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ⓘ Abhinav Fating

Insta360 X6 im Test: Eine nahezu perfekte 360°-Kamera zu einem wilden Preis

Die Insta360 X6 ist ein gelungenes Upgrade gegenüber der X5. Die neueste Generation der Actionkamera bietet nun zwei speziell angepasste Sony-Sensoren, ein neues kompaktes Design, internen Speicher und einige fortschrittliche Kamerafunktionen. Reichen diese Funktionen aus, um sie zur besten 360°-Actionkamera zu machen? Finden wir es heraus.
Abhinav Fating (übersetzt von Falk Hinrichs) Veröffentlicht am 🇺🇸 🇳🇱 ...
Camera Gadget

Fazit: Eine 360°-Kamera, die es mit DJI und GoPro aufnimmt

Insgesamt ist die Insta360 X6 die beste 360°-Kamera, die das Unternehmen je gebaut hat. Ohne Zweifel ist die X6 ein rundum gelungenes Upgrade gegenüber der X5: mit einem neu gestalteten kompakten Gehäuse, zwei quadratischen 1/1,1-Zoll-Sensoren, einem größeren und helleren OLED-Display, besserer Leistung bei wenig Licht, beeindruckender Akkulaufzeit, guter Mikrofonqualität und Windgeräuschreduzierung, sinnvollen KI-Funktionen, verbesserter Wasserdichtigkeit, 10-Bit-Farben, Dolby Vision und 47 GB internem Speicher.

Die Videoqualität ist ausgezeichnet, die Stabilisierung wirklich gut, und das kompakte Design ist sowohl praktisch als auch komfortabel. Besonders beeindruckend ist die Leistung bei wenig Licht, während die Akkulaufzeit für die meisten Nutzer mehr als ausreicht. 

Allerdings ist die Kamera keineswegs frei von Schwächen. Ich vermisse weiterhin den physischen Auslöser, und die Begleit-App wirkt bei der manuellen Bearbeitung unnötig verwirrend. Hinzu kommt ein hoher Preis, über den man nur schwer hinwegsehen kann.

Lohnt sich ein Umstieg von der X5? Ich würde sagen: nein, insbesondere bei knappem Budget; die X5 ist nach wie vor eine leistungsfähige Kamera. Wer allerdings eine X3 oder X4 nutzt, erhält mit der X6 ein gelungenes Upgrade.

Pro

+ Neues kompaktes Format, unterwegs leicht zu handhaben
+ Größere quadratische 1/1,1-Zoll-Sensoren
+ Ausgezeichnete Bildqualität
+ Verbesserte Videoqualität bei wenig Licht
+ Gute Akkulaufzeit
+ Dolby Vision, I-Log-Farben und native Unterstützung für DaVinci Resolve
+ Interner Speicher
+ Helles OLED-Display

Contra

- App bei der manuellen Bearbeitung ziemlich verwirrend
- Älteres Zubehör ist mit dem neuen Gehäuse nicht mehr kompatibel (z. B. der Akku)
- Gelegentliche Probleme mit Stitching-Nähten
- Begrenzter interner Speicher
- Teuer

Preis und Verfügbarkeit

Die Insta360 X6 kostet im Standardpaket 699 US-Dollar/619 £. Dieses enthält die Kamera, eine Schutztasche, einen Akku, ein USB-C-Kabel und ein Reinigungstuch. Das Essential-Paket kostet 799 US-Dollar/709 £ und bietet zusätzlich zum Inhalt des Standardpakets eine Objektivkappe aus Gummi, ein Schnellladecase, einen 114 cm langen unsichtbaren Selfie-Stick und einen zusätzlichen Xtreme-Akku. Käufer können die Actionkamera direkt über die offizielle Website von Insta360 und bei Amazon erwerben. 

Die X6 ist 150 US-Dollar teurer als die X5, die zum Marktstart 549 US-Dollar kostete. Zur Einordnung: Die X6 ist derzeit die teuerste Actionkamera auf dem Markt. Sie kostet sogar mehr als ihre engsten Konkurrenten, die DJI Osmo 360 II und die GoPro Max 2, deren Preise bei 549,99 beziehungsweise 499,99 US-Dollar liegen. Angesichts des extrem hohen Preises der X6 ist auch die Insta360 X5 der vorherigen Generation keine schlechte Wahl, insbesondere bei knappem Budget.

Technische Daten der Insta360 X6
Sensoren Zwei quadratische Sensoren im 1/1,1-Zoll-Format
Sensorauflösung 120 MP
Sensortyp CMOS
Video 8K/50 fps (360°), 5K/60 fps, 4K/100 fps (Einzelobjektiv)
InstaFrame-Ausgabe 4K/30 fps
Display 2,32-Zoll-OLED-Display
Akku 2.600 mAh, austauschbar
Akkulaufzeit 140 Minuten
Speicher 47 GB interner Speicher, erweiterbar auf bis zu 1 TB
Stabilisierung Ja (digital)
Farbverarbeitung Dolby Vision, 10-Bit-I-Log
Konnektivität WLAN, Bluetooth, USB-C
Abmessungen 3,9 x 2 x 1,6 Zoll (99 x 50,8 x 60,6 mm)
Gewicht 6,9 oz (196 Gramm)
Wasserdichtigkeit 20 m (65,6 ft) ohne Gehäuse
Farbe Mitternachtsschwarz und Arktisweiß
Preis 699,99 US-Dollar/619 £

Die Insta360 X6 ist die neueste 360°-Actionkamera der Marke und löst die X5 ab. Überraschenderweise bringt das Unternehmen bei der X6 deutliche Verbesserungen: von einem neuen großen quadratischen Sensor, einem leistungsfähigeren Prozessor und einem komplett überarbeiteten Design bis hin zu 8K-Aufnahmen mit 50 fps, Dolby Vision und besserer Wasserdichtigkeit. Auf dem Papier wirkt die X6 wirklich wie eine überzeugende 360°-Actionkamera. Doch reicht das, um gegen Modelle wie die DJI Osmo 360 II und die GoPro Max 2 zu bestehen? Und lohnt sich ein Umstieg von der X5? Finden wir es heraus.

Design: Kleiner und besser als zuvor

Mit der X6 hat Insta360 das Design erstmals komplett überarbeitet, was ich für einen wirklich guten Schritt halte. Bislang hatten die Modelle der X-Serie, darunter die X3, X4 und X5, ein hohes, längliches Gehäuse. Die neue X6 ist nun kleiner und etwas breiter als die vorherigen Generationen. Die grundsätzliche Riegelform bleibt allerdings erhalten. Was die Abmessungen betrifft, misst die X6 2 x 3,9 x 1,6 Zoll (50 x 100 x 40 mm) und wiegt rund 196 Gramm (6,9 oz). Zum Vergleich: Die X5 misst 1,8 x 4,9 x 1 Zoll (46 x 124,5 x 26,2 mm) und wiegt 200 Gramm (7,01 oz).

In der Praxis fühlt sich die X6 kompakter an und lässt sich im Vergleich zur X5 recht einfach handhaben. Die Verarbeitung der X6 ist robust und hochwertig. Sobald man die Kamera in den Händen hält, merkt man, dass sie auf Langlebigkeit ausgelegt ist. Die Sensoren sind jetzt größer und besser als zuvor. Die Actionkamera ist mit zwei größeren 1/1,1-Zoll-Sensoren ausgestattet. Mehr dazu im Abschnitt zur Leistung. Das neue OLED-Display ist eine willkommene Verbesserung. Es reagiert schneller und ist heller als das LED-Display der X5. Auch beim Testen der Kamera im Sonnenlicht hatte ich nie Probleme, das Display abzulesen.

Außerdem hat Insta360 zwei physische Tasten des Vorgängermodells durch druckempfindliche Bildschirmtasten ersetzt. Auf dem Papier klingt das nach einer guten Verbesserung, aber ich bin mir da nicht sicher; vielleicht ist es für Motorradfahrer, Bergsteiger oder Skifahrer praktisch. Ich fand beide sogar noch frustrierender als die alten physischen Tasten. Der offensichtliche Grund ist, dass man fest auf die Bedienelemente auf dem Bildschirm drücken muss, damit sie reagieren. Hinsichtlich der Bedienung hatte ich das Gefühl, dass die physischen Tasten der X5 schneller reagierten als die druckempfindlichen Bildschirmtasten der X6.

Die austauschbaren Objektive sind großartig: Sie machen Objektivschutzabdeckungen überflüssig, ohne Sicherheit und Bildqualität zu beeinträchtigen. Die neu gestalteten Objektive von Insta360 sollen fünfmal kratzfester sein als die der vorherigen Generation. Außerdem ist der Austausch jetzt günstiger, falls sie doch beschädigt werden.

Die X6 ist ohne zusätzliches Gehäuse bis 20 m/60 ft wasserdicht und mit dem offiziellen Tauchgehäuse von Insta360 bis 60 m/196 ft. Zur Einordnung: Die Wasserdichtigkeit der X5 ist auf 15 m/49 ft begrenzt, und einige Konkurrenten wie die Osmo 360 und die GoPro Max2 erreichen nur 10 m/33 ft beziehungsweise 5 m/16 ft. Zumindest für Unterwasseraufnahmen ist das eine deutliche Verbesserung. Endlich hat Insta360 auch internen Speicher integriert – das Upgrade, auf das ich seit drei Generationen gewartet habe. Zwar sind 47 GB weniger als die Hälfte der 105 GB Speicher der Osmo 360, doch ist das besonders praktisch, wenn man versehentlich seine Speicherkarte zu Hause lässt.

Auch wenn 47 GB weniger als die Hälfte der 105 GB Speicher der Osmo 360 sind, ist das dennoch unglaublich praktisch, wenn man versehentlich seine Speicherkarte zu Hause lässt.

Leistung

Die Insta360 X6 wird von einem neuen Dreifach-KI-Chip auf Basis der 4-nm-Technologie angetrieben

Insta360 bewirbt die X6 als drei Kameras in einer: eine Gimbal-Kamera mit Motivverfolgung, eine 360°-Kamera und eine Actionkamera mit einem einzelnen Objektiv. Während meines Tests habe ich allerdings meistens den 360°-Modus genutzt. Die beiden neuen, speziell angepassten quadratischen 1/1,1-Zoll-Sensoren von Sony bieten nun 33 % mehr Sensorfläche als die 1/1,28-Zoll-Sensoren der X5 und können pro Einzelbild etwa viermal so viel Licht aufnehmen. Die X6 wird von einem neuen, auf 4-nm-Technologie basierenden Dreifach-KI-Chip angetrieben: einem Flaggschiff-Prozessor mit acht Kernen und 3,3 GHz, kombiniert mit zwei dedizierten Bildverarbeitungschips. Zudem wurde die maximale Bildrate der Actionkamera von 30 fps bei der X5 auf 50 fps erhöht. Konkret lassen sich Videos nun mit maximal 8K und 50 fps aufnehmen, womit sie zur Osmo 360 aufschließt. Außerdem steigt die Fotoauflösung auf 120 MP bei 360°-Aufnahmen und 42 MP bei herkömmlichen Aufnahmen.

Videos der X6 sehen fantastisch aus. Zwar ist es ziemlich schwierig, bei Aufnahmen am helllichten Tag einen Unterschied zwischen X5 und X6 zu erkennen, doch ich würde eher von subtilen Verbesserungen als von einem gewaltigen Sprung sprechen. Während ich Mumbai erkundete, habe ich im Standardmodus (Rec.709) 360°- und Einzelobjektivaufnahmen mit 8K bei 30/50 fps sowie 4K bei 60 fps gemacht; die Ergebnisse waren einfach großartig. Videos der X6 sind flüssig, lebendig, detailreich, scharf und rauschfrei, mit ansprechendem Kontrast. Mir fiel auf, dass die Farben der X6 kräftiger und ansprechender wirken als die der X5. Dank des AdaptiveTone-2.0-Systems kommt sie zudem mit kontrastreichen Szenen besser zurecht als die X5.

Der eigentliche Unterschied wird in der Dämmerung und bei Nacht sichtbar. Hier spielen die größeren Sensoren der X6 ihre Stärken aus. Wie in den Aufnahmen unten zu sehen ist, sehen Videos der X6 bei wenig Licht fantastisch aus. Die Kamera wechselt automatisch in den Purevideo-Modus, sobald sie schwaches Licht erkennt, was beeindruckend ist. Mir fiel auf, dass die Aufnahmen bei wenig Licht detailreich, sauber und scharf wirken und nur sehr wenig sichtbares Rauschen aufweisen. Besonders bei der Aufnahme von Schatten, Straßenlaternen und beleuchteten Schildern leistete die X6 hervorragende Arbeit. Allerdings gibt es einen Schärfeverlust, der vor allem in den Ecken auffällt. Das ist jedoch kein großes Problem.

Das FlowState-Stabilisierungssystem der X6 hat mich ziemlich beeindruckt. Für bessere Ergebnisse würde ich empfehlen, den Modus „Jitter Blue Reduction“ zu aktivieren, der die Klarheit und Stabilisierung bei wenig Licht und Bewegung weiter verbessert. Die neue 10-Bit-I-Log-Aufzeichnung ist ein wichtiges Upgrade und bietet anspruchsvollen Videobearbeitern mehr Flexibilität beim Color-Grading. I-Log erfasst einen Dynamikumfang von bis zu 13 Blendenstufen und eröffnet damit zusätzliche Möglichkeiten in der Nachbearbeitung. Die kleine Actionkamera bietet auch Dolby Vision, das meiner Erfahrung nach bei Nacht recht gut funktioniert. Ich habe damit einige Videos aufgenommen, und sie sahen ansprechend aus.

Auch beim Ton ist die Insta360 X6 jetzt besser als zuvor. Sie bietet einen Modus zur automatischen Windgeräuschreduzierung, der Windgeräusche erkennt und die Geräuschreduzierung automatisch anpasst. Für bessere Audioergebnisse stehen außerdem die Modi „Intelligent Audio“ und „Engine Sound Enhancement“ zur Verfügung. Was die Audioleistung betrifft, leisten die eingebauten Mikrofone gute Arbeit und zeichnen klaren Ton auf. Für eine herausragende Audioqualität würde ich allerdings das Funkmikrofon Mic Pro von Insta360 empfehlen.

360°-Aufnahme (mit neu gewähltem Bildausschnitt)
Einzelobjektivaufnahme

Der neue InstaFrame-2.0-Modus von Insta360 ist ziemlich gelungen und überzeugend und übernimmt die Aufgabe einer Gimbal-Kamera. Im Grunde handelt es sich um einen Einzelobjektivmodus mit Motivverfolgung, der aber zugleich 360°-Aufnahmen speichert, deren Bildausschnitt sich später neu festlegen lässt. Ich finde das hilfreich, wenn ich allein filme. Leider sind Stitching-Nähte weiterhin ein Problem, insbesondere wenn sich das Motiv nahe dem Überlappungsbereich der Objektive befindet. Dasselbe Problem hatte ich auch mit der X5. Auch wenn es nur gelegentlich auftritt, muss Insta360 hier noch nachbessern.

Akkulaufzeit

Die X6 hat einen Akku mit 2.600 mAh und bietet damit mehr Kapazität als die X5 mit 2.400 mAh. Leider bringt das neu gestaltete Gehäuse auch ein neues Akkudesign mit sich, sodass die Akkus von X5 und X6 nicht untereinander austauschbar sind. Dasselbe gilt für einige Zubehörteile wie das Tauchgehäuse, das Schnellladecase, den Objektivschutz, die Transporttasche und weitere Produkte.

Der Xtreme-Akku soll bei deaktiviertem Active HDR 140 Minuten kontinuierliche Videoaufzeichnung mit 8K/30 fps ermöglichen. Das entspricht einer Verbesserung der Akkulaufzeit um 50 % gegenüber der X5. In meinem Test erreichte die Actionkamera beim Filmen im herkömmlichen und im 360°-Modus mit 8K und 30 fps eine Aufnahmezeit von 123 Minuten. Das sind 38 Minuten mehr als bei der X5 (85 Minuten). Bei der Akkulaufzeit hat Insta360 wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Erwähnenswert ist, dass die 360°-Kamera bei längeren Aufnahmen etwas warm wird, ich aber keine nennenswerten Hitzeprobleme festgestellt habe. Sie unterstützt USB-C-PD-Schnellladen mit 30 W. In meinem Test dauerte es über 40 Minuten, die Kamera vollständig aufzuladen; die 80-%-Marke war dagegen schon nach 26 Minuten erreicht.

Software

AI Director ist die neue Softwarefunktion der X6 und ähnelt GoPros Auto Highlight ziemlich stark. Im Grunde schneidet sie die Aufnahmen automatisch zu einem einfachen Video zusammen, das sich direkt teilen lässt – inklusive Musik, Titeln und Übergängen. Das Beste daran ist, dass all das geschieht, während die Kamera lädt. Ich mag diese Funktion wirklich, weil sie viel Zeit spart, wenn man einfach schnell ein Video zum Teilen erstellen möchte.

Anders als GoPro, das vergleichbare Funktionen an ein Abonnement bindet, verarbeitet Insta360 alles direkt auf der Kamera. Die Bearbeitungs-App von Insta360 bietet zahlreiche Funktionen, Vorlagen und Werkzeuge, erfordert aber etwas Einarbeitung, um das volle Potenzial der X6 wirklich auszuschöpfen.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Abhinav Fating, 14.10.2026 (Update: 14.10.2026)