Geekbench 7 startet mit CUDA-Support und neuem Multi-Core-Test

Primate Labs hat Geekbench 7 offiziell veröffentlicht. Die neue Hauptversion der plattformübergreifenden Benchmark-Software umfasst einen überarbeiteten CPU-Benchmark, neue Workloads für Medien- und Spieleanwendungen sowie einen neu gestalteten GPU-Benchmark mit CUDA-Unterstützung. Zudem hat der Entwickler grundlegend geändert, wie die Geekbench-Ergebnisse zu interpretieren sind.
Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die Multi-Core-Leistung. Geekbench 7 führt einen Workload nur dann im Multi-Thread-Modus aus, wenn sich die zugrunde liegende Anwendung in der Praxis ebenfalls entsprechend verhält. Der HTML5-Browser-Workload ist beispielsweise nicht mehr Teil der Multi-Thread-Suite, da Browser überwiegend nur einen oder wenige Threads nutzen. Laut Primate Labs sollen die Multi-Core-Ergebnisse dadurch die tatsächliche Leistung besser abbilden, anstatt Prozessoren allein dafür zu belohnen, bei jedem Workload mehr Kerne und Threads einzusetzen.
Geekbench 7 führt außerdem eine neue Leistungsreferenz ein. Als Vergleichsprozessor dient der AMD Ryzen 7 7700, dessen Ergebnis auf 2.500 Punkte normiert ist. Er ersetzt den Intel Core i7-12700, der in Geekbench 6 die Grundlage für ebenfalls 2.500 Punkte gebildet hat. Ergebnisse aus Geekbench 6 und Geekbench 7 sind daher nicht direkt miteinander vergleichbar. Ein vermeintlicher Anstieg oder Rückgang zwischen den Versionen entspricht nicht zwangsläufig einer gleichwertigen Veränderung der tatsächlichen Hardwareleistung.
Vorläufige von Primate Labs bereitgestellte Ergebnisse aus Geekbench 7 vermitteln einen ersten Eindruck von der neuen CPU-Rangfolge. AMDs Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen erreicht im Durchschnitt rund 2.742 Punkte im Single-Core- und 27.412 Punkte im Multi-Core-Test. Intels Core i9-13900KF mit 24 Kernen kommt auf etwa 2.734 beziehungsweise 24.439 Punkte, während Apples M4 Pro mit 14 Kernen ungefähr 3.360 und 23.188 Punkte erzielt.
Qualcomms Snapdragon X2 Elite mit 18 Kernen folgt mit durchschnittlich rund 3.225 Punkten im Single-Core- und 22.735 Punkten im Multi-Core-Test. Apples M5 erzielt unterdessen einen hohen Single-Core-Wert von etwa 3.753 Punkten sowie 18.828 Punkte im Multi-Core-Test. Geekbench 7 ergänzt außerdem AV1-Encoding für Bildschirmübertragungen, Opus-Audiokompression und die Erstellung von Live-Untertiteln mithilfe von OpenAIs Spracherkennungsmodell Whisper. Hinzu kommen ein neuer, auf der Jolt Physics Engine basierender Game-Physics-Test sowie erweiterte Workloads für Photo Editor und Photo Library.
Auch der GPU-Benchmark ist umfassend überarbeitet worden. Neue Tests decken ML-Bildhochskalierung, Gesichtsverfolgung, das Weichzeichnen von Videohintergründen, RAW-Bildverarbeitung, Farbkorrektur, Pathtracing und Flüssigkeitssimulationen ab. Für Nvidia-Grafikkarten besonders relevant ist die Unterstützung von CUDA als Compute-API, zusätzlich zu OpenCL, Vulkan und Metal. Die vorläufigen Ergebnisse von Primate Labs verdeutlichen die Auswirkungen: Eine GeForce RTX 4070 erreicht mit CUDA durchschnittlich rund 236.094 Punkte, gegenüber 163.749 Punkten mit OpenCL und 170.245 Punkten mit Vulkan. Bei der RTX 4090 fällt der Unterschied noch größer aus, mit etwa 444.438 Punkten unter CUDA und 252.318 Punkten unter OpenCL.
Primate Labs hat zudem die Datensätze in Workloads wie File Compression und PDF Viewer vergrößert, um aktuelle Nutzungsszenarien besser abzubilden. Geekbench 7 ist ab sofort für Android, iOS, Windows, macOS und Linux verfügbar und bleibt für die private Nutzung kostenlos. Geekbench 7 Pro ist im Rahmen der Einführungsaktion bis zum 6. August um 20 Prozent reduziert.
Quelle(n)
Primate Labs








