Neuer Laser-Beamer bietet 3.500 Lumen, 240Hz-Gaming, AMD FreeSync Premium und Dolby Vision

Hisense hat mit dem PX4 Pro einen Ultrakurzdistanz-Laserprojektor auf den Markt gebracht, der als erstes Modell seiner Kategorie AMDs FreeSync-Premium-Zertifizierung erhalten hat. Der kürzlich gestartete Beamer dürfte in Europa mindestens 4.000 Euro und somit mehr als der auslaufende PX3-Pro kosten.
FreeSync Premium ermöglicht auf Bilddiagonalen von bis zu 200 Zoll Gaming mit Adaptive Sync ohne Tearing, eine Technik, die bislang vor allem Gaming-Monitoren vorbehalten war. Für die Zertifizierung sind bei Full-HD-Auflösung mindestens 120Hz sowie Low Framerate Compensation vorgeschrieben. Dabei werden Bilder nach einem geregelten Muster wiederholt, sobald die Bildrate der angeschlossenen GPU unter die niedrigste unterstützte Bildwiederholrate fällt.
Hisense gibt für den PX4 Pro bei 2K-Auflösung und 240Hz eine Eingabeverzögerung von 1 ms an, bei 4K sind maximal 120Hz möglich. Für Konsolen stehen zwei Ultra-High-Speed-HDMI-2.1-Anschlüsse mit Auto Low Latency Mode bereit, hinzu kommen zwei HDMI-2.0-Ports und ARC. Xbox Cloud Gaming läuft nativ über die integrierte VIDAA-Plattform, eine weitergehende Einbindung soll mit einem künftigen Softwareupdate folgen.
Als Basis dient die dritte Generation der LPU Digital Laser Engine. Der Beamer setzt auf ein Single-Chip-DLP-System mit einem 0,47 Zoll großen DMD-Chip. Separate rote, grüne und blaue Laser werden in schneller Folge angesteuert, ein Phosphor-Farbrad, das mit der Zeit verschleißen und die maximale Farbsättigung begrenzen kann, ist daher nicht erforderlich. Die Helligkeit steigt gegenüber den 3.000 ANSI-Lumen des PX3-Pro auf 3.500 ANSI-Lumen. Der PX4 Pro deckt 118 Prozent des BT.2020-Farbraums ab und soll eine Farbabweichung von höchstens Delta E 0,9 erreichen.
Das Kontrastverhältnis wird mit 6.500:1 angegeben. Für die Regelung kombiniert Hisense eine in sieben Stufen verstellbare Iris mit der Dynamic Grayscale Technology und dem Enhanced Black Level Algorithm. Dank des Projektionsverhältnisses von 0,20:1 genügt bei einem 120 Zoll großen Bild ein Wandabstand von rund 29,7 cm. Der Projektor misst 54,1 x 28,7 x 14,2 cm und wiegt 8,3 kg.
Für den Ton ist ein 4.0.2-System mit sechs Lautsprechern und 66 Watt zuständig, darunter zwei nach oben abstrahlende Treiber. Das von der französischen Akustikfirma Devialet abgestimmte Audiosystem unterstützt Dolby Atmos. Zu den weiteren Zertifizierungen und unterstützten Standards zählen Dolby Vision, Dolby Vision Gaming, IMAX Enhanced, HDR10+, HDR10, HLG und der Filmmaker Mode. Anschlüsse und Funkverbindungen umfassen USB 3.0 und USB 2.0, einen optischen Audioausgang, Gigabit-LAN, Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. AirPlay und Miracast werden ebenfalls unterstützt.
Auf der VIDAA-Smart-TV-Plattform sind Netflix, Disney Plus, Prime Video und YouTube vorinstalliert. Samsungs The Premiere (LSP9T) und LGs CineBeam Qube bewegen sich in einer ähnlichen Preisklasse, besitzen jedoch keine FreeSync-Premium-Zertifizierung. Damit ist der PX4 Pro in diesem Preisbereich der einzige Projektor, der gezielt für Gaming mit Adaptive Sync ausgelegt ist.












