Roboter dreht frei - Drei Angestellte eines Restaurants bändigen wilden Agibot X2

Tanzende Roboter werden immer mehr zu einer Showeinlage. Bei einer Vorführung im kalifornischen Cupertino geriet ein tanzender Roboter wohl etwas zu stark in Schwung. Das Gerät räumte Gegenstände von umstehenden Tischen ab und wurde schließlich vom Personal festgehalten. Gleich drei Angestellte einer Restaurantkette kämpften mit dem Roboter, bei dem es sich augenscheinlich um einen Agibot X2 handelt. Ein solcher Vorfall wirft unweigerlich die Frage auf, warum die Maschine nicht über einen direkt zugänglichen Kill-Switch deaktiviert wurde. Die Antwort darauf ist leider deutlich komplexer als die Frage:
Einen direkten Notabschalter hat der Agibot X2 nicht. An dem Roboter gibt es eine Taste, die man mehrere Sekunden drücken muss, um den Tänzer zu deaktivieren. Der obligatorische Stoppschalter befindet sich stattdessen ausschließlich auf der mitgelieferten Fernbedienung des X2. Die Bedienungsanleitung liefert jedoch auch einige Erklärungen für das Fehlverhalten des Robos. So wirkt der Vorfall in Cupertino primär wie ein klassischer menschlicher Bedienfehler. Die Anleitung des Herstellers weist eindeutig auf die strikte Einhaltung von Sicherheitsabständen hin, welche hier durch die Platzierung nahe der Tische offensichtlich unterschritten wurden. Dass die Angestellten den Roboter im Eifer des Gefechts manuell festhielten, verschärft die Situation weiter, da die offizielle Dokumentation von solchen physischen Eingriffen klar abrät.
Bei dem Roboter, der laut Preisvergleich aktuell rund 36.000 Euro kostet, wären bessere Sicherheitsmaßnahmen wünschenswert. Ein Kampf mit drei Menschen sollte von der Firmware erkannt werden. Das Viedeo, welches ABC-News auf X (vormals Twitter) geteilt hat, macht den Kampf der Mitarbeiter mit dem Gerät deutlich.






