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Google senkt Play-Store-Gebühren nach Epic-Einigung und baut Android-Bezahlsystem um

Google hat die Play Store-Gebühren und Zahlungsregeln für Android Entwickler aktualisiert. Im Bild: Das Google Play-Logo.
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Google hat die Play Store-Gebühren und Zahlungsregeln für Android Entwickler aktualisiert. Im Bild: Das Google Play-Logo.
Google senkt die Gebühren im Play Store und erlaubt alternative Bezahlsysteme sowie App-Stores von Drittanbietern für Android, nachdem der Konzern seinen Kartellstreit mit Epic Games beigelegt hat.

Google verabschiedet sich vom alten Play-Store-Provisionsmodell mit „bis zu 30 Prozent“. Berichten zufolge werden die meisten Gebühren unter einer neuen Struktur, die sich nach der Art des Kaufs und der gewählten Abrechnungsmethode richtet, künftig im Bereich von 10 bis 20 Prozent liegen.

Die Änderungen stehen im Zusammenhang mit Googles vorgeschlagenem Vergleich mit Epic Games, der allerdings noch von einem Gericht genehmigt werden muss.

Offizielle Dokumente legen nun Gebühren für Zahlungen außerhalb des Play Stores und externe Links fest

Auf den Hilfe-Seiten der Play Console von Google wird bereits erläutert, welche Gebühren Entwickler im Rahmen von Programmen zahlen müssen, die Nutzer zu externen Zahlungsmethoden oder externen Inhaltslinks weiterleiten.

Für das Programm „External Payments“ gibt Google an, dass die Gebühren für entsprechende externe Transaktionen bei 10 Prozent für automatisch verlängernde Abonnements und 20 Prozent für andere digitale In-App-Inhalte liegen. Für berechtigte Entwickler gilt zudem ein Satz von 10 Prozent für Transaktionen innerhalb der ersten 1 Million US-Dollar Jahresumsatz.

Für das Programm „External Content Links“ nennt Google die gleiche Struktur mit 10 Prozent für Abonnements und 20 Prozent für andere Inhalte (mit 10 Prozent für die ersten 1 Million US-Dollar Jahresumsatz bei berechtigten Entwicklern). Zusätzlich fällt eine Gebühr für ein „App-Download-Ereignis“ pro Installation innerhalb von 24 Stunden nach dem Klick an: 2,85 US-Dollar für Apps und 3,65 US-Dollar für Spiele.

Alternative Bezahlsysteme und Drittanbieter-App-Stores werden einfacher – und das ist die eigentliche Story

Über niedrigere Gebühren hinaus besteht die größere strukturelle Veränderung darin, dass sich Android stärker für alternative Zahlungs- und Vertriebswege öffnet.

Googles Entwicklerdokumentation und Richtlinien erkennen bereits an, dass Verkäufe sowohl über Google Play Billing als auch über zugelassene Alternativen erfolgen können (im Rahmen der Zahlungsrichtlinien). Das bildet die Grundlage für umfassendere „Choice“-Regelungen und die Bedingungen des Vergleichs.

Berichten zufolge plant Google außerdem einen Ansatz mit „Registered App Stores“, der die Installation konkurrierender Android-App-Stores aus dem Web erleichtern soll. Gleichzeitig sollen die Möglichkeiten für eigene Abrechnungssysteme von Entwicklern erweitert werden.

Was als Nächstes zu erwarten ist

Der Zeitplan ist ebenso wichtig wie die neuen Prozentsätze. Laut Berichten großer Medien soll die Umsetzung der mit dem Vergleich verbundenen Änderungen zunächst in den USA, Großbritannien und Europa beginnen. Weitere globale Anpassungen sollen später folgen, abhängig vom jeweiligen Programm und dem Ausgang der Gerichtsentscheidung.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Google senkt Play-Store-Gebühren nach Epic-Einigung und baut Android-Bezahlsystem um
Autor: Darryl Linington,  5.03.2026 (Update:  5.03.2026)