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HP Spectre x360 13 mit Sure View - Welch eine Art, einen großartigen Laptop zu ruinieren

Meiden Sie die Sure View-Panels des neusten Spectre x360. (Bildquelle: Notebookcheck)
Meiden Sie die Sure View-Panels des neusten Spectre x360. (Bildquelle: Notebookcheck)
HP hat mit dem Spectre x360 13 ausgezeichnete Arbeit geleistet, aber machen Sie einen großen Bogen um das 1080p Sure View-Display. Bei derart schlechten Betrachtungswinkeln und miserabler Bildqualität selbst bei ausgeschaltetem Sure View, können wir nicht nachvollziehen, warum HP in Großbritannien kein reguläres 1080p-Display anbietet.
Alex Alderson (übersetzt von Marvin Glöckner),
Kommentar von Alex Alderson
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Wir waren große Fans des neuesten Spectre x360 13, als wir es letztes Jahr testeten. Die Ice Lake-Variante ist leicht, gut verbaut und hat eine ordentliche Akkulaufzeit. Das AU Optronics AUO5E2D-Panel in unserem Testgerät schnitt ebenfalls gut ab, wobei das 1080p-Display gute Blickwinkel, Farbraumabdeckung und hohe maximale Helligkeit bot. HP nennt dies ein BrightView-Display und es ist eines von zwei 1080p-IPS-Panels, die das Unternehmen in den USA derzeit anbietet. HP verkauft auch eine 4K AMOLED-Option, bei der es sich um ein 100 US-Dollar-Upgrade des Einstiegsdisplays handelt.

In anderen Regionen, wie z. B. in Großbritannien, verkauft HP jedoch kein BrightView 1080p-Panel für das Spectre x360. Stattdessen ist das einzig angebotene 1080p-Panel das Sure View, welches derzeit in folgenden SKUs zu finden ist:

  • 13-aw0113na
  • 13-aw0114na
  • 13-aw0115na
  • 13-aw0116na
  • 13-aw0117na
  • 13-aw0057na

Wir wollten also sehen, wie das Sure View Panel sich behauptet, insbesondere nach unseren Erfahrungen mit dem mit Sure View ausgestatteten EliteBook x360 1030 G3 im letzten Jahr. Wir besorgten uns also zwei 13-aw0115na-Geräte, ausgestattet mit dem Core i7-1065G7, 8 GB RAM und einer 512 GB SSD. Das 13-aw0115na ist fast identisch mit dem Spectre x360 13-aw0013dx, das wir im Dezember getestet haben, abgesehen von der Gehäusefarbe, der Anzeige und dem fehlenden Intel Optane-Speicher. Daher werden wir hier nur unseren Eindruck von der Sure View-Anzeige im Spectre x360 13 behandeln.

Um es kurz zu machen, das Sure View-Panel im Spectre x360 ruiniert einen ansonsten ausgezeichneten Laptop. Im Gegensatz zum EliteBook x360 1030 G3 hat das Sure View-Panel im Spectre x360 13 eine glänzende Oberfläche, doch das steht auf unserer Liste von Problemen mit dem Sure View-Panel an unterster Stelle.

Sure View ausgeschaltet bei maximaler Helligkeit an einem sonnigen Tag. (Bildquelle: Notebookcheck)
Sure View ausgeschaltet bei maximaler Helligkeit an einem sonnigen Tag. (Bildquelle: Notebookcheck)
Sure View eingeschaltet bei maximaler Helligkeit an einem sonnigen Tag. (Bildquelle: Notebookcheck)
Sure View eingeschaltet bei maximaler Helligkeit an einem sonnigen Tag. (Bildquelle: Notebookcheck)

Unsere beiden Geräte verfügen über die InfoVision M133NVFD R2 (IVO8584), die für eine 72%ige NTSC-Abdeckung und eine Spitzenhelligkeit von 1.000 nits ausgelegt ist. Laut Laptop Media deckt das IVO8584 91% des sRGB Farbraums ab und hat eine Spitzenhelligkeit von 815 nits, die immer noch beeindruckend hell ist. Die zusätzliche Lichtlenkschicht, die HP bei Sure View-Panels einbaut, bedeutet, dass das Display nicht viel heller als 400 nits wirkt.

Sure View wird durch Drücken der Taste F1 aktiviert, die von HP als Tastenkombination für "Wie erhalte ich Hilfe in Windows 10" benutzt wird. Das Ausschalten von Sure View deaktiviert seine Funktionen jedoch nicht vollständig, da die Technologie hardware- und softwarebasiert ist. Wir erleben miserable Betrachtungswinkel, selbst bei deaktiviertem Sure View. So ist es zum Beispiel unmöglich, jemandem unseren Bildschirm zu zeigen, ohne diesen in seine Richtung zu drehen. Die Betrachtungswinkel ähneln denen alter TN-Panels. Es fühlt sich an, als sei Sure View permanent aktiviert. Dies gilt auch für das Betrachten des Displays von schräg oben oder unten.

Das Spectre x360 13 mit Sure View weist eine enorme Helligkeitsverschiebung in schrägen Winkeln auf. (Bildquelle: Notebookcheck)
Das Spectre x360 13 mit Sure View weist eine enorme Helligkeitsverschiebung in schrägen Winkeln auf. (Bildquelle: Notebookcheck)
Bei dem Spectre x360 15 mit 4K-IPS-Display gab es solche Probleme nicht. (Bildquelle: Notebookcheck)
Bei dem Spectre x360 15 mit 4K-IPS-Display gab es solche Probleme nicht. (Bildquelle: Notebookcheck)

Interessanterweise haben sich mehrere Personen beschwert, dass ihnen beim Betrachten des Displays schon nach kurzer Zeit die Augen wehtun. Wir vermuten, dass dies nicht auf PWM zurückzuführen ist, sondern eher auf die enormen Helligkeitsunterschiede, bedingt durch die schlechten Betrachtungswinkel. Dies gilt sogar beim frontalen Betrachten des Displays.

Insgesamt empfehlen wir, das Spectre x360 13 in Großbritannien zu meiden, es sei denn, Sie sind entschlossen ein wenig mehr für die 4K-IPS oder 4K-OLED-SKUs auszugeben. Das Sure View IPS-Panel bringt einfach zu viele Defizite in Bildqualität und Betrachtungswinkeln.

Das HP Spectre x360 13 mit Sure View sieht kaum jemals so scharf aus. (Bildquelle: HP)
Das HP Spectre x360 13 mit Sure View sieht kaum jemals so scharf aus. (Bildquelle: HP)
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Autor: Alex Alderson,  9.08.2020 (Update:  9.08.2020)
Comment by Alex Alderson
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Alex Alderson
Editor of the original article: Alex Alderson - News Editor - @aldersonaj
Bevor ich für Notebookcheck schrieb und übersetzte, arbeitete ich für verschiedene Technologie-Unternehmen, darunter Apple und Neowin. Ich habe einen BA-Abschluss in internationaler Geschichte und Politik der Universität Leeds, den ich inzwischen in einen Jura-Abschluss umgewandelt habe. Ich chatte gerne auf Twitter oder im Notebookcheck-Forum.
Comment by Marvin Glöckner
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Marvin Glöckner
Translator: Marvin Glöckner - Translator
Ich hatte eine glückliche Kindheit voller Netzwerkpartys, Peltier-Kühlung, 3dfx-Beschleunigerkarten, Dual-CPU-Mainboards und Wärmeleitpaste überall; gefolgt von einer glücklichen Jugend mit mehr Netzwerkpartys, dem Bau von Gaming Rigs in Akustikgitarren, Pizzakartons und Trompetenkoffer. Als Erwachsener interessiere ich mich mehr für die aufgeräumtere, kompakte Gaming-Welt der Laptops.