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LG bestreitet, 216.000.000 Smart TVs zur Überwachung zu missbrauchen

LG Smart TVs sollen Nutzer belauschen, auch dann, wenn die Fernseher ausgeschaltet sind.
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LG Smart TVs sollen Nutzer belauschen, auch dann, wenn die Fernseher ausgeschaltet sind.
Mehr als 216 Millionen Smart TVs von LG sollen Nutzer durch ihre Mikrofone belauschen, und sogar private Daten über das Nutzungsverhalten und über andere Geräte im gleichen WLAN-Netzwerk sammeln und an LG senden. Der Technologiegigant aus Südkorea bestreitet diese Vorwürfe nun.

Eine Reportage hat LG kürzlich vorgeworfen, dass über 216.000.000 Fernseher des Herstellers heimlich Nutzerdaten sammeln, denn die Smart TVs sollen Nutzer selbst im ausgeschalteten Zustand über ihre Mikrofone belauschen, Sprachbefehle im Klartext auf Servern speichern, und sogar Daten über andere Geräte im Heimnetzwerk sammeln und mit LG teilen. Das betrifft sowohl Einsteiger-Modelle als auch hochwertige OLED Smart TVs, wie den LG OLED G5 (ca. 1.689 Euro auf Amazon).

LG hat sich nun gegenüber Tom's Hardware zu diesen Vorwürfen geäußert, und diese wenig überraschend dementiert. Laut LG würden die hauseigenen Smart TVs nur dann Audio aufzeichnen, wenn entweder die Sprachassistent-Taste auf der Fernbedienung gedrückt, oder aber "Hi LG" gesagt wird, nachdem die Fernfeld-Spracherkennung explizit aktiviert wurde. Die Erkennung dieses Kennworts soll lokal erfolgen, sodass die Fernseher nicht rund um die Uhr zuhören und Aufzeichnungen aller Gespräche auf LGs Server übertragen.

Die Fernseher würden zwar nach anderen Geräten im lokalen Netzwerk scannen, das ist laut LG allerdings ein Standard-Verhalten aller modernen Smart TVs, unabhängig vom Hersteller. Die Inhalte, die über angeschlossene HDMI-Geräte abgespielt werden, sollen nur dann analysiert werden, wenn personalisierte Werbung oder Content-Empfehlungen vom Nutzer aktiviert wurden. Zu einigen der Vorwürfe der Reportage von Gamers Nexus, wie der Tatsache, dass Sprachbefehle unverschlüsselt auf den Servern gespeichert werden, hat sich LG nicht geäußert.

Die offiziellen LG Nutzungsbedingungen widersprechen dem Statement darüber hinaus, zumindest zum Teil, denn wer einen LG Smart TV nutzt, muss zustimmen, sämtliche Bewohner und Gäste darüber zu informieren, dass diese abgehört werden können. Während LG behauptet, den Schutz von Nutzerdaten ernst zu nehmen, zeigen Aktionen wie die automatische Installation von Bloatware durch LG-Monitore, dass dies nicht immer der Fall ist. Bis weitreichendere Untersuchungen vorliegen, empfiehlt es sich, LG Smart TVs vom Internet zu trennen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-09 > LG bestreitet, 216.000.000 Smart TVs zur Überwachung zu missbrauchen
Autor: Hannes Brecher,  9.09.2026 (Update:  9.09.2026)