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Gionee: schwächelndes Unternehmen insolvent, nachdem der CEO 140 Millionen verzockt hat

Quelle: TechLector
Quelle: TechLector
Der OEM-Hersteller Gionee steckt schon seit längerer Zeit in finanziellen Schwierigkeiten. Nun hat der Hersteller Insolvenz angemeldet. Hierbei scheint auch der CEO eine Rolle zu spielen, der letzten Monat über 140 Millionen US-Dollar im Kasino verzockt hat.

Der chinesische Smartphone-OEM-Hersteller Gionee befindet sich seit einiger Zeit in finanzieller Schieflage. Nun hat das Unternehmen schließlich Konkurs angemeldet.

Zuvor nahm das Unternehmensvermögen seit 2016 beständig weiter ab. Dies hat sich bei den Nutzern insofern bemerkbar gemacht, als das die Geräte einen Qualitätsverlust und einen unerklärlichen Preisanstieg erlebten, wahrscheinlich in dem Bestreben, die Gewinnmargen zu erhöhen und das Unternehmen über Wasser zu halten. Leider hat sich das als schlechtes Manöver des Unternehmens erwiesen, da die Konkurrenz von Xiaomi und Honor deutlich attraktivere Smartphones in allen Preiskategorien anbieten, in denen Gionee früher konkurrierte.

Auch die Unternehmensleitung trägt an der Pleite eine ganze Menge Schuld. Erst letzten Monat wurde berichtet, dass CEO Liu Lirong über 140 Millionen US-Dollar in einem Casino verzockt hat. Natürlich hat Liu den Vorwurf zurückgewiesen, dass es sich um Unternehmensgelder handelt, allerdings darf doch ziemlich stark an seiner Aussage gezweifelt werden.

Gionee soll mit über 3 Milliarden US-Dollar verschuldet sein, davon über die Hälfte bei Banken. Einige Lieferanten und Agenturen sind ebenfalls unter den Gläubigern des Unternehmens.

Es bleibt abzuwarten, wie es mit dem Unternehmen künftig weiter gehen wird und ob es jemals wieder zurückkehren wird. Aktuell sieht es allerdings eher schlecht für die Zukunft des Unternehmens aus.

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Autor: Cornelius Wolff, 22.12.2018 (Update: 22.12.2018)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.