Garmin: Zwiespalt zwischen offenem Ökosystem und Premium bringt Nachteile für Smartwatch-Nutzer

Garmin-Smartwatches sind im Vergleich zu Alternativen etwa von Zepp Health tendenziell doch eher im höheren Preissegment anzusiedeln. Jede Hardware kann dabei gleichwohl nur so gut wie ihre Software sein und diesbezüglich kann Garmin auf ein jahrelang gewachsenes, umfangreiches Ökosystem zurückgreifen - nämlich Garmin Connect. In einer ausführlichen und lesenswerten Analyse zeigt the5krunner, dass sich Garmin in Bezug auf die eigene Plattform und insbesondere die Möglichkeiten von Drittanbietern in einem veritablen Interessenkonflikt befindet. So bietet Garmin eine kostenpflichtige Premium-Version von Garmin Connect mit zusätzlichen Funktionen an. Gleichzeitig ist Garmin Connect aber auch ein in gewisser Weise offenes Ökosystem. Entwickler können unter Nutzung entsprechender APIs eigene Apps entwickeln. Aus Nutzersicht dürften die Apps dabei tendenziell die Plattform attraktiver machen.
In dem Bericht führt the5krunner aus, dass der Zugriff durch Entwickler gleichwohl eingeschränkt ist. Konkret gibt es beim Krafttraining nur lesenden Zugriff auf Daten für einzelne Sätze, nicht aber Schreibzugriff - und das trotz seit mehreren Jahren bestehender Anfragen von Entwicklern. Am Beispiel eines Entwicklers wird aber gezeigt, wie sich diese Einschränkungen umgehen lassen. Konkret nutzt die iOS-App Rack Strength eben nicht die Garmin Connect-API, sondern eine Bluetooth-Verbindung unmittelbar zur Kommunikation, welche dann auch in beide Richtungen funktioniert. Ob Garmin diesen Workaround möglicherweise noch schließen könnte, bleibt aber unklar. Gleichwohl will Garmin sein Ökosystem eben in Bezug auf die Synchronisation in beide Richtungen öffnen und hat dies teilweise schon.
Quelle(n)
the5krunner, Bildquelle: Marcus Herbrich, Notebookcheck










