Der Messenger-Dienst WhatsApp bereitet offenbar die Einführung eines kostenpflichtigen Abonnements zur Entfernung von Werbung vor. Wie ein aktueller Bericht auf WABetaInfo zeigt, wurden in der aktuellen WhatsApp-Beta für Android (Version 2.26.3.9) eindeutige Code-Hinweise entdeckt. Diese deuten darauf hin, dass Nutzer künftig die Wahl zwischen einer kostenlosen, werbefinanzierten Version und einer kostenpflichtigen, werbefreien Option haben könnten.
Kommt bald für alle Nutzer Werbung in WhatsApp?
Bisher finanzierte sich WhatsApp weitgehend durch die Anbindung an die Infrastruktur des Mutterkonzerns Meta. Einige Nutzer bekommen seit kurzer Zeit bereits Werbeanzeigen angezeigt, die allerdings zunächst nicht in privaten Chats auftauchen, sondern lediglich in Bereichen wie den Statusmeldungen oder den Kanälen, die zu den Tabs Updates gehören. Laut Meta sollen die Anzeigen allgemein sein und nicht auf persönlichen Inhalten basieren. Wer sich also über seine Katze austauscht, dürfte dementsprechend keine Werbung für Katzennahrung auf seinem Smartphone oder iPhone (bei Amazon erhältlich) erhalten. Auf seiner Businessseite wirbt Meta bereits mit der demnächst verfügbaren Möglichkeit von Werbeeinblendungen bei mehr als 1,5 Milliarden Personen.
Nutzer, die keine Werbeeinblendungen wünschen, sollen laut WABetaInfo ein monatliches Abonnement für vier Euro abschließen können. Die Kernfunktionen des Messengers, wie das Senden von Nachrichten und das Führen von Telefonaten, sollen jedoch weiterhin für die breite Masse kostenfrei bleiben. Es bliebe demnach erst einmal dabei, dass in den Statusmeldungen zwischen den Bildern und Videos nach einer gewissen Anzahl von gezeigten Medien ein Werbefoto oder Werbevideo angezeigt wird und es immer mal wieder Vorschläge für interessante Kanäle geben wird. Das dürften einige Nutzer sicher als sehr störend empfinden.
Das Abomodell dürfte auf eine zahlungswillige Zielgruppe abzielen, die (ähnlich wie bei YouTube Premium) Wert auf eine unterbrechungsfreie Nutzung beim Ansehen von Statusmeldungen oder gefolgten Kanälen legt. Mit dem Abo soll ebenso die Platzierung von beworbenen Kanalvorschlägen ausgeblendet werden. Auf dem Screenshot ist ein monatlicher Abopreis von 4 Euro zu sehen, dieser könnte jedoch ein Platzhalter sein. Ob und wann die Funktion final für alle Nutzer weltweit ausgerollt wird, ist aktuell nicht bekannt.



















