Wenn man Business-Laptops für eine Unternehmensflotte oder einfach als persönliches Arbeitsgerät in Betracht zieht, fallen mit Sicherheit zwei Markennamen: Lenovo ThinkPad und HP EliteBook. Das sind die beiden Business-Laptop Serien der beiden größten PC-Hersteller, und beide können auf eine lange Tradition zurückblicken. Innerhalb der ThinkPad- und EliteBook-Modellreihen bilden die ThinkPad T-Serie und die HP EliteBook 8-Serie die beiden zentralen Säulen. Wir haben die neuesten 14-Zoll-Versionen beider Serien getestet, was einen direkten Vergleich ermöglicht.
Schwarz oder Silber: ThinkPads haben einen anderen Look als EliteBooks
Äußerlich unterscheiden sich das HP EliteBook 8 G2a 14 und das Lenovo ThinkPad T14 Gen 7 deutlich. Das eine ist ein schwarzer, kantiger Kasten, das andere ein silberner Kasten mit abgerundeten Ecken. Das silberne EliteBook besteht größtenteils aus Aluminium, während das ThinkPad auf schwarzen Kunststoff und einen internen Magnesiumrahmen setzt.
Bei der Gesamtqualität liegen beide weitgehend gleichauf, auch wenn manche die leichter zu reinigende Metalloberfläche des EliteBook bevorzugen dürften. Dafür ist das EliteBook etwas schwerer. Der andere große Unterschied ist der ThinkPad TrackPoint mit seinen dedizierten Tasten, den das EliteBook nicht bietet. Stattdessen verfügt es über ein größeres Glas-Touchpad, während das ThinkPad eine Mylar-Oberfläche aus Kunststoff verwendet. Beide bieten hervorragende Tastaturen, wobei das ThinkPad das bessere Tastaturlayout besitzt, das EliteBook jedoch ein etwas besseres Tippgefühl bietet.
Bei der übrigen Ausstattung bietet das ThinkPad einen USB-A-Anschluss mehr, während das EliteBook einen zusätzlichen USB-C-Anschluss auf der rechten Gehäuseseite hat. USB-C ist nützlicher, da sich darüber auch das Gerät laden lässt. Andererseits verfügt das ThinkPad T14 G7 immer über RJ45-Ethernet, das beim EliteBook 8 G2a 14 nur optional erhältlich ist. Apropos optional: Bei der von uns getesteten Version des EliteBook war der Arbeitsspeicher verlötet, das ThinkPad bietet dagegen immer entweder LPCAMM2- (Intel) oder SO-DIMM-Arbeitsspeicher (AMD). Ein weiterer Pluspunkt für das ThinkPad: die vom Nutzer austauschbare Tastatur.
ThinkPad gegen EliteBook, Intel gegen AMD
Sowohl das ThinkPad als auch das EliteBook lassen sich mit verschiedenen Displayoptionen konfigurieren. Der Hauptunterschied: Das ThinkPad bietet optional ein 2,8K-OLED-Display (2.880 x 1.800), während das EliteBook stattdessen auf ein WUXGA-OLED-Display (1.920 x 1.200) oder ein 2,5K-IPS-Panel (2.560 x 1.600) setzt. Die ThinkPad-Option ist insgesamt besser, aber manche Nutzer dürften aus Sorge vor Einbrennen oder PWM das IPS-Display gegenüber OLED bevorzugen.
Was die Leistung betrifft, haben wir kürzlich das Lenovo ThinkPad T14 Gen 7 mit dem leistungsstärkeren Ultra 7 366H getestet. Bei der CPU-Leistung übertraf das ThinkPad das EliteBook 8 G2a 14 mit dem AMD Ryzen 7 450 insgesamt um rund sechs Prozent. Immerhin verfügt das EliteBook über eine etwas schnellere GPU, allerdings sind beide in dieser Hinsicht nicht besonders gut ausgestattet. Schließlich handelt es sich um Business-Laptops. Bei Akkulaufzeit, Temperaturen und Lüftergeräusch liegen ThinkPad und EliteBook dagegen ziemlich gleichauf, mit einem leichten Vorteil für das ThinkPad bei der Akkulaufzeit - besonders bei einer Konfiguration mit dem optionalen 75-Wh-Akku.
Alles in allem sind ThinkPad und EliteBook in vielen Bereichen ebenbürtig, wobei die entscheidenden Punkte hauptsächlich von persönlichen Vorlieben abhängen. Müssten wir uns entscheiden, würden wir dem ThinkPad vielleicht knapp den Vorzug geben, da es stets aufrüstbaren Arbeitsspeicher bietet, der beim EliteBook nur optional erhältlich ist.










