Der Hersteller Pendix präsentiert auf der Eurobike einen neuen Motor für Elektrofahrräder. Dabei handelt es sich um einen Mittelmotor. Mittelmotoren sind bei hochwertigeren E-Bikes, die eher im Trekking-Bereich angesiedelt sind, mehr oder weniger der Standard. Ein Mittelmotor verschiebt den Schwerpunkt in die Mitte, was als förderlich zu werten ist. Gleichzeitig belastet ein Mittelmotor natürlich auch das Antriebssystem des E-Bikes, da mindestens die Kette zur Kraftübertragung genutzt werden muss.
Vorgestellt wird der gDrive. Dieses soll sich sozusagen in doppelter Weise durch seine Modularität auszeichnen: So passt der Motor Herstellerangaben zufolge in Rahmen, die für einige der meistverbreiteten Motorensysteme konzeptioniert wurden. Für Fahrradhersteller könnte dies einen erheblichen Anreiz darstellen, die Nutzung eines gDrive-Motors zumindest in Erwägung zu ziehen, da sich somit Anpassungen in Grenzen halten dürften. Inwieweit der gDrive dann auch günstiger oder schlicht besser ist, lässt sich freilich noch nicht absehen. Zudem soll sich der Motor selbst durch einen modularen Aufbau auch reparieren und bei einem Defekt nicht nur ersetzen lassen.
Angegeben wird wenig überraschend eine Nenndauerleistung von hierzulande legalen 250 Watt, das Drehmoment wird mit 85 Nm angegeben. Angegeben wird ein Gewicht von 2,45 Kilogramm, was für einen Mittelmotor ein geringes Gewicht darstellt. Der Pendix steht dabei nicht als einzelnes Produkt dar, sondern als Teil eines Ökosystems. Dieses umfasst drei verschiedene Akkus mit einer Leistung von zwischen 510 und 800 Wh, zur Auswahl stehen jeweils zwei verschiedene Displays und Fernbedienungen. Die Nutzung mit einer App soll erwartungsgemäß möglich sein.










