Notebookcheck Logo

Keychron stellt Open-Source-Maus-Firmware für kommende Gaming-Maus mit Magnetschaltern als Logitech-Konkurrent vor

Die Keychron G6 HE wird zum Marktstart mit der Open-Source-Firmware ZGM ausgestattet sein.
ⓘ Keychron
Die Keychron G6 HE wird zum Marktstart mit der Open-Source-Firmware ZGM ausgestattet sein.
Keychron hat die G6 HE bereits als neue kabellose Gaming-Maus mit hybriden optisch-magnetischen Mausschaltern vorgestellt. Nun hat der Hersteller zusätzlich eine vollständig quelloffene Firmware für Gaming-Mäuse angekündigt.

Keychron ist bislang vor allem für seine mechanischen Tastaturen und Hall-Effekt-Tastaturen bekannt, hat in letzter Zeit aber auch mehrere leistungsstarke Gaming-Mäuse vorgestellt – darunter die M7 8K (derzeit für 80 Euro, bei Amazon erhältlich) sowie die M6 8K, die wir kürzlich getestet haben.

Nach der zuletzt angekündigten Open-Source-Hardware-Initiative hat Keychron nun ein neues Open-Source-Projekt für Maus-Firmware vorgestellt, das nach Angaben des Unternehmens deutlich stärker auf die Community ausgerichtet sein soll. Die neue Firmware trägt den Namen ZGM und basiert auf Zephyr RTOS, derselben Grundlage wie ZMK, einer in der Enthusiasten-Community für Tastaturen weit verbreiteten Open-Source-Firmware. ZGM dürfte daher ähnliche Vorteile bei Effizienz und Energieverbrauch bieten.

Die kommende G6 HE soll als erste Gaming-Maus mit der neuen Firmware ausgestattet werden. Mit diesem Modell möchte Keychron Logitech Konkurrenz machen und setzt dafür auf eigene MagOpt-Schalter, die gegen die induktive und haptische Technologie der Logitech G Pro X2 Superstrike antreten sollen.

Highlights der Keychron ZGM-Firmware.

Das Ziel ist es, eine offene Plattform zu schaffen, auf der Entwickler und Hardware-Teams
offen experimentieren, Verbesserungen austauschen und Gaming-Maus-
auf einer wartbaren Grundlage statt in einer „Black Box“ entwickeln können.

Projektziele

  • Eingabeverarbeitung mit geringer Latenz
  • Anpassbares Verhalten von Tasten, Sensor, Scrollrad und Beleuchtung
  • Modulare Treiberarchitektur für verschiedene Hardware-Varianten
  • Eine wartbare, auf Zephyr basierende Firmware-Grundlage
  • Ein offener Arbeitsablauf für Experimente, Tests und Beiträge der Community
  • Ein Weg hin zu wiederverwendbaren Bausteinen für zukünftige Gaming-Maus-Produkte
Ankündigung zur Keychron ZGM-Firmware auf X.

Keychron hat außerdem eine eigene Website für ZGM veröffentlicht. Dort erklärt das Unternehmen, dass die neue Open-Source-Firmware sowohl über kabelgebundene als auch kabellose Verbindungen eine hohe Leistung bei gleichzeitig geringer Latenz bieten soll.

ZGM wird auf GitHub unter der GPL-3.0-Lizenz entwickelt und veröffentlicht. Dadurch darf die Software verändert, neu zusammengestellt und weiterverbreitet werden – auch für kommerzielle Zwecke. Eines der wichtigsten Ziele des Projekts ist ein modularer Aufbau, der eine breite Unterstützung verschiedener Hardwarekomponenten wie Sensoren und Mikrocontroller ermöglicht. Die modulare Architektur soll sowohl Keychron als auch anderen Herstellern erlauben, unterschiedliche Varianten derselben Platine mit verschiedenen internen Komponenten zu unterstützen, um verschiedene Eigenschaften bei Haptik und Leistung zu realisieren.

Darüber hinaus könnte das modulare Design den Weg für individuell entwickelte Community-Hardware und austauschbare interne Komponenten ebnen. Die Firmware befindet sich derzeit noch in einer frühen Entwicklungsphase. Keychron plant, ZGM im ersten Quartal 2027 offiziell zu veröffentlichen.

Quelle(n)

Google LogoAls bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Mail Logo

Keine Kommentare zum Artikel

Fragen, Anregungen, zusätzliche Informationen zu diesem Artikel? - Uns interessiert Deine Meinung (auch ohne Anmeldung möglich)!
Keine Kommentare zum Artikel / Antworten

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > Keychron stellt Open-Source-Maus-Firmware für kommende Gaming-Maus mit Magnetschaltern als Logitech-Konkurrent vor
Autor: Julian van der Merwe, 29.07.2026 (Update: 29.07.2026)