Insider hält PlayStation-PC-Launcher nach Änderung der Strategie bei PS5-Exklusivtiteln für unwahrscheinlich

Zuletzt machten erneut Gerüchte die Runde, Sony könne einen eigenen PlayStation-PC-Launcher veröffentlichen. Zwar stützen Stellenanzeigen und Datamining-Funde diese Spekulationen, doch Bloomberg-Reporter Jason Schreier zeichnet ein anderes Bild. Im Forum ResetEra bekräftigte er, dass das Unternehmen von seinen Plänen abgerückt sei, viele PS5-Exklusivtitel über Steam auf den PC zu bringen.
Wie sich Sonys PC-Strategie verändert
Wahrscheinlich wird Sony auch künftig Live-Service-Spiele wie Helldivers 2 für den PC veröffentlichen. Singleplayer-Exklusivtitel für die PS5 wie Marvel’s Wolverine und Saros könnten dagegen deutlich stärker auf der Kippe stehen. Schreier hatte bereits zuvor erklärt, dass sinkende Gewinne durch Steam-Ports zu einem Umdenken bei PlayStations plattformübergreifender Strategie beigetragen haben könnten.
Selbst mit Multiplayer-Titeln als möglicher Option ergibt ein eigener PlayStation-PC-Launcher für Sony inzwischen wohl weniger Sinn. Solange das Unternehmen seine Strategie jedoch nicht klarer kommuniziert, dürften viele Spieler skeptisch bleiben. Mit seinem jüngsten Beitrag im Forum versuchte der als verlässlich geltende Insider offenbar genau diese Zweifel auszuräumen:

"Irgendwann wird Sony das bestätigen – sei es in einem Gespräch mit Investoren oder vielleicht auch dann, wenn Housemarque mit der Pressearbeit zu Saros beginnt und jemand fragt, ob es Pläne für eine PC-Version gibt, und sie einfach sagen: nein."
Der Gaming-Konzern könnte kommende PlayStation-Exklusivtitel auch einfach veröffentlichen, ohne mögliche PC-Versionen überhaupt zu erwähnen. Dennoch rechnet Schreier damit, dass Sony künftig deutlicher signalisieren wird, mehr PS5-Spiele an die eigene Konsole zu binden. Zudem zeigen Fälle wie Insomniac Games und Spider-Man, dass solche Entscheidungen mitunter auch über die Entwickler selbst nach außen dringen.
Hürden für einen PlayStation-Store auf dem PC
Ein möglicher PlayStation-PC-Launcher dürfte es schwer haben, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Steam dominiert den Markt für digitale PC-Spiele weiterhin klar und soll auf einen Marktanteil von rund 75 Prozent kommen. Mit eigener Software könnte Sony zwar einen Teil der Einnahmen einbehalten, die sonst an Valve fließen würden. Dafür müsste das Unternehmen jedoch genügend Käufer auf die eigene Plattform locken. Einer Verkaufsanalyse zufolge taten sich vor allem storylastige Spiele mit plattformübergreifendem Release schwer damit, an den Erfolg von Helldivers 2 heranzureichen.
Ein weiterer möglicher Faktor ist die bevorstehende Markteinführung der Steam Machine. Wenn das System erscheint, dürfte Valves riesige Spielebibliothek direkt ins Wohnzimmer kommen. Gleichzeitig befindet sich auch die PS6 bereits in Entwicklung und richtet sich an dieselbe Zielgruppe. Exklusive Spiele für PS5 und PS6 könnten für Sony ein Mittel sein, das Interesse an der eigenen Hardware langfristig hochzuhalten.








