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RTX Spark vs M5 Pro: 2.600 Euro mehr für schlechtere Performance?

Nvidia RTX Spark vs Apple M5 Pro
ⓘ Microsoft and Apple (edited)
Nvidia RTX Spark vs Apple M5 Pro
In der höchsten Ausstattung mit RTX Spark Superchip ist der Microsoft Surface Laptop Ultra extrem teuer. Kann er sich in dieser Preisklasse gegen die Konkurrenz behaupten? Der Technik-YouTube-Kanal Hardware Canucks hat das anhand verschiedener Anwendungsszenarien getestet.

Nvidias "Superchip" namens RTX Spark hat bei seiner ersten Ankündigung im Juni viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Damals ist auch bekannt geworden, dass Asus, Dell, HP, Lenovo, MSI und Microsoft entsprechende Laptops anbieten werden. Anfang dieses Monats hat Microsoft den Surface Laptop Ultra mit einer Nvidia-Grace-CPU mit 20 Kernen und bis zu 128GB gemeinsam genutztem LPDDR5X-Speicher vorgestellt. Nun ist das Gerät gegen das deutlich günstigere MacBook Pro M5 Pro angetreten, mit interessanten Ergebnissen.

In den CPU-Benchmarks hat der Surface Laptop Ultra mit 20 Prozessorkernen und 128GB RAM durchweg schlechter abgeschnitten als das MacBook Pro mit M5 Pro und 64GB RAM. Getestet worden sind Cinebench 2026, Cinebench 2024 und Blender. Teilweise ist der Microsoft-Laptop sogar hinter dem Legion Pro 5i mit dem Intel Core Ultra 9 275HX bei 130 Watt und dem HP ZBook Ultra mit einem AMD Ryzen AI Max+ Pro 395 bei 70 Watt zurückgeblieben.

Kreative Workflows

Auch bei der Multimedia-Nutzung hat das MacBook Pro 14 mit dem M5 Pro den Surface Laptop Ultra mit seinem N1X 20-Core-Chipsatz durchweg geschlagen. Hardware Canucks hat Vergleichsergebnisse aus Adobe Photoshop, Lightroom und DaVinci Resolve Studio sowie aus einigen KI-Anwendungen veröffentlicht. Gerade die KI-Ergebnisse sind bemerkenswert, da Nvidia die RTX-Spark-Plattform speziell für anspruchsvolle KI-Aufgaben entwickelt hat und entsprechend bewirbt.

Der Surface Laptop Ultra ist in sämtlichen Tests hinter dem MacBook Pro zurückgeblieben. Sowohl in Photoshop als auch in Lightroom hat die mit 80 Watt betriebene Konfiguration einen deutlichen Rückstand aufgewiesen. In Photoshop hat sie sogar den letzten Platz belegt und damit schlechter abgeschnitten als der Intel Core Ultra 9 275HX bei 130 Watt und der Ryzen AI Max+ Pro 395 bei 70 Watt.

Bei den GPU-Tests in Premiere Pro und DaVinci Resolve ist die Grafikeinheit des Surface Laptop Ultra mit 6.144 CUDA-Kernen etwas langsamer gewesen als die mit 15 Watt betriebene 20-Kern-GPU des M5 Pro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Premiere Pro noch nicht für die RTX-Spark-Plattform optimiert ist, während DaVinci Resolve stark auf Apples M-Chips zugeschnitten ist.

KI-Anwendungen

Bei der Ausführung großer GGUF-Sprachmodelle, welche sowohl Mac als auch Windows unterstützen, hat der N1X mit 128GB Speicher den M5 Pro mit 64GB nur in einem Test geschlagen, nämlich mit Qwen 3.8 Q4. Beim anspruchsvolleren Q8-Modell liegt der M5 Pro wieder vorn. Dieser Vorsprung bleibt auch bei steigender Last bestehen.

Besonders interessant ist der Vergleich mit dem MacBook Pro mit M5 Pro angesichts des Preisunterschieds. In den getesteten Konfigurationen liegt der deutsche Listenpreis des Surface Laptop Ultra bei fast 6.900 Euro, der des MacBook Pro bei knapp 4.300 Euro. Das entspricht einem Aufpreis von 2.600 Euro bei geringerer Leistung. Mit zunehmender Optimierung der Anwendungen für RTX Spark dürfte der Leistungsabstand allerdings schrumpfen. Bei Spielen liegt RTX Spark weiterhin vorn, wobei unsere Tests eine Leistung auf dem Niveau der Laptop-GPUs RTX 5060 oder RTX 5070 zeigen.

Quelle(n)

Hardware Canucks auf YouTube

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Autor: Vineet Washington, 16.10.2026 (Update: 16.10.2026)