Nvidias RTX-50-Super-Grafikkarten verstauben offenbar wegen extrem hoher Speicherpreise

Nvidias GeForce-RTX-50-Super-Grafikkarten sollen Berichten zufolge fertig entwickelt sein und auf ihren Marktstart warten. Mindestens ein Boardpartner soll bereits über serienreife Hardware verfügen. Dennoch scheint die überarbeitete Produktreihe derzeit auf ein unerwartetes Hindernis gestoßen zu sein.
Wie VideoCardz berichtet, hat Nvidia seine Boardpartner angewiesen, die neuen Grafikkarten vorerst nicht auf den Markt zu bringen, da hochdichte GDDR7-Speichermodule mit 3 GB Kapazität pro Chip derzeit noch zu teuer seien.
Die Karten wären damit zwar versandbereit, die Partner müssen den Verkaufsstart aber verschieben, bis die Speicherpreise sinken. Obwohl Nvidia die GeForce-RTX-50-Super-Serie bislang nicht offiziell angekündigt hat, zeichnen zahlreiche Leaks seit Monaten ein recht klares Bild der Modellpalette.
Die GeForce RTX 5070 Super soll den GB205-Grafikprozessor mit 18 GB GDDR7-Speicher über ein 192-Bit-Interface kombinieren. Für die RTX 5070 Ti Super wird weiterhin der GB203-350-Grafikprozessor mit 8.960 CUDA-Kernen erwartet, der Videospeicher soll jedoch von 16 auf 24 GB wachsen.
Die RTX 5080 Super soll wiederum den vollständigen GB203-450-Grafikprozessor mit 10.752 CUDA-Kernen sowie 24 GB GDDR7-Speicher über ein 256-Bit-Interface bieten. Einer der größten Kritikpunkte an der bisherigen GeForce-RTX-50-Serie war die vergleichsweise geringe Speicherausstattung. Genau dieses Problem soll Nvidia durch den Einsatz von 3-GB-GDDR7-Speicherchips beheben.
Die Verzögerung könnte sich ausgerechnet jetzt als problematisch erweisen, da AMD seine nächste Grafikarchitektur RDNA 5 vorbereitet. Jüngsten Gerüchten zufolge könnte das Unternehmen klassischen GDDR7-Speicher mit integriertem LPDDR5X kombinieren. Damit wäre eine höhere effektive Speicherkapazität und Bandbreite möglich, ohne ausschließlich auf die immer teureren GDDR7-Speicherchips angewiesen zu sein.
Sollte sich dieser Ansatz bewähren, könnte Nvidia künftig nicht mehr den Spielraum haben, neue Grafikkarten auf sinkende Speicherpreise warten zu lassen. Das Unternehmen müsste dann möglicherweise seine bisherigen Speicherkonzepte für kommende GeForce-Generationen überdenken.





