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Hitze: Eurostar-Züge Celestia mit der Sahara-Option bis in die 2060er-Jahre

Der Eurostar setzt auf Alstoms Plattform Avelia Horizon.
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Der Eurostar setzt auf Alstoms Plattform Avelia Horizon.
Um auch in den nächsten Jahrzehnten noch eine funktionierende Klimaanlage in Zügen anbieten zu können, geht Eurostar auf Nummer sicher. Das Unternehmen hat für seine Celestia-Garnituren die "Sahara-Option" gezogen, auch wenn das teuer wird. Eurostar dürfte dabei von der Entwicklung eines Zuges für Nordafrika profitieren.

Die Eurostar-Züge sind mitunter über 30 Jahre alt und werden wohl noch bis in die 2030er-Jahre funktionieren müssen, da man Rollmaterial nicht einfach durchtauschen kann. Doch neue Züge sind schon bestellt: die Eurostar Celestia. Wenn diese Anfang der 2030er-Jahre kommen, dann müssen die wohl bis in die 2060er-Jahre durchhalten, wahrscheinlich eher 2070er-Jahre. In Anbetracht der immer stärkeren Hitzewellen ist also das Risiko hoch, dass die bisher geplanten Klimaanlagen bis 45 °Celsius nicht reichen.

Dementsprechend hat Eurostar nun noch vor der Produktion die "Sahara-Option" gezogen. Die Celestia-Garnituren bekommen eine deutlich stärkere Klimaanlage, wie The Telegraph berichtet (E-Mail-Wall) (deutsche Version der FR).  

Demnach war ursprünglich vorgesehen, dass der Eurostar Celestia, so heißt die Variante des Alstom Avelia Horizon für Eurostar, seine Klimaanlage nur bis 45 °Celsius absichern muss. Doch die vergangene Hitzewelle in Frankreich ließ das Eisenbahnunternehmen umdenken, das eigentlich eher im Norden Europas seine Züge operiert.

Zugute kommt Eurostar dabei, dass der Avelia Horizon ohnehin auch für Sahara-Temperaturen gebaut werden soll. Im Königreich Marokko soll der Zug nämlich auch bald fahren. 18 Garnituren wurden für die ONCF, die  Office national des chemins de fer du Maroc bestellt. Sie sollen den dortigen Ausbau des vorhandenen Hochgeschwindigkeitsnetzes unterstützen und natürlich auch mit den dort typischen Temperaturen umgehen können. Am Samstag, den 18. Juli, werden dort beispielsweise 44 °Celsius erwartet (im Schatten).

Eurostar kann also auf die Expertise von Alstom setzen, die es durch die Entwicklung der ONCF-Variante des Avelia Horizon sowieso aufbauen muss. Das dürfte dann hoffentlich auch für weitere Temperatursteigerungen in den kommenden Jahren reichen.

In den letzten Jahren mussten Bahnunternehmen verstärkt in bessere Klimaanlagen investieren. Besonders bei der Deutschen Bahn fiel das auf. 2010 berichtete die Süddeutsche Zeitung etwa, dass die Klimaanlagen der ICE nur im Bereich von 32 bis 35 °Celsius funktionieren. Damals gab es gehäufte Ausfälle bei entsprechenden Wetterlagen. Allerdings kam auch damals schon der Verdacht auf, dass die Deutsche Bahn bei der Wartung gespart hat.

Man hat aber auch den Temperaturrahmen erweitert. Der ICE 4 ist beispielsweise für Temperaturen bis 45 °Celsius spezifiziert.

Quelle(n)

Eurostar

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > Hitze: Eurostar-Züge Celestia mit der Sahara-Option bis in die 2060er-Jahre
Autor: Andreas Sebayang, 10.07.2026 (Update: 10.07.2026)