Apples ARM-Chips für iPhone und Mac könnten künftig von Intel geliefert werden

Apple bezieht fast alle Komponenten eines iPhone 17 (ca. 850 Euro auf Amazon), eines iPad Pro oder auch eines MacBook Air von zumindest zwei großen Lieferanten, vom Display über den Arbeitsspeicher bis hin zur SSD. Die bedeutendste Ausnahme dieser Regel sind die ARM-Prozessoren. Chips wie der Apple M5 oder der Apple A19 Pro wurden zwar von Apple entwickelt, aber ausschließlich bei TSMC hergestellt.
Durch die hohe Nachfrage nach KI-Chips kann TSMC Apples steigende Nachfrage derzeit nicht vollends befriedigen. Nicht zuletzt deshalb soll sich Apple derzeit nach Alternativen umsehen, wie Bloomberg berichtet. Apple führt derzeit sowohl Gespräche mit Samsung als auch mit Intel, um ARM-Prozessoren für iPhones und Macs in Südkorea oder in den USA herstellen zu lassen. Allerdings soll Apple noch keine finale Entscheidung getroffen haben – einen Chip bei mehreren Herstellern zu fertigen ist aufwändig, da die Fertigungsverfahren der unterschiedlichen Anbieter nicht identisch sind.
Eine breiter gestreute Versorgungskette würde Apple aber besser für zukünftige Krisen rüsten, etwa wenn die Versorgungskette durch geopolitische Spannungen, durch eine Pandemie oder durch Nachfrage-Booms eingeschränkt wird. Eine Zusammenarbeit mit Intel hätte laut Bloomberg einen weiteren Vorteil für Apple – Chips in den USA herzustellen könnte die Beziehungen zwischen Apple und der US-Regierung unter Donald Trump verbessern, nicht zuletzt, weil die Trump-Regierung im Vorjahr 8,9 Milliarden US-Dollar in Intel investiert hat. Bisher soll Apple keine Bestellungen bei Intel oder Samsung platziert haben.









