Offiziell: Apple erhöht Preise – Mac Mini macht den Anfang, MacBook Neo folgt?

Apple hat sein Mac-mini-Lineup nun offiziell angepasst. Das führt zu einem deutlichen Anstieg des Einstiegspreises um 250 Euro. Durch die stillschweigende Entfernung der 256-GB-Speicheroption aus dem weltweiten Konfigurator hat Apple die Einstiegshürde für seinen kleinsten Desktop-Rechner effektiv angehoben. Der M4 Mac mini startet nun bei 949 Euro und bietet dafür den M4-Chip, 16 GB RAM und mindestens 512 GB Speicher.
Zuvor konnten Nutzer schon für 699 Euro in das Ökosystem einsteigen. Zwar wurde der Preis des 512-GB-Modells selbst nicht erhöht, doch der Wegfall des günstigeren Basismodells kommt faktisch einer „verdeckten“ Preiserhöhung gleich. Ähnlich ist Apple bereits beim Start der M5-Serie von MacBook Air und MacBook Pro vorgegangen. Große Überraschungen bleiben also aus.
In einer kürzlich abgehaltenen Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen führte CEO Tim Cook die Lieferengpässe auf eine „höher als erwartete Nachfrage“ zurück. Dabei merkt er an, dass sowohl der Mac mini als auch der Mac Studio zunehmend zu bevorzugten Plattformen für KI- und Agentic-Tools werden. Branchenanalysten sehen jedoch eher die weltweite Knappheit bei Speicherchips und steigende Komponentenkosten als wahrscheinlichere Auslöser für den Preissprung.
Mac-mini-Preise in den Europa, Großbritannien und den USA nach dem Aus des 256-GB-Modells: Der Einstieg ins Apple-Ökosystem kostet jetzt mindestens 250 Euro mehr
Nach der Entfernung der 256-GB-Speicheroption aus dem offiziellen Apple Store haben sich die Einstiegspreise für den Mac mini auf den globalen Märkten verschoben.
So ändern sich die Preise für das Basismodell mit M4-Chip und 16 GB RAM in den Deutschland, Großbritannien und den USA:
- Deutschland: von 699 auf 949 Euro
- Großbritannien: von 599 auf 799 Pfund
- USA: von 599 auf 799 US-Dollar
Der Preis der 512-GB-Konfiguration selbst bleibt zwar unverändert, durch die Einstellung der 256-GB-Variante steigt der faktische Einstiegspreis für Neukunden jedoch um 200 US-Dollar, 200 Pfund beziehungsweise 250 Euro.
Sollte man jetzt eher ein MacBook Neo oder ein MacBook Air statt eines Mac mini kaufen?
Angesichts der neuen Preisstruktur hat sich das Preis-Leistungs-Verhältnis des Mac mini spürbar verschoben. Interessant ist, dass das äußerst beliebte MacBook Neo aktuell der günstigste Einstieg ins Apple-Ökosystem ist. Derzeit startet das Neo weiterhin bei 699 Euro für die Konfiguration mit 256 GB Speicher und 8 GB RAM, während die Variante mit 512 GB und 8 GB RAM 799 Euro kostet – und damit immer noch 150 Euro weniger als der Mac mini.
Für manche Nutzer könnte es sogar die klügere Entscheidung sein, rund 1.200 Euro – also etwa 250 Euro mehr – für ein MacBook Air (512 GB / 16 GB) auszugeben. Das Air bietet nicht nur Mobilität und ein integriertes Display, sondern ist mit dem M5-Chip ausgestattet und hat damit einen Leistungsvorteil gegenüber dem M4 im Mac mini für 949 Euro.
Wie geht Apple mit künftigen Preiserhöhungen um – ist das MacBook Neo als Nächstes dran und was passiert mit dem kommenden M6 MacBook Pro und MacBook Ultra?
Nachdem der Einstiegspreis des Mac mini nun bei 949 Euro liegt, richtet sich der Blick auf das MacBook Neo – Apples Antwort auf günstige Windows-Laptops. Das im März 2026 veröffentlichte Modell entwickelt sich offenbar besser als erwartet. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Könnten die hohe Nachfrage und die anhaltende Speicherknappheit Apple dazu bewegen, auch hier die 256-GB-Variante zu streichen?
Mit Blick nach vorn verdichten sich bereits die Gerüchte zur M6-Generation, die Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet wird. Die nächste Apple-Silicon-Generation könnte ein umfassendes Redesign des MacBook Pro einläuten – mit OLED-Displays, deutlich schlankeren Gehäusen und möglicherweise sogar Touchscreen-Support.
Während das M5 MacBook Air aktuell ein überzeugendes Gesamtpaket bietet, soll der M6 als größter Leistungssprung bisher positioniert werden. Der Wechsel auf ein modernes 2-nm-Fertigungsverfahren könnte vor allem bei anspruchsvollen Workflows für spürbare Effizienzgewinne sorgen.
Klar ist: Genau wie bei Windows-Laptops, die ebenfalls teils deutlich teurer werden, ist auch bei Macs in Zukunft kaum mit sinkenden Preisen zu rechnen.










