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Hideo Kojima: KI wird zu Lebzeiten keine echte Kunst schaffen, ist "ein Hausmeister für kreative Routineaufgaben"

Nicolas Winding Refn und Hideo Kojima in einem KI-generierten Prada-Werbespot
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Nicolas Winding Refn und Hideo Kojima in einem KI-generierten Prada-Werbespot
Hideo Kojimas Aussagen markieren nach der Kritik an einem KI-gestützten Prada-Werbefilm eine differenziertere Position und unterstreichen seine Überzeugung, dass menschliche Kreativität bei der Spieleentwicklung im Mittelpunkt bleiben muss.

Hideo Kojima hat in den vergangenen Monaten Begeisterung für generative KI gezeigt, seine Haltung zu der Technologie nun aber in einem Interview mit der Washington Post präzisiert. Er sieht KI zwar als Werkzeug, um Entwicklungsabläufe zu beschleunigen, hält genau darin aber im Wesentlichen auch ihre Grenze. Kojima sagt, er erwarte nicht, dass generative KI zu seinen Lebzeiten irgendeine Rolle bei der Schaffung von "echter Kunst" spielen wird.

Kojima hat das Thema bei einer Diskussionsrunde im Rahmen einer hochkarätigen Prada-Kunstveranstaltung im Chelsea Hotel in New York angesprochen, nur wenige Wochen, nachdem er in einem Werbekurzfilm aufgetreten war, der wegen seines KI-gestützten Marketings stark kritisiert worden ist.

Das KI-generierte Werbevideo hat eine digitale Version von Kojima gemeinsam mit Regisseur Nicolas Winding Refn auf einem Abenteuer durch den Weltraum gezeigt, ein Projekt, das viele Spieler und Kojima-Fans unverblümt als "KI-Müll" bezeichnet haben.

Nach der enttäuschenden Kampagne hat Kojima die größere Debatte rund um Kunst und KI direkt aufgegriffen und erklärt: "Kunst ist Leben, aber in 50 Jahren, 100 Jahren, ich weiß es nicht. Vielleicht könnte KI Kunst erschaffen, aber solange ich lebe, glaube ich nicht, dass ich das sehen werde. Es interessiert mich nicht."

Kojima hat außerdem angedeutet, dass die Gesellschaft irgendwann vielleicht "einen guten Weg, einen guten Pfad zur Nutzung der Technologie" finden könnte, betonte aber, dass es an der jüngeren Generation liegen werde, das herauszufinden. Die Washington Post hat berichtet, Kojima sehe KI als "Hausmeister für kreative Routineaufgaben", während Menschen "in dem Raum bleiben müssen, in dem Kunst entsteht."

Kojimas frühere Aussagen über KI sind uneindeutiger gewesen und haben deutlich mehr Begeisterung für die Technologie vermittelt. Das aktuelle Interview zeichnet jedoch ein zurückhaltenderes und bodenständigeres Bild seiner Gedanken zu generativer KI. In einem früheren Interview hat er gesagt, KI sei besonders für nicht visuelle Zwecke nützlich, und angemerkt:

Statt KI Bilder oder Ähnliches erstellen zu lassen, interessiert mich eher der Einsatz von KI in den Steuerungssystemen.

Angesichts von Kojimas sich wandelnden Ansichten und öffentlichen Aussagen zu der Technologie scheint es nun unwahrscheinlich, dass er in kommenden Titeln wie dem Xbox-exklusiven Horrorspiel OD und dem PlayStation-exklusiven Physint, dessen Veröffentlichung nicht vor 2030 erwartet wird, generative KI-generierte Grafiken oder Designs einbinden wird.

Letztlich bleibt das menschliche Element für Kojima entscheidend, und generative KI ist aus seiner Sicht nicht mehr als ein zweckorientiertes Werkzeug.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-06 > Hideo Kojima: KI wird zu Lebzeiten keine echte Kunst schaffen, ist "ein Hausmeister für kreative Routineaufgaben"
Autor: Rahim Amir Noorali, 13.06.2026 (Update: 13.06.2026)