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Microsoft: Speicherangaben für das Surface Pro zu konservativ

Die fast schon skurril anmutende Diskussion um den Speicherplatz bei Microsofts Tablet Surface Pro geht in die nächste Runde. Bei wohl keinen anderen Tablets wurde um die Angaben zum Speicher zuletzt so ein Tamtam gemacht wie bei Microsofts Surface-Familie.

Microsoft hat ein Problem. Nein nicht mit Windows 8. Liest man die Nachrichtenticker bei den Technik-News, dann mangelt es Microsoft schlicht an Speicherplatz. Klingt lächerlich, wird aber besonders von den US-Medien in dieser Art aufgebauscht.

Oder kennen sie einen Computerhersteller, dem zuletzt so oft vorgeworfen wurde, bei der Angabe des Systemspeichers zu schummeln, wie Microsoft? Ohne ins Detail gehen zu wollen, aber heutzutage weiß wohl jedes Kind, dass Angaben zum Speicherplatz bei digitalen Datenträgern gemäß dem Motto, Brutto ist nicht Netto, mit Bedacht zu genießen sind.

Bereits mit seinem Tablet Surface RT geriet Microsoft in das Visier von Kunden, die den Softwareriesen sogar wegen irreführender Speicherplatzangabe bei seinem Tablet Surface verklagten. So beschwerte sich ein US-Anwalt Ende 2012, dass ein Großteil des 32 GByte großen Systemspeichers durch das vorinstallierte Betriebssystem Windows RT und die verschiedenen Apps belegt werden. Ende Januar diesen Jahres folgte dann der Spießrutenlauf mit dem Surface Pro. Laut US-Berichten sollte das 64-GByte-Modell des Surface Pro nur 23 GByte, das Surface Pro mit 128 GByte dem Anwender immerhin noch 83 GByte Speicher zur Verfügung stellen.

Anzumerken ist, dass es bei der ganzen Diskussion nicht um vorinstallierte Crap- oder Bloatware geht, mit denen einige der anderen großen Hersteller regelmäßig die Datenträger von neuen Desktops oder Notebooks vollmüllen und Speicherplatz belegen. Wie Microsoft selbst inzwischen bestätigt hat, beruhen die seitens des Herstellers gemachten Angaben zum Speicherplatz auf vorsichtigen vorläufigen Schätzungen von Vorseriengeräten.

Gemäß einem Bericht von Zdnet.com habe das 128-GByte-Model des Surface Pro statt 83 GByte beim Test dann doch 89,7 GByte freien Speicher. Auch das Surface mit 64 GByte habe statt 23 GByte bei den Seriengeräten 6 bis 7 GByte mehr Platz und komme damit auf rund 30 GByte. Microsoft habe die Speicherangaben für das Surface Pro schlicht zu konservativ geschätzt. Ob die paar Bytes mehr allerdings den ganzen Rummel wert sind, darf bezweifelt werden.

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Autor: Ronald Tiefenthäler,  8.02.2013 (Update:  8.02.2013)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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