Amazon übernimmt Robotik-Start-up Rivr: Hunde-Roboter ersetzen bald den Paketboten vor der Haustüre

Die Haustür war bisher fest in menschlicher Hand. Das ändert sich jetzt. Amazon bestätigt die Übernahme von Rivr. Das Zürcher Start-up entwickelt den Laufroboter für die Straße. Früher agierte die Firma unter dem Namen Swiss-Mile. Die Maschinen bewältigen Treppen, Bordsteine und enge Eingänge. Das aktuelle Modell Rivr Two fasst 55 Liter Ladevolumen. Der Roboter fährt vor, setzt sich ab und entlädt das Paket nach unten. Eine Ladeklappe öffnet sich dabei nicht.
Amazon informiert seine Subunternehmer bereits. Ein internes Schreiben skizziert die Zukunft. Die Maschinen sollen die Fahrer auf den letzten Metern entlasten. Das Unternehmen testet den Einsatz im realen Umfeld. Der Konzern treibt die Automatisierung in der Logistik gnadenlos voran. Der Kauf von Kiva Systems im Jahr 2012 für 775 Mio. US-Dollar war der Startschuss. Heute wuseln über 1 Million Roboter durch die globalen Lagerhallen. Die Übernahme von Rivr verlagert diesen Prozess nun direkt auf den Bürgersteig.
Jeff Bezos denkt parallel in ganz anderen Dimensionen. Der Amazon-Gründer sammelt laut dem Wall Street Journal aktuell Kapital für einen neuen Fonds. Die Zielmarke liegt bei gewaltigen 100 Milliarden Dollar. Bezos agiert dabei als Co-CEO des sogenannten Project Prometheus. Das Konzept ist radikal. Der Fonds kauft traditionelle Fertigungsunternehmen auf. Anschließend beschleunigt Künstliche Intelligenz die komplette Automatisierung dieser Fabriken.
Die Roadshow für das Mega-Projekt läuft. Bezos reiste kürzlich in den Nahen Osten. Dort verhandelte er mit Vertretern staatlicher Staatsfonds. Wenig später folgten Gespräche in Singapur. Amazon und Bezos Expeditions kennen das Robotik-Start-up bestens. Beide steckten bereits ein massives Investment in frühere Finanzierungsrunden, unter anderem in eine Seed-Runde über 22 Mio. Dollar. Der Ring schließt sich. Robotik verschmilzt zu einer vollautomatisierten Lieferkette vom Werkstor bis zur Fußmatte.








