Meta bringt seine KI auf zwei Beine – mit chinesischer Hilfe

Digitale KI ist der Anfang, Robotik wird von vielen als der nächste Schritt angesehen, die Übertragung der digitalen KI auf (humanoide) Roboter. Meta hat laut einem Bericht von The Information mit Hilfe des chinesischen Unternehmens Fourier in nur drei Monaten einen humanoiden Prototypen namens Max entwickelt, an einer zweiten Version wird angeblich bereits gearbeitet.
Der Prototyp nutzt dem Bericht zufolge Hardware vom Robotikunternehmen Fourier und Nvidias Jetson-Thor-Chip. Seine fünfgliedrigen Hände können kleinere Gegenstände greifen. Ein Display im Gesicht kann menschliche Mimik nachahmen. Für die nächste Version sind unter anderem verbesserte Hände und zusätzliche Sensoren vorgesehen.
Strategisch geht es um weit mehr als nur einen weiteren Roboter. Meta untersucht, wie sich seine KI-Systeme aus der digitalen in die physische Welt übertragen lassen. Technikchef Andrew Bosworth soll humanoide Roboter intern als mögliche Verkörperung des KI-Agenten Muse beschrieben haben. Aus einem digitalen Assistenten könnte so langfristig ein System werden, das auch in der Wohnung handelt.
Der Schritt ist weniger einfach als gedacht, denn für einen alltagstauglichen Haushaltshelfer gibt es noch erhebliche technische Hürden. Die Herausforderungen liegen darin Gegenstände zuverlässig zu erkennen, sicher zu greifen, Hindernisse zu umgehen und in wechselnden Umgebungen selbstständig zu handeln – wer einmal selbst auf einer Tech-Messe wie der IFA war weiß, wie aktuelle Prototypen humanoider Roboter aktuell teils noch enttäuschen (und daher wenig präsent sind).
Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Robotik-Unternehmen Fourier kritisch beäugt. Meta muss dadurch wesentliche Hardwarekomponenten nicht selbst entwerfen sondern greift auf vorhandenes Wissen einer Drittfirma zu. Dadurch macht sich Meta aber auch in gewissem Grad abhängig von einem chinesischen Unternehmen in einem auch sicherheitsrelevanten Bereich – eine durchaus heikle Zusammenarbeit, denn möglicher Datenabfluss und Fernzugriff werden insbesondere in den USA als potentielle Gefahr wahrgenommen. Daher hat die FCC vernetzte Roboter aus dem Ausland derzeit gesperrt.





