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Huawei Honor Magic: Spannendes Design, ambivalente Technik (Update)

Oben und auf den Seiten ist das Honor Magic sowohl hinten als auch vorne abgerundet.
Oben und auf den Seiten ist das Honor Magic sowohl hinten als auch vorne abgerundet.
(Update: Inklusive Spezifikationen) Heute hat Huawei das sagenumwobene Honor Magic in China offiziell präsentiert. Im Gegensatz zu früheren Gerüchten ist es nicht komplett randlos, es scheint aber auf sechs Seiten im symmetrisch kurvigen Design und bringt ein künstlich intelligentes Interface mit.

Viele Gerüchte gab es in den letzten Tagen zum Honor Magic von Huawei. Komplett randlos sollte es sein und sogar ein Sidekick-Gerät benötigen, da für Kamera und Lautsprecher kein Platz mehr ist. Nun, diese Annahmen kann man getrost ins Land der Sagen verbannen, das Honor Magic kommt sowohl mit Kamera, Lautsprecher als auch mit Rändern. Es ist dennoch ein spannendes neues Gerät im Honor-Lineup von Huawei geworden, auch wenn die eingesetzte Technik von Huawei in den Hintergrund gerückt wurde und aufgrund der langen Entwicklungszeit des Geräts wohl auch nicht mehr als ganz taufrisch bezeichnet werden kann.

Kurviges Design

Das Design ist auf fast allen Seiten abgerundet. Tatsächlich ergibt sich dadurch ein sehr symmetrisch abgerundetes Äußeres. Alle Schnittstellen, auch der Dual-Sim-Slot, befinden sich an der Unterseite und ja, Huawei hat nicht auf den Kopfhöreranschluss verzichtet, auch dieser ist unten zu erkennen. Damit ist die Aussage, das Gerät wäre auf allen acht Seiten abgerundet nicht ganz korrekt. Es stimmt allerdings, dass die sechs anderen Seiten des Honor Magic im kurvigen Design erscheinen, was nicht bedeutet, dass es oben keinen Rand mehr gibt. Huawei hat den Hörer, die Sensoren und Kamera-Linsen aber sehr gut im dunkelschwarzen Design des Geräts versteckt, sodass es im ausgeschalteten Zustand tatsächlich randlos erscheint. Sehr hübsch und symmetrisch hat Huawei auch die Dual-Kamera auf der Rückseite zusammen mit dem LED-Flash gestaltet. Auf der Vorderseite ist nach wie vor ein traditioneller physikalischer Home-Button mit Fingerabdrucksensor integriert.

Ambivalente Technik

Den Spezifikationen hat Huawei während der Präsentation eindeutig nicht die sonst übliche Bedeutung beigemessen. Teilweise sind noch gar nicht alle Spezifikationen bekannt, die dürften erst in den nächsten Stunden nach und nach veröffentlicht werden. Das 5 Zoll-Display des Honor Magic soll mit QHD-Auflösung arbeiten, bestätigt ist das zwar noch nicht, es wurde aber bereits mehrfach berichtet. Im Inneren setzt Huawei auf den Vorjahres-SOC Kirin 950. Das bedeutet, dass das Gerät im Jahre 2017 mit einem veralteten Prozessor arbeiten wird, das ist wohl der langen Entwicklungszeit des Geräts geschuldet. Mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher ist das magische Smartphone mittlerweile auch nur mehr durchschnittlich gut bestückt.

Ob einer der beiden Sim-Slots für Micro-SD-Karten verwendet werden kann, wissen wir noch nicht. Ebenso gibt es bislang keine Informationen zu den integrierten Funk-Verbindungen und LTE-Bändern. Die Dual-Kamera auf der Rückseite arbeitet mit zwei 12 Megapixel-Sensoren, einem in s/w und einem in Farbe. Es dürfte sich um eine ähnliche Konfiguration wie beim Honor 8 handeln, ohne Leica-Branding. Beim eingesetzten Akku soll es sich um einen der neuen Huawei-Batterien handeln, die sehr hitzebeständig sind und in 30 Minuten zu 90 Prozent geladen werden. Update: Detaillierte Spezifikationen wurden mittlerweile veröffentlicht, siehe Absatz unten.

Künstlich intelligentes Interface

Nicht nur beim Design des Honor Magic will Huawei Maßstäbe setzen, auch beim Benutzer-Interface hat Huawei eigenen Aussagen zufolge viel Zeit in ein intelligenteres Design gesetzt, welches Huawei "Magic Live" nennt. Das GUI soll sich durch einige intelligent wirkende Features von anderen Smartphone-Oberflächen unterscheiden und dem Namen des Geräts gerecht werden. Beispielsweise kann Magic Live seinen Besitzer und dessen Handlungen erkennen und dadurch intelligenter darauf reagieren. Eine eingehende Email wird fremden Benutzern beispielsweise nicht im Detail angezeigt, dem Besitzer schon. Wenn das Smartphone in der Hand gehalten wird, läutet es nicht, sondern vibriert nur. Die Taschenlampen-Funktion bietet sich im Dunkeln automatisch an. Andere Funktionen erinnern an bereits bekannte Assistenzfunktionen von Facebook- oder Google-Bots. So kann Magic Live in einem Chat "mitlesen" und Vorschläge sowie Hilfe anbieten beispielsweise beim Shopping, der Freizeitgestaltung oder beim Reisen. Um etwaige Vorwürfen bezüglich Datenschutzverletzungen schon im Vorfeld auszuräumen, behauptete Huawei, dass alle Daten lokal am Gerät verarbeitet und verschlüsselt gespeichert würden.

Verfügbarkeit

Schon heute Abend soll das Huawei Magic auf den üblichen chinesischen Plattformen wie JD, Vmall, Lynx und Suning für umgerechnet 510 Euro zu haben sein. Spätestens dann dürften auch einige der oben noch nicht erwähnten technischen Daten veröffentlicht werden. Ob das Honor Magic jemals außerhalb China's offiziell verkauft wird, ist derzeit nicht bekannt. Aufgrund der künstlichen Assistenzfunktionen dürfte ein Einsatz in einer anderen Sprache wohl schwieriger werden, als bei einem regulären Android-Smartphone. Wir halten euch aber am Laufenden, sobald sich Huawei zu weiteren Plänen in Bezug auf das Honor Magic äußert.

Update: Spezifikationen

  • Display: 5,09 Zoll AMOLED Display, QHD Auflösung
  • Prozessor: Kirin 950-SOC
  • Speicher: 4 GB RAM, 64 GB Speicher, nicht erweiterbar
  • Rückwärtige Dual-Kamera: 12 MP, F/2.2, nicht 4K-fähig
  • Vordere Kamera: 8 MP, F/2.4
  • Funk: Dual-Band-WLAN: 802.11ac, Bluetooth 4.2
  • LTE-Bänder: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 28, 38, 39, 40, 41
  • Akku: 2.900 mAh
  • Ports: USB-C, Kopfhöreranschluss
  • Maße: 146,1 x 69,9 x 7,8 mm
  • Android 6.0, Magic Live

 

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Autor: Alexander Fagot, 16.12.2016 (Update: 16.12.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.