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Call Of Duty: Modern Warfare 4
ⓘ Infinity Ward

Call of Duty: Modern Warfare 4 im Test - Läuft erst auf integrierter Grafik, bringt dann die RTX 5090 ins Schwitzen

Explosionen, einstürzende Gebäude und eine Stadt im Ausnahmezustand: Call of Duty: Modern Warfare 4 setzt seine Grafik eindrucksvoll in Szene. Doch dafür braucht man nicht zwingend High-End-Gaming-Hardware, auch Besitzer älterer Gaming-PCs und günstiger Laptops können den Shooter spielen - wir testen von integrierter Grafik bis hin zur RTX 5090.
Christian Hintze 👁 Veröffentlicht am 🇺🇸
Gaming Laptop / Notebook Desktop Gamecheck

Technik, Settings & Benchmark

Wir schlendern mit unseren Kameraden durch eine bevölkerte Stadt gehen in einem kleinen Supermarkt einkaufen und fangen gerade an uns zu denken, dass sich das Spiel echt Zeit gibt, als plötzlich die Hölle losbricht: Raketen schlagen erst in der Ferne der Stadt ein, dann kommen die Einschläge immer näher, Gebäude stürzen zusammen, Menschen, Autos und andere Dinge fliegen durch die Gegend, wir werden selbst von den Füßen gerissen und von einer Druckwelle nach hinten geschleudert.

Call of Duty: Modern Warfare 4 gibt sich alle Mühe uns mit einem plötzlichen Paukenschlag voll ins Geschehen zu saugen. Nordkorea greift Südkorea an, wir sollen die Angreifer in einer nun in Trümmern liegenden Stadt aufhalten und Zivilisten beschützen. Moralisch fragwürdige Spielmomente sind auch wieder Teil des Schlauch-Shooters.

Um das anspruchsvolle Stadt-Katastrophenszenario grafisch umzusetzen, bedient sich Entwickler Infinity Ward der zusammen mit Treyarch und Sledgehammer Games co-entwickelten Engine IW 9.0. Durch den erstmaligen Verzicht auf den Support der letzten Konsolengeneration (Xbox One und PlayStation 4) kann Modern Warfare 4 dabei einen grafischen Sprung hinlegen - Umgebungen und Objekte werden zerstört, Splitter, Funken und Trümmerteile fliegen durch die Luft und dazwischen rennen Zivilisten und Soldaten wild durch die Gegend, wir gehen parkourmäßig auf Verfolgungsjagd und schwimmen sogar kurze Abschnitte. Zwar gibt es schönere Videospiele, aber die Engine schafft es eine angegriffene Stadt in Trümmern überzeugend darzustellen, überall passiert etwas und es gibt viele Details zu bestaunen.

Dazu sind die Settings extrem abwechslungsreich: Wir schieben uns durch tanzende Körper in einer Disko, springen über Container in einem Hafen, klettern über langsam vor uns fahrende Züge auf die andere Seite oder rollen uns beim Sprung vom Dach eines Linienbus' auf der Straße ab. Dazu kommt, dass die zwei völlig verschiedenen Settings (Südkorea und den USA) zusätzlich zur Abwechslung beitragen, auch was die Stimmung angeht. Die Videosequenzen in Ingame-Grafik sind ebenfalls beeindruckend, wenn auch teils etwas zu lang geraten.

Die mächtig überarbeitete Engine unterstützt die Upscaler aller großes GPU-Anbieter, darüber hinaus ist ein Standard-Upscaler immer aktiv. Dazu gibt es Frame Generation und Ray Tracing. Überhaupt strotzt das mehrteilige Grafikmenü nur so vor Optionen. Diverse Presets, aber auch jede Menge manueller Anpassungsmöglichkeiten sind mit an Bord, um die Grafik der eigenen Hardware bis ins Detail anpassen zu können. Einige Optionen bieten dabei noch Untermenüs. Lediglich Path Tracing ist nicht vorhanden, aber Grafikkarten werden auch so schon gut ausgelastet.

Toll ist auch, dass man für keine der Optionen neustarten muss, selbst DLSS, Ray Tracing und Co. werden direkt übernommen.

Eine eigene Benchmarksequenz müssen wir nicht festlegen, denn das Spiel verfügt über einen integrierten Benchmark. Der startet allerdings nur, wenn man im Hauptmenü in den Multiplayermodus geht. Man muss also zwingend online dafür sein.

Das Ergebnisfenster beinhaltet über die durchschnittlichen Frames hinaus jede Menge weiter Informationen, von der Hardwareausstattung und den gewählten Grafikoptionen, über minimale fps bis hin zu Input-Latenzen.

Ergebnisse

FHD / 1.920 x 1.080

Full-HD schafft zur Not auch unser Laptop mit Intel UHD Graphics, AMD Radeon 890M oder RTX 4050. In den Minimaleinstellungen sorgt ein Standard-Upscaler für eine halbierte Renderauflösung, was auch Handhelds zugute kommen sollte.

Ab dem Balanced Preset wird dann auch in Full-HD gerendert. Für die Intel-GPU ist hier Schluss, auch XESS hilft nicht mehr. Aber die integrierte 890M kann Full-HD sogar im Extreme Preset darstellen, dann fallen die fps manchmal jedoch unter 30 fps und die Latenz erhöht sich auf über 50 ms.

Die RTX 4050 hat hier aber kaum Probleme. Im Extreme Preset überschreitet zwar die VRAM-Anzeige die Safe Zone unseres VRAM bei der RTX 4050, dennoch läuft der Benchmark mit durchschnittlich 65 fps durch. Die Latenz ist mit 30 ms etwas höher als bei stärkeren Rechnern. Das Spiel kann also recht genügsam sein.

Call of Duty: Modern Warfare 4
    1920 x 1080 Preset Min     1920 x 1080 Preset Balanced     1920 x 1080 Preset Extreme
Intel Graphics 4-Core iGPU (Meteor / Arrow Lake), Ultra 9 275HX
XMG Pro 16 (E25)
41 (24P1) fps ∼19%
18 (11P1) fps ∼11%
12 (7P1) fps ∼9%
AMD Radeon 890M, Ryzen AI 9 HX 370
Razer Blade 16 2025
123 (90P1) fps ∼58%
57 (40P1) fps ∼35%
37 (25P1) fps ∼28%
NVIDIA GeForce RTX 4050 Laptop GPU, i7-13700H
Medion Erazer Scout E20
169 (124P1) fps ∼79%
94 (66P1) fps ∼58%
65 (43P1) fps ∼50%
NVIDIA GeForce RTX 4070 Laptop GPU, i9-13900HX
XMG Pro 15 E23
185 (125P1) fps ∼87%
122 (89P1) fps ∼76%
89 (62P1) fps ∼68%
NVIDIA GeForce RTX 5070 Ti Laptop, Ultra 9 275HX
Schenker XMG Pro 16 (E25)
213 (144P1) fps ∼100%
161 (116P1) fps ∼100%
109 (77P1) fps ∼84%
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ryzen AI 9 HX 370
Razer Blade 16 2025 RTX 5090
153 (103P1) fps ∼72%
143 (92P1) fps ∼89%
130 (88P1) fps ∼100%

QHD / 2.560 x 1.440 (+ Upscaling)

Mit FSR wäre MW4 sogar auf der internen 890M noch knapp spielbar, die durchschnittlichen fps liegen noch über 30 fps. Aber dann gibt es keine Reserve mehr für besonders anspruchsvolle Szenen und die Latenz geht hoch, sodass man daher lieber auf eine dedizierte GPU wie die RTX 4050 setzen sollte , die hier immer noch ein brauchbares Spielerlebnis liefert, vor allem mit DLSS.

Call of Duty: Modern Warfare 4
     QHD Extreme      QHD Extreme DLSS     2560 × 1440 QHD FSR
AMD Radeon 890M, Ryzen AI 9 HX 370
Razer Blade 16 2025
25 (16P1) fps ∼23%
36 (26P1) fps ∼100%
NVIDIA GeForce RTX 4050 Laptop GPU, i7-13700H
Medion Erazer Scout E20
40 (27P1) fps ∼36%
55 (39P1) fps ∼44%
NVIDIA GeForce RTX 4070 Laptop GPU, i9-13900HX
XMG Pro 15 E23
63 (44P1) fps ∼57%
90 (62P1) fps ∼72%
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ryzen AI 9 HX 370
Razer Blade 16 2025 RTX 5090
111 (80P1) fps ∼100%
125 (87P1) fps ∼100%

UHD / 3.840 x 2.160 (+ Upscaling)

Allerspätestens bei 4K ist Schluss für die betagte RTX 4050, erstaunlich, dass sie bis QHD überhaupt noch spielbare Ergebnisse liefert.

Für 4K sollte auch eine RTX 4070 besser schon auf DLSS zurückgreifen. Mit einer RTX 5060 ist man aber gut gerüstet, mit einer RTX 5070 letztlich auf der sicheren Seite.

Wer dann noch Ray Tracing hinzuschalten möchte, muss zwingend High-End-Hardware besitzen, denn selbst die RTX 5090 im Razer Blade 16 ist damit in 4K voll ausgereizt, wenn nicht gar nativ überfordert.

Call of Duty: Modern Warfare 4
    3840 × 2160 4K Extreme     3840 × 2160 4K DLSS
NVIDIA GeForce RTX 4050 Laptop GPU, i7-13700H
Medion Erazer Scout E20
23 (16P1) fps ∼32%
33 (23P1) fps ∼39%
NVIDIA GeForce RTX 4070 Laptop GPU, i9-13900HX
XMG Pro 15 E23
39 (28P1) fps ∼53%
57 (38P1) fps ∼67%
NVIDIA GeForce RTX 5070 Ti Laptop, Ultra 9 275HX
Schenker XMG Pro 16 (E25)
53 (38P1) fps ∼73%
72 (49P1) fps ∼85%
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ryzen AI 9 HX 370
Razer Blade 16 2025 RTX 5090
73 (53P1) fps ∼100%
85 (62P1) fps ∼100%

(Multi) Frame Generation

Multi Frame Generation (MFG) wird in 2x, 3x, 4x oder gar 6x unterstützt. Allerdings sollten die Ausgangsframes schon über 50 fps liegen, ansonsten kann es trotz theoretisch 100 upscale-fps zu starken Rucklern kommen.

Aber auch so leiden vor allem die Ingame-Videosequenzen unter Frame Generation, dann sprechen die Figuren nicht mehr lippensynchron, es kann seltsame Bildsprünge geben und insgesamt nimmt die Qualität der Videosequenzen ab. Immerhin haben wir auch in den höheren Modi keine auffälligen Bildfehler entdecken können. Dennoch haben wir MFG wegen der beschriebenen Probleme beim Selberspielen nicht verwendet.

Im Benchmark-Ergebnis-Screen werden immer native fps und per Schalter dann die MFG-fps angezeigt, so machen wir das in der unten stehenden Tabelle auch. 

3.840 x 2.160, Extreme Preset DLSS Balanced DLSS Balanced + MFGx2 DLSS Balanced + MFGx4 DLSS Balanced + MFGx6
GeForce RTX 5070 Ti Laptop 72 53 zu 107 44 zu 177 37 zu 224
GeForce RTX 5090 Laptop 85 65 zu 129 53 zu 214 41 zu 247

Fazit - So soll es sein: Kleine Hürde, maximale Ausreizung

Call of Duty: Modern Warfare 4 setzt voll auf Upscaler. Selbst ohne DLSS, FSR oder XeSS sorgt der Standard-Upscaler dafür, dass sogar (moderne) iGPUs Modern Warfare 4 in Full-HD darstellen können, wenn auch teils nur in minimalen Details. Eine vergleichsweise schwache dedizierte Grafikkarte wie die RTX 4050 kann MW4 bis hin zu QHD und maximalen Details noch halbwegs flüssig darstellen, die technische Einstiegshürde ist also angenehm niedrig.

Dennoch bietet das Spiel genug Optionen, um auch GPU-Schwergewichte voll auszulasten. Hier kommt vor allem Ray Tracing ins Spiel. Wer das aktiviert, muss mit einem ordentlichen Performance-Einschnitt rechnen, bekommt dann aber eine nochmals schickere Optik spendiert. Aber auch ohne Ray Tracing orchestriert die Engine ein stimmiges Katastrophenszenario.

Einmal mit und einmal ohne Ray Tracing
Einmal mit und einmal ohne Ray Tracing
Spiegelungen und Leuchteffekte verändern sich
Spiegelungen und Leuchteffekte verändern sich

Testsysteme

Schenker XMG Pro 15 (RTX 4070)
Schenker XMG Pro 15 (RTX 4070)
Medion Erazer Scout E20 (RTX 4050)
Medion Erazer Scout E20 (RTX 4050)
Razer Blade 16 (RTX 5090)
Razer Blade 16 (RTX 5090)
Schenker XMG Pro 16 (RTX 5070 Ti)
Schenker XMG Pro 16 (RTX 5070 Ti)

Übersicht

Da Gaming-Benchmarks sehr zeitaufwändig sind und teilweise durch Aktivierungsbeschränkungen hinausgezögert werden, können wir zur Veröffentlichung der Artikel nur eine begrenzte Zahl an Ergebnissen präsentieren. Weitere GPUs folgen.

Einschränkungen anzeigen
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 Call of Duty: Modern Warfare 4 (2026)
low
1920 x 1080
Preset Min
med.
1920 x 1080
Preset Balanced
ultra
1920 x 1080
Preset Extreme
QHD
QHD Extreme
4K
3840 × 2160
4K Extreme
NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop
153
143
130
111
73
NVIDIA GeForce RTX 5070 Ti Laptop
213
161
109
NVIDIA GeForce RTX 4070 Laptop GPU
185
122
89
63
39
NVIDIA GeForce RTX 4050 Laptop GPU
169
94
65
40
23
AMD Radeon 890M
123
57
37
25
Intel Graphics 4-Core iGPU (Meteor / Arrow Lake)
41
18
12
(-) * Geringere Werte sind besser. / n123 Anzahl der Benchmarks die zu diesem Wert beitragen / * Geschätzte Position

 

Legende
5ruckelt - Das Spiel wird in dieser Detailstufe wahrscheinlich nicht flüssig mit dieser Grafikkarte laufen. Mindestens ein Benchmarkwert ist kleiner als 25fps
könnte ruckeln - Interpolierte Information. Bei einer langsameren Grafikkarte wurde dieses Spiel als ruckelnd klassifiziert und daher wird dies auch bei dieser angenommen, da keine Benchmarkwerte eingetragen sind.
30flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 25fps
40flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 35fps
60flüssig - Dieses Spiel sollte in den betroffenen Einstellungen flüssig laufen, da kein Benchmarkwert eingetragen wird, der die Grenze unterschreitet: 58fps
könnte flüssig laufen - Eine langsamere Grafikkarte wurde als schnell genug klassifiziert und daher wird dies auch für diese geschätzt (da keine Benchmarkwerte eingetragen sind).
?unsicher - Zwei mögliche Fälle: Der kleinste gefundene Benchmarkwert ist zwar unter dem Grenzwert für eine flüssige Darstellung, jedoch ist der Durchschnitt darüber. Zweiter Fall, der Benchmarkwert ist unter der Grenze, jedoch ist die nächst-langsamere Karte als flüssig eingestuft.
unsicher vererbt - Die nächst-langsamere Karte ist als "unsicher" eingestuft und daher wird dieser Wert auch an schnellere Karten vererbt, die keine Benchmarkwerte haben.
Der Wert in den einzelnen Feldern beziffert die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde. Bewegen Sie den Mauszeiger auf diesen Wert um eine detaillierte Auflistung aller Benchmarks zu sehen.
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Autor: Christian Hintze, 31.10.2026 (Update: 31.10.2026)