Trotz der hohen Spielerzahlen zum Release von Monster Hunter Wilds hat das Spiel seither mit Problemen zu kämpfen. Während Performance-Probleme vor allem PC-Nutzer frustrierten, konnte der Titel auch viele Konsolen-Fans nicht überzeugen. In Japan ist das Interesse so gering, dass ein Gebrauchtwarenhändler für das Spiel nur noch 18 JPY (etwa 10 Cent) im Ankauf bietet.
Automaton berichtete, dass Kaitori World die PS5-Version zu diesem überraschend niedrigen Ankaufspreis gelistet hat. Die Probleme des Action-RPGs in Japan sind gut dokumentiert und veranlassten sogar Capcom-Präsident Haruhiro Tsujimoto zu einer Stellungnahme. Er führte die schlechten Verkaufszahlen jedoch weniger auf niedrige Frameraten als vielmehr auf die hohen Kosten der Sony-Konsole zurück.
Ein gerüchteweise angekündigter Port für die Switch 2 könnte die japanische Spielerbasis vergrößern. Hierzu veröffentlichte Nintendo eine günstigere Version des Handhelds mit Region-Lock in einem mobil-orientierten Markt. Zum Vergleich: Monster Hunter Rise, das speziell für die Switch entwickelt wurde, brach in Capcoms Heimatmarkt Verkaufsrekorde.
Wie The Gamer berichtet, hat ein Reddit-Nutzer ein weiteres Inserat geteilt, in dem eine gebrauchte Version für nur 2,60 Euro in Japan angeboten wird. Doch auch in anderen Teilen der Welt stoßen Fans auf niedrige Preise. So entdeckte ein Australier ein originalverpacktes Exemplar des Spiels für 19 AUD, was umgerechnet etwa 11 Euro entspricht.
In den USA zeigt sich der Preis für Monster Hunter Wilds hingegen stabiler. Laut SteamDB liegt der historische Tiefstpreis dort bei 38 $, (etwa 32,70 Euro) wobei physische Konsolenversionen oft günstiger zu finden sind. So bot Amazon den Capcom-Titel in den vergangenen Monaten im Sale für 25 $ (etwa 21,50 Euro) an, inklusive der PS5- und der Xbox-Version.
Einige Neuerungen bei Monster Hunter Wilds erweisen sich als Fehlschlag
Das im Dezember veröffentlichte Title Update 4 verbesserte die PC-Performance, was zu einem erneuten Anstieg der Spielerzahlen auf Steam führte. Seitdem ist die Popularität jedoch wieder abgeflacht und die jüngsten Bewertungen bleiben „ausgeglichen“. Während Ruckler ein weit verbreiteter Kritikpunkt sind, stoßen bei erfahrenen Spielern der Reihe auch andere Änderungen auf Widerstand.
Insbesondere in Japan können sich die Spieler nicht mit den Vorzügen der neuen Open-World-Struktur anfreunden. Zudem kritisieren sie das vereinfachte Kampfsystem und den Mangel an Herausforderung, den die Jagden normalerweise bieten. Dies sind Probleme, die ein Switch-2-Port ohne tiefgreifende Anpassungen des Gameplays vermutlich nicht lösen wird.











