Gemini für Windows ist da, Googles Agent Spark fehlt in Deutschland

Google hat die Gemini-App für Windows am Donnerstag veröffentlicht, rund fünf Monate nach der Fassung für macOS. Ein Druck auf Alt und Leertaste legt ein Chatfenster über die Anwendung, in der du gerade arbeitest. Die App ist weltweit zu haben, auch in Deutschland, und der Download kostet nichts. Im Ankündigungstext stehen allerdings Funktionen, die auf deinem PC nicht ankommen.
Das steckt in der Windows-Fassung
Nach Googles Hilfeseite kann die App Fragen beantworten, Texte entwerfen, Artikel und Dokumente zusammenfassen, Ideen sammeln, beim Programmieren helfen und hochgeladene Bilder analysieren. Vorausgesetzt werden Windows 10 oder neuer, 8 GB Arbeitsspeicher, 200 MB freier Platz auf der Platte und ein Google-Konto. Die Installationsdatei heißt GeminiSetup.exe und liegt auf gemini.google/desktop. Das Tastenkürzel lässt sich in den Einstellungen ändern, danach sitzt das Symbol in der Taskleiste und im Infobereich.
Spark steht im Werbetext und nicht in Deutschland
Im Blogbeitrag zum Start verspricht Google, du könnest mehrstufige Aufgaben an Gemini Spark übergeben, den "24/7 personal AI agent". Hinter dem Namen steht eine kleine Eins. Die Fußnote dazu lautet "Google AI subscription required. Availability varies. 18+." Googles eigene Hilfeseite wird deutlicher. Spark sei verfügbar "überall dort, wo Gemini-Apps unterstützt werden, mit Ausnahme des Europäischen Wirtschaftsraums, Nigerias, der Schweiz und des Vereinigten Königreichs". Deutschland liegt im Europäischen Wirtschaftsraum.
Dieselbe Seite zieht eine zweite Grenze. Spark laufe "nur in der mobilen Gemini App, der Gemini App für Mac und der Gemini Web-App unter gemini.google.com". Die Windows-App steht dort auch einen Tag nach ihrem Start nicht. Wer Spark trotzdem erreichen will, braucht ein Abo von Google AI Pro oder Ultra, ein privates Google-Konto, ein Mindestalter von 18 Jahren und eingeschaltete Aktivitätenspeicherung. Was Google mit diesen Aktivitäten anstellt und wie lange gelöschte Unterhaltungen erhalten bleiben, haben wir vergangene Woche nachgerechnet.
Der Mac bekommt drei Funktionen mehr
Googles Hilfeseite zur Mac-App beschreibt das Teilen eines Fensters mit Gemini, das Diktat per Mikrofon und einen Modus namens Sprachbefehl im Fenster, in dem Gemini den Inhalt des markierten Fensters mitliest und seine Antwort direkt dort einsetzt. Google rollt diesen Modus schrittweise aus, bislang nur auf Englisch. Auf der Windows-Seite taucht keiner der drei Punkte auf. Dort steht stattdessen der Hinweis, weitere native Desktop-Funktionen kämen mit der Zeit.
Für wen sich der Download lohnt
Was bleibt, ist ein Chatfenster, das schneller aufgeht als ein Browsertab, auf Gmail, Drive, Docs und Kalender zugreift und Bilder mit Nano Banana erzeugt. Wer Gemini täglich nutzt, spart damit ein paar Handgriffe. Wer auf den Agenten gehofft hatte, wartet weiter, so wie zuletzt bei den neuen Tageslimits im Gemini Notebook. Im Auto ist Gemini derzeit ebenfalls nicht dabei, dort teilen sich fünf andere KI-Assistenten den Platz in CarPlay.





