Mit Karl Marx und Harambe: Verrückter Autobattler von DOTA 2-Veteranen kostenlos auf Steam gestartet

Relic Arena ist das Erstlingswerk von Double Edge Games – ein Studio, das von niemand Geringerem als den DOTA 2-Veteranen SUNSfan und Jenkins gegründet wurde. Der Titel ist ein völlig absurder Autobattler, der bei Spielern aber bislang gut anzukommen scheint. Zum Zeitpunkt der Recherche, einen Tag nach Release, zählt der Free-to-Play-Titel bereits rund 150 Bewertungen mit einem positiven Durchschnitt von 87 Prozent.
Statt wie in klassischen Genre-Vertretern mühsam Einheiten zu kaufen, konzentriert sich hier alles auf Relikte, Fähigkeiten und komplett überdrehte Kombos. Die Einheiten selbst sind kostenlos, Gold investiert man ausschließlich in historische Artefakte, die den Figuren neue Fähigkeiten, Effekte und Upgrade-Wege verleihen. Das Besondere: Jedes Relikt kann auf jede Einheit gesetzt werden. Dadurch entstehen absurde Builds, die teils wirken, als stammten sie direkt aus einem Meme-Forum. Ein Bowlingball kann ganze Gegnerreihen umwerfen, ein Tesla-Radio beschwört Naturkatastrophen wie Tornados oder Blizzards und ein Kevlar-Anzug verfrachtet die eigene Einheit plötzlich in einen kugelsicheren Bunker.


Auch bei den Anführern hat Relic Arena an Absurditäten nicht gespart. Statt generischer Fantasy-Helden kämpfen hier historische Figuren und Internet-Memes Seite an Seite. Karl Marx manipuliert die Wirtschaft des Spiels, Vlad der Pfähler verwandelt Einheiten in Vampire, Leonardo da Vinci schaltet zusätzliche Upgrade-Stufen frei und Harambe … liebt offenbar einfach Bananen. Das Upgrade-System gehört dabei zu den größten Besonderheiten. Wer dasselbe Relikt mehrfach kauft, verstärkt es immer weiter. Zunächst werden sogenannte „Super Upgrades“ freigeschaltet, später warten die extrem mächtigen „Juicy Upgrades“, die laut Entwicklern ganze Matches im Alleingang entscheiden können.
Trotz aller Absurdität bleibt Relic Arena im Kern aber ein klassischer Autobattler: Die Kämpfe laufen automatisch ab, während die wichtigen Entscheidungen zwischen den Runden fallen. Wer absurde Spielideen mag und noch ein neues Spiel für zwischendurch sucht, könnte hier auf seine Kosten kommen. Die Kompatibilität mit dem Steam Deck (derzeit 623 Euro auf Amazon) ist derzeit aber noch „Unbekannt“.









