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Mini-LED-Displays & Content Creation: MSI Creator 17 — der weltweit erste Laptop mit Mini-LED-Bildschirm

Display Zenith. Mini-LED-Displays sind der nächste logische Entwicklungsschritt von traditionellen LED-Bildschirmen. Mini-LEDs ermöglichen ein deutlich feineres Local-Dimming, hohe Helligkeitswerte, weite Farbraumabdeckung und Schwarzwerte, die beinahe mit OLED-Panels mithalten können. Daher sind sie vor allem für die Gruppe der Content Creators interessant. In diesem Artikel sehen wir uns die Technik von Mini-LEDs am Beispiel des MSI Creator 17 genauer an und untersuchen, wie sie bei der Entfaltung ihres kreativen Potenzials helfen können. (entgeltliche Einschaltung)
Vaidyanathan Subramaniam (übersetzt von Andreas Osthoff),
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Das Mini-LED-Panel des MSI Creator 17 bietet exzellente Eigenschaften für Content Creators und Vorteile gegenüber OLED. (Quelle: MSI)
Das Mini-LED-Panel des MSI Creator 17 bietet exzellente Eigenschaften für Content Creators und Vorteile gegenüber OLED. (Quelle: MSI)

Einleitung

Wir haben uns bereits im Detail angesehen, welche Display-Typen sich besonders für Gamer bzw. Content Creators eignen. Im Vergleich zu anderen Technologien, beispielsweise den Grafikkarten, ist die Entwicklung bei Bildschirmtechnologien deutlich langsamer. Viele Gaming-Notebooks setzen beispielsweise immer noch auf Twisted-Nematic-Panels (TN), und erst seit kurzem sehen wir OLED-Bildschirme (Organic Light Emitting Diodes) in Laptops.

OLED-Panels bieten natürlich Vorteile wie die hohe Helligkeit und den besten Schwarzwert, aber es gibt auch Konkurrenz durch neue Technologien. Sowohl Micro-LED als auch Mini-LED werden zu interessanten Alternativen für OLED, wenn es um die Kosten, aber auch die Leistung geht. Bei Micro-LEDs handelt es sich wie bei OLED um eine Self-Emitting-Technologie (LEDs leuchten selbst), weshalb diese derzeit noch ein recht kostspieliges Nischenprodukt darstellen.

An dieser Stelle kommen Mini-LEDs ins Spiel, die man als Zwischenstufe zwischen traditionellen LCDs und Micro-LEDs sehen kann. In vielen Bereichen sind Mini-LEDs mit der OLED-Technologie aber vergleichbar bzw. bieten sogar Vorteile. In den nächsten Jahren dürfte es immer mehr Geräte mit Mini-LED-Bildschirmen geben. Daher wollen wir uns ansehen, welche Vorteile diese Technologie für die Nutzer und vor allem die Nutzergruppe der Content Creators bietet.

Wir sehen uns zudem das Display des neuen MSI Creator 17 an, den ersten Laptop mit einem Mini-LED-Bildschirm, der auch die Auszeichnung "Digital Imaging or Photography" auf der CES 2020 gewonnen hat.

Was ist ein Mini-LED-Display?

Traditionelle Liquid-Crystal-Displays (LCD) verwenden eine LED-Hintergrundbeleuchtung, um die einzelnen Pixel entweder von hinten oder aber den Seiten zu beleuchten. Die LEDs in konventionellen Bildschirmen haben eine durchschnittliche Größe von etwa 1.000 Mikrometer. Daher können nur einige hundert dieser LEDs (~400 LEDs bei 15,6 Zoll) in einem typischen Laptop-Display Platz finden. Je größer die einzelnen LEDs sind, desto mehr Platz des Displays wird benötigt. Das führt zu Problemen, wenn es um Themen wie Local Dimming, Reaktionszeiten und Effizienz geht. Moderne LED-Panels sind zwar besser geworden, doch selbst-strahlende OLEDs haben weiterhin Vorteile bei den Blickwinkeln, dem Kontrast, der Helligkeit und natürlich dem Schwarzwert.

OLED-Bildschirme gibt es nun schon eine ganze Weile, aber außerhalb von Smartphones kommen sie nur selten zum Einsatz. Das liegt an mehreren Faktoren, beispielsweise den Einschränkungen bei der Produktion von großen OLED-Panels, dem langsamen Helligkeitsverlust im Laufe der Zeit oder der schlechten Energieeffizienz bei hoher Helligkeit, um nur einige zu nennen. Mini-LEDs sollen nun einige der Probleme beseitigen und daher einen guten Kompromiss aus konventionellen LEDs und OLEDs bieten.

Wie bei konventionellen LED-Displays kommt auch bei Mini-LED-Displays eine Hintergrundbeleuchtung als Lichtquelle zum Einsatz. Allerdings verwenden Mini-LED-Bildschirme deutlich kleinere LEDs mit einer Größe zwischen 100-200 Mikrometer. Daher können die Hersteller nun tausende LEDs in einem Bildschirm verbauen, und nicht nur hunderte wie bei konventionellen LED-Panels. Der größte Vorteil dieser Herangehensweise sind die deutlich kleineren Beleuchtungszonen, mit denen man eine bessere Kontrolle des Kontrastes, der Helligkeit und den Farben erhält. Zudem kommt auch der Schwarzwert deutlich näher an OLED-Bildschirme heran. Mehr Beleuchtungszonen bringen auch Vorteile beim Local Dimming, was eine Voraussetzung für die echte HDR-Wiedergabe ist.

a) Hochauflösende Mini-LED Anpassung der Hintergrundbeleuchtung. b) Helligkeitsverteilung auf der LC-Schicht c) Dargestelltes Bild nach Anpassung. (Quelle: MDPI via Optical Society of America)
a) Hochauflösende Mini-LED Anpassung der Hintergrundbeleuchtung. b) Helligkeitsverteilung auf der LC-Schicht c) Dargestelltes Bild nach Anpassung. (Quelle: MDPI via Optical Society of America)

Vorteile von Mini-LED für Content Creators

Gegenüber OLEDs bieten Mini-LEDs eine deutlich höhere maximale Helligkeit und einen weiteren Dynamikumfang, gleichzeitig aber auch eine große Farbraumabdeckung und tiefe Schwarzwerte, die mit konventionellen LCDs nicht möglich sind. OLED-Bildschirme in modernen Laptops bieten zwar bessere Reaktionszeiten, aber die Vorteile bei der Helligkeit und der Farbgenauigkeit halten sich in Grenzen.

Vergleich Mini-LED vs. OLED vs. konventionelle LED. (Quelle: MSI)
Vergleich Mini-LED vs. OLED vs. konventionelle LED. (Quelle: MSI)

Für Content Creators gibt es drei große Vorteile bei der Verwendung eines Mini-LED-Laptops wie dem MSI Creator 17:

  1. Hohe Helligkeit — Mit Helligkeitswerten von bis zu 1.000 cd/m² erkennen Content Creators mehr Details bei der Arbeit.
  2. Größere Farbraumabdeckung — Mini-LED-Displays bieten eine sehr weite Farbraumabdeckung mit sRGB, AdobeRGB und DCI-P3. Daher lassen sich mehr Farbtöne darstellen und die Farbgenauigkeit nimmt zu. DCI-P3 ist zudem der bevorzugte Standard für digitales Kino.
  3. Mehr Details bei dunklen Inhalten — Verbessertes Local Dimming dank 5.570 Mini-LEDs garantiert hochauflösende dunkle Flächen.
(Quelle: MSI)
(Quelle: MSI)
(Quelle: MSI)
(Quelle: MSI)
Mini-LEDs können mehr als 90% des DCI-P3-Standards abdecken. (Quelle: MSI)
Mini-LEDs können mehr als 90% des DCI-P3-Standards abdecken. (Quelle: MSI)

Wie wir gerade bereits erklärt haben, bieten Mini-LEDs ein deutlich besseres Local Dimming gegenüber konventionellen LEDs. Mini-LEDs können im Gegensatz zu OLEDs zwar nicht Pixel-für-Pixel deaktiviert werden, dennoch bieten sie aber ausreichend Local-Dimming-Zonen für exzellente HDR-Bilder. Mini-LEDs sind von der Funktion her immer noch LEDs und können sehr hohe Helligkeitswerte (bis zu 1.000 cd/m²) daher einfach über eine stärkere Hintergrundbeleuchtung erreichen, während selbst-leuchtende OLEDs in der Regel auf rund 500 cd/m² begrenzt sind.

Auf dem folgenden Bild sehen wir, wie der Kontrast des Mini-LED-Displays von der hohen Anzahl der Local-Dimming-Zonen profitiert. Das ermöglicht im Vergleich mit der normalen LED-Beleuchtung eine kräftigere Darstellung der Erde und dem Weltall. Im zweiten Bild sehen wir zudem eine verbesserte Darstellung der Blätter in den dunklen Bereichen.

Vergleich Local Dimming zwischen konventionellen LEDs und Mini-LEDs. (Quelle: TCL)
Vergleich Local Dimming zwischen konventionellen LEDs und Mini-LEDs. (Quelle: TCL)
Local Dimming bei Mini-LEDs verbessert die Darstellung von Blättern in dunklen Bereichen. (Quelle: MSI)
Local Dimming bei Mini-LEDs verbessert die Darstellung von Blättern in dunklen Bereichen. (Quelle: MSI)

MSI Creator 17 — Der weltweit erste Laptop mit einem Mini-LED-Display

Das MSI Creator 17 wurde für die Bedürfnisse von anspruchsvollen Content Creators entwickelt. Das Creator 17 bietet nicht nur viel Leistung, sondern besticht auch durch das Aluminiumgehäuse (Space Grau) samt sandgestrahlter Oberfläche und dem eleganten silberfarbenen Diamanten-Schliff. Für ausreichen Leistung sorgen Intels neueste Core-i7- und Core-i9-Prozessoren der 10. Generation, die noch einmal deutlich mehr Leistung als Vorgänger-Chips bieten. Mit gerade einmal 2,5 kg und dem 82-Wh-Akku bietet das Creator 17 sehr viel kreatives Potenzial für unterwegs. Das Notebook ist zudem nach MIL-STD-810G zertifiziert, also muss man sich auch bei widrigen Arbeitsbedingungen keine Sorgen um die Zuverlässigkeit machen.

MSI Creator 17 wurde für Content Creators im mobilen Einsatz gebaut. (Quelle: MSI)
MSI Creator 17 wurde für Content Creators im mobilen Einsatz gebaut. (Quelle: MSI)

Das Highlight des Creator 17 ist allerdings das Display. Beim MSI Creator 17 handelt es sich um den ersten Laptop der Welt, der auch mit einem Mini-LED-Display erhältlich ist. Die Daten sind beeindruckend: Das 17,3 Zoll große 4K-IPS Mini-LED-Display (60 Hz) erreicht 1.180 cd/m² und unterstützt HDR1000 sowie 100% DCI-P3. Damit wird der Einsatzraum für den Bildschirm deutlich erweitert. Die Inhalte auf dem exzellenten Display werden von Nvidia RTX-GPUs berechnet, angefangen bei der GeForce RTX 2060 bis hin zur RTX 2080 Super Max-Q. Immer mehr kreative Anwendungen verwenden die GPU für Berechnungen bei der Bearbeitung von Bildern und Videos, 3D-Rendering oder Modellierung, und das Creator 17 garantiert eine flüssige und reaktionsschnelle Umsetzung unabhängig vom kreativen Workflow.

Das MSI Creator 17 wurde für die bestmögliche Leistung mit vielen kreativen Apps getestet. (Quelle: Adobe)
Das MSI Creator 17 wurde für die bestmögliche Leistung mit vielen kreativen Apps getestet. (Quelle: Adobe)

Die Vorteile des Umstiegs auf ein Mini-LED-Display im Creator 17 zeigen sich auch bei den nachfolgend dargestellten Display-Messungen.

Die Helligkeitswerte liegen nahe der 1.000 cd/m² Marke und mit 93 % ist die Ausleuchtung gleichzeitig sehr homogen. Auch die kalibrierten DeltaE-Abweichungen liegen mit ~2 im Zielbereich. Mit 97 % sRGB und 84 % AdobeRGB kann das MSI Creator 17 sehr viele Farben kräftig darstellen. Laut MSI liegt die DCI-P3-Abdeckung des Creator 17 bei 99,9 %, weshalb es perfekt für Arbeiten in der Filmindustrie geeignet ist.

MSI Creator 17 DCI-P3-Abdeckung. (Quelle: MSI)
MSI Creator 17 DCI-P3-Abdeckung. (Quelle: MSI)

Sobald wir in den HDR-Modus wechseln, sehen wir deutliche Verbesserungen bei den Messwerten. Der Helligkeitswert fällt zwar geringer aus, doch der Schwarzwert wird mit gerade einmal 0,07 deutlich besser. Außerdem verbessert sich die Farbraumabdeckung im HDR-Modus (AdobeRGB: 94 %, sRGB: 99 %).

All diese Ergebnisse zeigen, dass kreative Nutzer von dem Mini-LED-Display des Creator 17 profitieren werden und zukünftig deutlich mehr Details erkennen können.

MSI Creator 17 Display-Messungen.
MSI Creator 17 Display-Messungen.

Verfügbarkeit

Das MSI Creator 17 ist ab sofort bei vielen Händlern weltweit verfügbar. Weitere Informationen über das Creator 17 stehen auf der Website von MSI zur Verfügung. 

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Autor: Vaidyanathan Subramaniam, 30.07.2020 (Update: 28.09.2020)
J. Simon Leitner
Editor of the original article: J. Simon Leitner - Founder, Editorial Director
Nach meinem Studium an der TU-Wien widmete ich mich als Mitbegründer vollends dem Projekt Notebookcheck. Seit Commodore C64 und Atari 1040 ST sind Computer fester Bestandteil meiner täglichen Aktivitäten. Neben neuen Technologien, im speziellen Elektromobilität, gehört mein Interesse auch der Architektur und Bautechnik.
Andreas Osthoff
Translator: Andreas Osthoff - Managing Editor Business Notebooks
Ich bin mit Computern und moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Seit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich mich für die Technik interessiert und angefangen, meine eigenen Computer zu bauen. Bei Notebookcheck kümmere ich mich schwerpunktmäßig um die Business-Geräte sowie die mobilen Workstations, doch ich mache auch gerne Abstecher in den mobilen Bereich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte zu testen und miteinander zu vergleichen. Den passenden Ausgleich schafft der Sport, im Sommer vor allem mit dem Rad.