Leak: Deutliche Rückschritte bei Budget-Smartphones – aber über ein altes Feature würden sich viele freuen

Budget-Smartphones wie das Galaxy A56 (derzeit 310 Euro auf Amazon) oder das Google Pixel 9a bieten eine attraktive Option für preisbewusste Nutzer, die bereit sind, im Hinblick auf Performance oder Kameraausstattung Kompromisse einzugehen. Wie ein aktueller Leak nahelegt, müssen Käufer im Mittelklassesegment aufgrund des anhaltenden Speichermangels künftig wahrscheinlich weitere Abstriche machen.
Die Informationen stammen von dem bekannten Leaker Digital Chat Station auf Weibo und wurden auch von Android Authority aufgegriffen. Der Leaker verliert nicht viele Worte. Es werden lediglich einige veraltete Spezifikationen aufgelistet, die bei Smartphones der „3K-Klasse“ wieder zurückkommen sollen. Mit 3K-Klasse dürften Smartphones in einem Preisbereich von 3.000 Yuan gemeint sein, was etwa 400 Euro entspricht. In dieser Klasse finden sich Smartphones wie das Oppo Reno 15, das OnePlus Ace 6T oder das Samsung Galaxy A56. Deren Nachfolger könnten folgende Abstriche machen, um die steigenden Speicherpreise auszugleichen:
- 8 GB RAM + 512 GB Speicher statt anderer Speicherkonfigurationen
- 90-Hz-Display mit Waterdrop-Notch statt anderer Displaylösungen
- SIM + microSD statt anderer Slot-Konfigurationen
- Kunststoffrahmen + Kurzfokus-Fingerabdrucksensor im 3K-Segment statt anderer Hardware-Kombinationen
Wie Android Authority unter Berufung auf Daten von Counterpoint Research berichtet, entfallen bei einem Smartphone mit 8 GB LPDDR5X-RAM und 256 GB UFS-4.0-Speicher gegen Ende des ersten Quartals bereits rund 14 Prozent der Stückkosten auf den Arbeitsspeicher und weitere 11 Prozent auf den internen Speicher. Bis zum zweiten Quartal könnten diese Werte dem Bericht zufolge weiter steigen. Eine Reduzierung der RAM-Kapazität scheint also nicht auszureichen, um die steigenden Speicherpreise abzufangen. Auch Materialwahl und Displayausstattung könnten in Zukunft unter dem Speichermangel leiden.
Community scherzt über technologische Rückschritte, freut sich aber über Rückkehr des microSD-Slots
Nutzer auf Weibo scherzen darüber, dass die Industrie aufgrund des KI-Booms gezwungenermaßen Rückschritte macht und zu längst ausgedienten Feautres wie 90-Hz-Waterdrop-Displays und Plastikrahmen zurückkehrt. Die Rückkehr der microSD-Slots wird jedoch von vielen ausdrücklich begrüßt. Sie würde den Griff zur kleineren Speicherkonfiguration beim Smartphone-Kauf deutlich erleichtern und Nutzer im Hinblick auf den Systemspeicher flexibler machen. Viele würden sich auch über ein Comeback des 3,5-mm-Klinkensteckers freuen, was in diesem Szenario aber wahrscheinlich keine Vorteile für die Hersteller hätte.
Noch bleibt jedoch abzuwarten, ob und wann sich diese Entwicklung tatsächlich in konkreten Geräten zeigt. Bislang stützen sich die Angaben lediglich auf einen Leak, sodass offen ist, ob entsprechende Anpassungen schon mit der nächsten Smartphone-Generation oder erst später sichtbar werden – falls sie überhaupt in dieser Form umgesetzt werden.
Quelle(n)
Digital Chat Station via Weibo









