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Microsoft: Lumia-1020-Nachfolger mit Kinect-Features geplant

Der Nachfolger des Nokia Lumia 1020 strotzt vor Innovationen (Bild: Lumia 1020, Eigenes)
Der Nachfolger des Nokia Lumia 1020 strotzt vor Innovationen (Bild: Lumia 1020, Eigenes)
Microsoft arbeitet angeblich an einem Windows-Smartphone mit Kinect-ähnlichen Features. Die 3D-Touch genannte Technologie soll die Interaktion mit Spielen und Apps ermöglichen, indem man den Finger über das Display schweben lässt.
Andreas Müller,

Microsoft arbeitet offenbar an einem Windows-Handy mit Kinect-ähnlichen Eingabemöglichkeiten. Kinect ist ein Kamerasystem für die Spielekonsole Xbox One, das den Körper des Spielers räumlich erfasst und die Steuerung mit Gesten ermöglicht. Eine ähnliche Technologie namens 3D-Touch oder Real Motion dient Microsoft nun laut The Verge als Eingabemöglichkeit für ein neues Windows-Handy. Das Handy trägt den Arbeitstitel Nokia McLaren. Es handelt sich angeblich um den Nachfolger des Kamera-Smartphones Lumia 1020. Wie dieses soll das McLaren eine mächtige Kamera im Angebot haben.

3D-Touch soll speziell für kommende Windows-Smartphones von Microsoft entwickelt werden. Microsoft kooperiert mit Entwicklern, damit das System von Apps unterstützt wird. 3D-Touch soll zum Beispiel die Beantwortung von Anrufen erlauben, indem man das Handy lediglich an die Wange hält. Legt man das Smartphone während eines Gesprächs auf den Tisch, wird automatisch der Freisprecher eingeschaltet. Man kann zudem einen Anruf beenden, indem man das Handy in die Tasche steckt. Ebenso kann man Anrufe ablehnen, indem man mit einer Hand vor dem Bildschirm winkt. Diese Features werden durch eine Reihe von Hardware-Sensoren ermöglicht. Eine weitere Option besteht darin, den Lautsprecher still zu schalten, indem man ihn mit einer Hand bedeckt oder ihn vor die Brust hält.

Die Anwendungsmöglichkeiten von 3D-Touch gehen noch weiter. Die Seiten des Handys kann man ebenso verwenden, um mit dem Betriebssystem zu interagieren. Ein Kamera-Feature ermöglicht das Zoomen, indem man mit seinem Finger an einer Seite des Handys entlangstreicht. Selbst der Anschalt-Knopf wird nicht mehr gebraucht: Das Handy geht an, wenn man es in die Hand nimmt. Schließlich kann man sekundäre Funktionen der Kachel-Apps nutzen, indem man seinen Finger darüber schweben lässt.

Da Microsoft nun seine Spielekonsole Xbox One auch ohne das wenig unterstützte Kinect-System verkauft, gab es Gerüchte, dass Kinect keine große Rolle mehr spielen soll. Offenbar hält Microsoft allen Unkenrufen und Widerständen zum Trotz an seinen Innovationen fest – wie auch im Falle der Surface-Tablets. Andere Hersteller setzen ebenfalls auf zusätzliche Sensoren. Samsung begnügt sich mit Fingerabdruck-Sensor, Pulsmesser und beim Note 4 angeblich mit einem UV-Licht-Sensor (wir berichteten). Amazon geht weiter und möchte laut aktuellem Gerüchtestand ein blickwinkelunabhängiges, ohne Brille nutzbares 3D-Display in seinem ersten Smartphone verbauen (wir berichteten). Außerdem lässt sich das Amazon-Handy durch Neigungen steuern. Microsoft ist also in guter Gesellschaft – und möchte die Konkurrenz mit innovativen Eingabemöglichkeiten noch übertrumpfen.

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Autor: Andreas Müller, 11.06.2014 (Update: 11.06.2014)