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Nokia McLaren: Gecanceltes 2014er Lumia Flaggschiff bekommt Nachruf-Review

Nokia McLaren: Gecanceltes 2014er Lumia Flaggschiff bekommt Nachruf-Review (Bildquelle: Windows Central)
Nokia McLaren: Gecanceltes 2014er Lumia Flaggschiff bekommt Nachruf-Review (Bildquelle: Windows Central)
Nokias McLaren Projekt, ein Flaggschiff Lumia, das 2014 auf den Markt kommen sollte aber gecancelt wurde, wurde durch die US Seite WindowsCentral ausführlich unter die Lupe genommen.

Die Geschichte von Nokia, Microsoft und Windows Phone gleicht in mancherlei Hinsicht einer griechischen Tragödie. War war, was hätte sein können, was ist – Windows Mobile, die Nachfolgeplattform von Windows Phone, hat den Privatkundenmarkt fast vollständig aufgegeben und richtet sich nun vor allem an große Firmen. Eine große Rolle in dieser Tragödie und der Änderung der Ausrichtung spielt sicherlich das Nokia Lumia McLaren.

Das McLaren ist ein High-End Lumia Smartphone, das eigentlich Mitte 2014 aus den Markt kommen sollte. Es sollte vermutlich der Nachfolger des fast schon legendären Lumia 1020 werden, allerdings wurde das Smartphone nur weniger Monate vor der offiziellen Ankündigung gecancelt. Das wiederrum bedeutete für Microsoft, die Firma, die Nokias Smartphone-Geschäft zu diesem Zeitpunkt schon übernommen hatte, dass man ohne Plan B für ein neues Flaggschiff Gerät dastand, und das Lumia 930, das auf 2013er Hardware basierte, bis September 2015 durchhalten musste, bis es durch das Lumia 950 abgelöst wurde. Vermutlich ein wichtiger Faktor im Scheitern von Windows Phone am Privatkundenmarkt, und ein Grund dafür dass man das, wenn auch nicht riesige aber doch vorhandene, Momentum von 2013 und 2014 nicht mehr aufrechterhalten konnte.

Dieser Meinung ist auch Daniel Rubino, Editor in Chief der Microsoft News Seite Windows Central. Der Seite ist es nun gelungen, einen der wenigen Prototypen des Lumia McLaren zu ergattern, und es zu testen. Das McLaren hatte ein besonderes Feature, 3D Touch, was wohl auch ultimativ zu der Einstellung des Smartphones führte, Microsoft fürchtete sich anscheinend, dass die Kunden das neue Feature nicht verstehen und nicht annehmen. Vom Design her war das McLaren ein sehr klassisches Lumia, mit der Formsprache des Lumia 920 oder 1020, allerdings mit einem fast vollständig aus Metall gefertigen Gehäuses statt Kunststoff. Das Lumia McLaren wäre auch das erste Lumia Smartphone mit einem 5,5-Zoll-Display gewesen, und es wäre mit einer 20 Megapixel Kamera ausgeliefert worden, sowie mit dem Snapdragon 800 Prozessor.

Leider werden wir nie erfahren, ob das McLaren die Entwicklung von Windows Phone wirklich positiv hätte beeinflussen können. Die 3D Touch Technik, die Microsoft für zu komplex befand, könnte aber eventuell in einem zukünftigen Smartphone zum Einsatz kommen.

McLaren (Tape über den Seriennummern) vs. Lumia 1020 (Bildquelle: Windows Central)
McLaren (Tape über den Seriennummern) vs. Lumia 1020 (Bildquelle: Windows Central)
Klinkenstecker (Bildquelle: Windows Central)
Klinkenstecker (Bildquelle: Windows Central)
3D Touch erkennt wie man das Smartphone hält (Bildquelle: Windows Central)
3D Touch erkennt wie man das Smartphone hält (Bildquelle: Windows Central)
Micro USB Port (Bildquelle: Windows Central)
Micro USB Port (Bildquelle: Windows Central)
Proto statt Nokia Logo (Bildquelle: Windows Central)
Proto statt Nokia Logo (Bildquelle: Windows Central)
Lautstärketasten (Bildquelle: Windows Central)
Lautstärketasten (Bildquelle: Windows Central)

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Autor: Benjamin Herzig, 21.07.2016 (Update: 21.07.2016)
Benjamin Herzig
Benjamin Herzig - Editor
Ab 2010 habe ich mich mehr und mehr mit Technologie beschäftigt, insbesondere Notebooks haben es mir seitdem angetan. Klar, dass ich sehr schnell auf die detaillierten Tests von Notebookcheck stieß. Mit der Zeit habe ich mehr und mehr über Notebooks gelernt und angefangen, in Foren und Blog-Seiten kleine Reviews zu Notebooks zu schreiben. Um während des Studiums Geld dazu zu verdienen habe ich mein Hobby dann zum Beruf gemacht und stieß 2016 zum Team von Notebookcheck hinzu, mein persönliches Interesse liegt insbesondere bei Business-Notebooks.