit einer Auflösung von nur 1366x768 Pixeln. Angesichts der 14-Zoll Bilddiagonale und dem allgemeinen Trend hin zu höheren Auflösungen, zumindest ein Punkt der diskutiert werden darf. Als Helligkeit nennt Fujitsu 220 cd/m², die in Zusammenspiel mit der matten Displayoberfläche auch einen Einsatz im Freien ermöglichen sollen.

Um dem Business-Anspruch gerecht zu werden, integriert das U722 weiters einen Fingerprint Reader und ist mit 3G und 4G, sprich LTE konfigurierbar. Dabei sollen lt. Fujitsu auch die entsprechenden Frequenzen in Deutschland unterstützt werden.
Trotz der überaus schlanken Baseunit schafft es Fujitsu einen Docking Port an der Unterseite in das Gehäuse zu pferchen. Einziger Wermutstropfen: Die zugehörige Docking-Lösung ist nur für das U722 Ultrabook kompatibel, bestehende Fujitsu-Portreplikatoren werden nicht unterstützt. Die passende Docking-Station soll 99 Euro exkl. MwSt. kosten und neben DVI single (1920x1200) auch einen Displayport mit voller Auflösung bieten (2560x1600). Dies ermöglicht schließlich auch die Verbindung mit entsprechen hoch auflösenden Monitoren oder die Integration in bestehende Multi-Monitor-Arbeitsplätze, bislang ein Alleinstellungsmerkmal bei Ultrabooks.

Unser erster Eindruck des gezeigten Pre-Samples:

Das Lifebook U722 fühlt sich dank Magnesiumgehäuse (Baseunit und Displaydeckel) überaus wertig an. Optisch gefällt das gezeigte rote Modell, das im Inneren vor allem vom Kontrast mit der schwarzen Aluminium-Palmrest lebt. Optional bietet Fujitsu auch noch ein silbernes Modell. Die Stabilität der Baseunit kann überzeugen, auch wenn Fujitsu hier auf ein konventionelles Rahmensystem zurückgreift, im Gegensatz zur hochwertigen Unibody-Konkurrenz der Consumer-Ultrabooks. Dem entgegen steht das dünne und durchwegs verwindungsfreudige Display, dessen Magnesium-Deckel allerdings keinerlei Druck von außen auf das empfindliche Panel durchlässt.

Die Tastatur im Chiclet-Design tendierte beim gezeigten Sample zum Nachfedern und präsentierte sich beim flotten Tippen als deutlich hörbar. Auch das Display, das offenbar auf übliche TN-Technologie setzt, zeigte sich hinsichtlich Blickwinkel nicht gerade großzügig. Die HD-Auflösung befriedigt zwar Basisanforderungen, angesichts einer besseren Übersicht beim Arbeiten mit mehreren Fenstern oder bei komplexen Anwendungen mit zahlreichen Werkzeugkästen wäre beim 14-Zoll Display durchaus mehr möglich gewesen.

Angesichts des stolzen Preises sehen wir das Lifebook U722 eher im professionellen Umfeld, weniger beim privaten Endkunden, auch wenn Fujitsu diese Möglichkeit begrüßt und mit speziellen Value-Modellen unterstützt.

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Fujitsu spricht bei einer nicht näher definierten "typischen Ausstattung" von einem Preis von 1299 Euro exkl. MwSt. Im hauseigenen Fujitsu Online Shop sollen auch vorkonfigurierte, so genannte Value4u-Modelle angeboten werden, die bei 999 Euro starten sollen.
Ab Werk liefert Fujitsu das U722 mit 2 Jahren Bring-In Garantie aus, optionale Upgrades hinsichtlich längerer Garantiedauer und auch Vor-Ort Service mit Reaktion am nächsten Arbeitstag sind verfügbar.

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Autor: J. Simon Leitner, 14.06.2012 (Update:  9.07.2012)
J. Simon Leitner
J. Simon Leitner - Founder, Editorial Director - @simleitner
Nach meinem Studium an der TU-Wien widmete ich mich als Mitbegründer vollends dem Projekt Notebookcheck. Seit Commodore C64 und Atari 1040 ST sind Computer fester Bestandteil meiner täglichen Aktivitäten. Meinen Energieausgleich finde ich vor allem bei sportlichen Aktivitäten in freier Natur.