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Neuer elektrischer Mercedes CLA AMG kann driften und vibriert wie ein Turbo-Benziner

Der elektrische Mercedes CLA AMG
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Der elektrische Mercedes CLA AMG
Auch Mercedes setzt beim neuen elektrischen Mercedes-AMG CLA 45 auf die Simulation eines Verbrenners. Die Limousine erreicht eine Reichweite von bis zu 670 km, während die Sitze passend zum dröhnenden Motorsound vibrieren.

Mercedes reiht sich in die wachsende Zahl traditionsreicher Autohersteller ein, die ihren Elektroautos das Fahrgefühl sportlicher Verbrenner früherer Zeiten verleihen wollen. Mercedes-AMG hat den elektrischen CLA 45 vorgestellt, eine 680 PS starke Limousine, die auch als Shooting Brake angeboten wird. An die Stelle des Turbomotors im Vorgänger treten drei Axialfluss-Elektromotoren. Dennoch soll das Elektroauto wie ein Verbrenner klingen, schalten und sogar driften.

Bei Mercedes heißt der entsprechende Turbo-Fahrmodus nicht E-Shift wie bei Porsche, sondern AMGFORCE S+. Er simuliert Verbrennergeräusche und Zugkraftunterbrechungen beim Schalten, während die Sitze bei Gangwechseln vibrieren. Die Klangkulisse basiert auf mehr als 1.600 Aufnahmen eines echten AMG A 45 S und nicht auf einer synthetischen Tonschleife. Mercedes geht davon aus, dass die live gemischten Originalaufnahmen den Unterschied zwischen einer überzeugenden Simulation und einer bloßen Spielerei ausmachen.

Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+: Technische Daten und Ausstattung

Hinter der Inszenierung eines Verbrennungsmotors stehen technische Daten wie eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h. Mit einem Drehmoment von 1.759 Nm beschleunigt der CLA 45 in 3,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h, mit 30,5 cm Rollout sind es nur 2,7 Sekunden. Der 94kWh-Akku ermöglicht der Limousine eine WLTP-Reichweite von bis zu 670 km. Mit einer Ladeleistung von bis zu 330 kW dauert das Aufladen auf 80 Prozent lediglich 22 Minuten. Das Tesla Model 3 Performance absolviert denselben Sprint allerdings etwas schneller und verzichtet dabei auf die Simulation eines Turbomotors.

Hyundai hat ein solches Konzept zuerst beim Ioniq 5 N umgesetzt und beim neueren Ioniq 6 N mit Active Sound und e-Shift weiter ausgebaut. Zur Wahl stehen das Dröhnen eines V8, typische Elektroantriebsgeräusche oder eine futuristische Klangkulisse, ergänzt um simulierte Schaltpunkte und Zugkraftunterbrechungen. Porsche und Lexus sind diesem Ansatz gefolgt, um das kraftvolle Fahrgefühl eines Verbrenners anstelle der für Elektroautos typischen leisen und linearen Beschleunigung mit einem Einganggetriebe zu vermitteln.

Um eine überzeichnete Klangkulisse zu vermeiden, setzt Mercedes auf reale Aufnahmen und spürbare Rückmeldungen durch vibrierende Sitze. Auch die AMG-Ausstattung folgt diesem Ansatz, unter anderem mit einem aktiven Aerodynamikflügel und adaptiven Dämpfern. Die aufwendige Nachbildung des Verbrenner-Fahrgefühls könnte damit zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal von Elektroautos bekannter Traditionshersteller werden.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > Neuer elektrischer Mercedes CLA AMG kann driften und vibriert wie ein Turbo-Benziner
Autor: Daniel Zlatev, 10.07.2026 (Update: 10.07.2026)