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Es gibt den 43 Jahre alten Apple Lisa jetzt als FPGA-Neuauflage

LisaFPGA bringt den ersten Apple-Heimcomputer der Geschichte zurück.
ⓘ Alex Anderson-McLeod
LisaFPGA bringt den ersten Apple-Heimcomputer der Geschichte zurück.
Neues von der FPGA-Front: Ein Tüftler hat den allerersten Computer aus dem Hause Apple nachgebaut. Seine Version des Apple Lisa bringt den Heimcomputer von 1983 als FPGA-Variante mit neuen Features zurück.

Der Apple Lisa gilt aufgrund seiner bei Erscheinen 1983 revolutionären Maussteuerbarkeit und dem grafischen Fenster-Betriebssystem als Meilenstein der Computergeschichte, blieb jedoch aufgrund des damals hohen Einführungspreises von knapp 10.000 US-Dollar hinter den Verkaufszahlen des späteren Macintosh (MacBook Air 2025 gerade reduziert bei MediaMarkt erhältlich) zurück. Der Enthusiast Alex Anderson-McLeod hat es jetzt geschafft, die komplexe Architektur dieses historischen Systems mittels FPGA-Technologie (Field Programmable Gate Array) originalgetreu und funktionsfähig nachzubauen. 

Was zeichnet den LisaFPGA Heimcomputer-Klon aus?

 Das Herzstück des Projekts bildet die Emulation des Motorola 68000-Prozessors, der bereits im Original für die Rechenleistung zuständig war. Da die Beschaffung originaler Hardware-Komponenten der Lisa heute als schwierig und kostspielig gilt und die Preise unter Sammlern explodieren, setzt der Entwickler auf ein modernes FPGA-Board. Im Gegensatz zu einer reinen Software-Emulation wird hier die Hardware-Logik auf Chipebene nachgebildet, was eine präzisere Synchronisation der Systemkomponenten ermöglicht.

Das System bildet mit einem AMD Artix 7-100T FPGA wesentliche Merkmale der damaligen Lisa-Architektur nach, darunter die Unterstützung für den speziellen Video-Controller per HDMI und die Speicherverwaltung. Der Nachbau soll zudem in der Lage sein, das originale Betriebssystem Lisa OS zu laden und auszuführen. Besonderes Augenmerk wurde dabei von Anderson-McLeod auf die Rekonstruktion der Diskettenlaufwerk-Schnittstelle gelegt, um die Kompatibilität mit historischer Software zu gewährleisten.

Laut Entwickler hat er insgesamt acht Monate an dem Projekt gearbeitet. LisaFPGA steht mittlerweile in zweiter Revision zur Verfügung. Es handelt sich um einen voll funktionsfähigen Apple Lisa-Computer in einem FPGA, ausgestattet mit modernen Features wie USB-Anschlüssen, HDMI-Audio- und Videoausgang, Emulation einer Onboard-Festplatte (später eventuell ebenfalls ein Diskettenlaufwerk) sowie USB-zu-seriellen-Schnittstellen. Das LisaFPGA-Projekt ist Open Source und soll auf GitHub veröffentlicht werden, sobald Alex Anderson-McLeod die letzten Feinheiten erledigt hat. Ab dann kann sich jeder Interessierte seinen eigenen LisaFPGA zusammenbauen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-05 > Es gibt den 43 Jahre alten Apple Lisa jetzt als FPGA-Neuauflage
Autor: Marc Zander,  6.05.2026 (Update:  6.05.2026)