Neues 12-24x Zoomobjektiv für iPhone 17 Pro konkurriert mit teuren Sony-Kameras

Während "Ultra"-Android-Flaggschiffe von Vivo, Oppo, Xiaomi und Huawei inzwischen mit aufwendigen Fotografie-Kits und externen Objektiven vom Hersteller ausgeliefert werden, hat sich Apple wie gewohnt weitgehend aus dem Thema externe Objektive herausgehalten.
Die Beliebtheit des iPhones als Kamera sorgt jedoch offenbar dafür, dass Drittanbieter wie Reeflex diese Lücke gern füllen. Da das iPhone die hochwertige "Basis" liefert, muss Apple sich wohl nicht selbst mit der Herstellung von Glas beschäftigen.
Android "Ultra"-Flaggschiffkameras bekommen Konkurrenz
Das neu eingeführte Reeflex G-Series Ultra Telephoto 300-600mm ist ein optischer Objektivaufsatz für das iPhone 17 Pro und über eine spezielle Hülle mit 17mm-Gewinde auch mit dem 16 Pro und 15 Pro kompatibel.
Das neue "Ultra Telephoto"-Objektiv von Reeflex stellt einen großen Sprung gegenüber den älteren 2x-Telekonvertern dar. Das neue Glas ist ein leistungsstarker optischer 3x-Multiplikator, der speziell dafür entwickelt wurde, über der vorhandenen 4x-Periskopkamera des iPhones zu sitzen.
Die Reichweite von "300-600mm" wird durch eine Kombination aus Optik und Sensortechnik erreicht:
- 12x Zoom (300mm): Durch die Montage des Objektivs über der nativen 4x-Telekamera des iPhone 17 Pro wird ein 300mm-Äquivalent erreicht.
- 24x Zoom (600mm): Durch die Nutzung des 48MP-Sensor-Crops des iPhones, also Apples Digitalzoom in "optischer Qualität", wächst die Reichweite auf ein beachtliches 600mm-Äquivalent.
- Insgesamt muss die native Reichweite der iPhone-Kamera mit dem Faktor 3 multipliziert werden, um die "optische" Einordnung zu erhalten.
Das Reeflex-Objektiv besitzt vier Lanthanglas-Elemente in einem Aluminiumgehäuse in Luft- und Raumfahrtqualität und ist vollständig mit dem magnetischen ReeMag-Filtersystem des Unternehmens für ND- und CPL-Filter kompatibel. Obwohl das Objektiv stark für das iPhone beworben wird, ist es auch für das Samsung Galaxy S26 Ultra, S25 Ultra, S24 Ultra und S23 Ultra erhältlich.
Neues 600mm-Objektiv für das iPhone 17 Pro konkurriert mit Sony-Kamera-Setup
Abseits der technischen Daten sind inzwischen mehrere Hands-on-Tests aufgetaucht, und der Tenor lautet, dass das 300-600mm-Objektiv "einiges an Gewicht mitbringt". Mit 310 g, beziehungsweise 340 g mit Kappe, wiegt allein das Objektiv mehr als das iPhone selbst.
Im montierten Zustand nähert sich das Gesamtgewicht eines iPhone-17-Pro-Setups 600 g, und liegt damit erstaunlich nah an einer Vollformatkamera wie der Sony ZV-E1 mit kleinem Festbrennweitenobjektiv. Aufgrund dieses Gewichts und der extremen Vergrößerung merken Tester an, dass ein Stativ für stabile Videos mit 12x oder 24x "verlustfreiem" Zoom praktisch Pflicht ist. Für Fotos ist ein Stativ dagegen nicht unbedingt nötig, was erfreulich ist.
Die Ergebnisse sorgen jedoch für Aufmerksamkeit. In direkten Vergleichen mit einer teuren Sony a7 IV samt 100-400mm GM-Objektiv scheint das deutlich günstigere iPhone 17 Pro laut Vergleichen einen "schockierend guten Job" zu machen.
Der Vollformatsensor liegt bei Klarheit und Dynamikumfang weiterhin vorn, doch das mit Reeflex ausgestattete iPhone kann bei Details und Motivfreistellung gut mithalten, wodurch der Kickstarter-Preis von 214 Euro für mobile Content-Creator wie ein günstiges Angebot wirkt.
Alles in allem zeigt das neueste Angebot von Reeflex, während Android-Hersteller ihre modularen "Fotografie-Kits" weiterentwickeln und bewerben, um professionelle Content-Creator anzusprechen, dass das iPhone-Ökosystem über den Drittanbietermarkt problemlos eine ähnliche Vielseitigkeit erreichen kann. Apple stellt das Glas zwar nicht selbst her, doch das daraus entstehende "Franken-Smartphone" wird schnell zu einer ernst zu nehmenden Gefahr für taschentaugliche Kameras wie die Sony RX-100 VII.










