Den Test zum neuen LG Gram 17 mit Lunar-Lake-Prozessor haben wir gerade veröffentlicht. Da passt es gut ein Blick auf ein anders Gram zu werfen, das bei uns seit Anfang 2023 im täglichen Einsatz ist. Das LG Gram 17Z90Q-E.AD78G. Dieses Modell hat noch einen Intel-Prozessor der 12. Generation und eine RTX 2050. Es wird also Zeit für ein Langzeitfazit, gerade im Hinblick auf das neue Modell.
Rein leistungstechnisch nehmen sich die alte RTX 2050 und die neue Arc 140V im 2025er-Modell erstaunlich wenig. Die 2050 hat in Profi-Apps wie Blender Vorteile, dafür schlägt sich die Arc 140V in vielen Spielen besser. Der 1260P kann im Vergleich zum moderneren Lunar-Lake-Prozessor in den meisten Benchmarks sogar etwas mehr leisten. So ist das fast drei Jahre alte Gram auch Ende 2025 noch immer uneingeschränkt nutzbar.
Abseits der Leistung ist der springende Punkt aber die Mobilität. Ein 17-Zöller, der fast nichts wiegt, ist im mobilen Arbeitsalltag Gold wert. Man hat viel Platz auf dem Schirm, schleppt sich aber keinen Bruch. Die Grenzen des Konzepts zeigen sich allerdings in engen Umgebungen. Wer oft im ICE oder der Flugzeug-Holzklasse sitzt, kriegt das große Gram kaum aufgeklappt. Da ist ein 14-Zöller einfach praktischer.
Größtenteils Positives lässt sich über die Langlebigkeit des Grams berichten. Obwohl das Gehäuse von uns in Tests oft als zu flexibel kritisiert wird, hält es im Alltag einiges aus. Nach zwei Jahren intensiver Nutzung gibt es nur kosmetische Macken: Kratzer und abgeriebene Ecken am Displayrand. Selbst einen üblen Sturz, bei dem ich auf dem Gerät landete, hat das Gram überlebt. Nur das Display war hin. Die Reparatur war aber überraschend einfach und der Ersatzbildschirm mit rund 140 Euro erfreulich günstig. Zu den Schäden am Lack sollte man zudem berichten, dass LG hier eine andere Lackierung verwendet.
Im Alltag überzeugen die Eingabegeräte. Die große Tastatur mit Nummernblock ist super und das Glas-Touchpad reagiert einwandfrei. Auch der Akku hält gut durch. Nach zwei Jahren liegt der Verschleiß bei etwa 20 Prozent (noch 71 von 90 Wh), was immer noch für 10 bis 12 Stunden Laufzeit reicht. Das neue 2025er-Modell ist sparsamer; hier dürften selbst nach zwei Jahren wohl noch 15 bis 18 Stunden drin sein.
Ein paar Änderungen am neuen Modell fallen im Test auf. Dem 2025er Gram fehlt der MicroSD-Kartenleser. Im Redaktionsalltag, wo ständig Fotos übertragen werden, wäre das ein herber Verlust. Die Karte ist oft schneller zur Hand als das USB-Kabel zur Kamera. Wer den Slot nie nutzt, wird ihn nicht vermissen. Dafür setzt das neue Modell auf einen Fingerabdrucksensor statt Gesichtserkennung. Das ist vielleicht sogar ein Vorteil, denn die Gesichtserkennung des 2023er-Modells zickt gerade abends im Dämmerlicht gerne mal herum.













