Kunden verärgert: Amazon macht Bestellungen ohne Prime teurer

Wer sich bei Amazon die Versandkosten sparen möchte, muss bekanntermaßen ein aktives Prime-Abo haben oder auf einen Warenkorbwert von mindestens 39 Euro kommen – zumindest war das bis vor Kurzem so. Nun nennt Amazons Hilfeseite für Versandkosten einen aktualisierten Grenzwert von 49 Euro.
Gegenüber Golem teilt Amazon mit, die Anpassungen des Mindestbestellwerts wären eine Reaktion auf gestiegene Lieferkosten und würden dauerhaft gelten. Kleinere Bestellungen auf Amazon sind damit ab sofort etwas weniger attraktiv. Wer nicht mindestens für 49 Euro bestellt, muss zusätzlich 2,99 Euro Versandkosten berappen (1,99 Euro bei Lieferung an eine Packstation) – oder ein Amazon Prime-Abo für 8,99 Euro pro Monat abschließen. Unter Kunden scheint das aber nicht das größte Ärgernis zu sein.
Amazons Preisanpassungen sind auch Gegenstand einer Reddit-Diskussion. Mehr als über den Anstieg ärgert sich die Kundschaft darüber, dass sie nicht direkt von Amazon darüber informiert wurde. Wer die bisherigen Mindestbestellkosten gewohnt ist und beim Bestellen nicht genau hinsieht, bezahlt eventuell Versandkosten, ohne es zu merken.
Laut einigen Redditoren hätte Amazon bereits im August 2025 mit unterschiedlichen Schwellwerten experimentiert – angeblich teilweise bis zu 59 Euro. Für viele sieht das aus, als würde man systematisch die Schmerzgrenze seiner Nutzer austesten. Zudem erweckt es teils den Anschein, als wolle Amazon die Attraktivität von Bestellungen ohne Prime-Abonnement gezielt schmälern. Ob sich der Mindestbestellwert in naher Zukunft wieder ändert, ist unklar. In jedem Fall ist es ratsam, beim Bestellen auf Amazon darauf zu achten.








