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Lenovos Googlebook 15 ist das bisher schwächste Googlebook

Lenovo Googlebook 15
Lenovo Googlebook 15
Lenovo ist aktuell der einzige Hersteller, der ein 15 Zoll großes Googlebook anbietet, setzt dabei aber auf ein relativ billig wirkendes Gehäuse. Der OLED-Bildschirm bietet grundsätzlich eine gute Bildqualität, aber auch hier gibt es Probleme mit der Farbverwaltung.

Wir haben das neue Lenovo Googlebook 15 getestet, das mit einem 15 Zoll großen OLED-Bildschirm ausgestattet ist. Damit bietet Lenovo aktuell das größte Googlebook auf dem Markt an. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Asus oder HP verzichtet Lenovo hier allerdings auf ein hochwertiges Gehäuse. Zwar kommt laut Datenblatt teilweise Metall zum Einsatz, doch die Haptik der glatten Oberflächen entspricht einem günstigen Kunststoffgehäuse. Auch die Tastatur bietet mit ihrem kurzen Tastenanschlag nur ein mittelmäßiges Tippgefühl wie bei günstigen IdeaPads. Ein echter Schwachpunkt ist zudem die weiße Hintergrundbeleuchtung, die bei den hellen Tasten für einen schlechten Kontrast sorgt.

Lenovo setzt auf einen Intel-Panther-Lake-Prozessor in Kombination mit 16 GB RAM, was für die verfügbaren Android-Apps vollkommen ausreicht. Allerdings fällt im Alltag auf, dass der Lüfter relativ schnell anspringt. Das liegt an dem unnötig hohen kurzzeitigen Power Limit des Prozessors. Die Kühlung arbeitet insgesamt deutlich aktiver als bei anderen Googlebooks, die wir bisher getestet haben. Zudem gibt es aktuell noch Kompatibilitätsprobleme: Manche Apps, die auf Android-Tablets problemlos laufen, funktionieren auf dem Googlebook bisher noch nicht.

Lenovo verbaut einen hochauflösenden OLED-Touchscreen, der vor allem mit guten Helligkeitswerten überzeugen kann. Im SDR-Betrieb konnten wir mehr als 600 Nits messen, im HDR-Modus sind es sogar mehr als 1100 Nits. Die grundsätzliche Bildqualität ist zwar sehr gut, allerdings gibt es wie bei anderen Googlebooks auch hier Probleme mit der Farbverwaltung. Da der Bildschirm lediglich im sRGB-Modus arbeitet, bleibt der eigentliche P3-Farbraum, den das OLED-Panel technisch unterstützt und der auch aktiv von Lenovo beworben wird, ungenutzt.

Die Akkulaufzeit enttäuscht ebenfalls: Im WLAN-Test bei 150 Nits sind kaum mehr als 10 Stunden möglich. Insgesamt wirkt das Gesamtkonzept nicht schlüssig. Für einen stolzen Preis von 1379 Euro enttäuschen die durchschnittliche Hardware und das einfache Gehäuse. Die Konkurrenz bietet bei ihren Googlebooks zumindest weitaus hochwertigere Gehäuse inklusive besseren Tastaturen. Alle weiteren Infos zum neuen Lenovo Googlebook 15 stehen in unserem Testbericht zur Verfügung.

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Autor: Andreas Osthoff,  3.11.2026 (Update:  3.11.2026)