Vectron X: Siemens digitale Lok mit Apps, Smartscreen und Carplay-ähnlicher Bedienung

Siemens hat eine stärker digitalisierte Variante seiner Vectron-Lokomotiven vorgestellt, die Vectron X. Die digitalisierte Lok bietet zusätzliche Funktionen, die laut Siemens Mobility die Bedienung der Vectrons vereinfachen sollen aber auch die "Transparenz im Betrieb". Dazu bietet die neue Lok eine "Carplay-ähnliche Lösung" samt App Store an, der auf einem 11,6-Zoll großen Smartscreen genannten Monitor angezeigt wird.
Hintergrund ist, dass Apps, die Lokführer bisher auf Smartphones und Tablets nutzten, auch direkt in der Lok verfügbar sein sollen. Siemens nennt beispielsweise Apps für die Einsatzplanung oder auch Spezielle Werkzeuge innerhalb eines Eisenbahnverkehrsunternehmens. Auch Streckeninfirmationen sollen auf diesem Display darstellbar sein.
Siemens versrpicht eine einfachere Bedienung und damit auch eine erhöhte Effizienz betrieblicher Abläufe eines Eisenbahnverkehrsunternehmens. Die Schnittstellen sollen auch für Drittanbieter offen sein, so dass ein richtiger App Store entstehen kann.
Als weitere Funktion soll die Vectron X das Aufrüsten einer Lokomotive aus der Ferne unterstützen. Über Remote Start soll sich die Lok also schon einmal fahrbereit machen können. Ferner soll die Vectron X Betriebsdaten nahezu in Echtzeit übertragen können und so beispielsweise die vorausschauende Wartung unterstützen.
Laut Siemens wurden von der Vectron, die sowohl Güterzüge als auch Hochgeschwindigkeitszüge wie den ICE L zieht, bereits 3.000 Loks verkauft. Von der Vectron gibt es verschiedene Konfigurationen, von verschiedenen Mehrsystemloks, über Hybrid-Loks (Diesel+Oberleitung) bis hin zu der kommenden Vectron, die mit einem Akku ausgestattet ist. Die Vectron X baut darauf auf, sollte also ebenfalls in verschiedenen Konfigurationen verfügbar sein.
Es handelt sich hierbei erst einmal um eine Ankündigung. Rollmaterial im Eisenbahnbetrieb wird üblicherweise erst auf Bestellung gefertigt, Das ist vergleichbar mit der Luftfahrt. Siemens' Triebzüge des Typs Mireo Smart ist eine der wenigen Ausnahmen, denn das ist tatsächlich vorproduzierte "Stangenware".

