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Surface Laptop Ultra: Microsofts MacBook-Vergleich ohne Messmethode

Aufgeklappter Microsoft Surface Laptop Ultra
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Microsoft verspricht für den Surface Laptop Ultra doppelt so schnelle lokale KI wie bei einem MacBook Pro der M5-Generation, nennt aber keine Messmethode.
Microsoft verspricht für den Surface Laptop Ultra doppelt so schnelle KI-Antworten und sechsmal schnellere Videoerzeugung als bei einem MacBook Pro der M5-Generation. Wie die Werte zustande kommen, verrät der Hersteller nicht. Erste Vergleichswerte zeichneten bisher ein anderes Bild.

Microsoft hat den Surface Laptop Ultra am Mittwoch nicht nur mit Preis und Termin versehen, sondern gleich mit einem Gegner. Bei lokal ausgeführten KI-Modellen soll der 15-Zöller Antworten doppelt so schnell liefern wie ein vergleichbares MacBook Pro der M5-Generation, Videos soll er sogar sechsmal so schnell erzeugen. Das berichtet Bloomberg von der Bühne – und dort bleiben die Zahlen vorerst auch.

Doppelt so schnell – aber wobei genau? Auf der Produktseite findet sich zum Apple-Vergleich keine Fußnote. Microsoft erklärt dort sauber, wie Akkulaufzeit und die 2.000 Nits Spitzenhelligkeit gemessen wurden. Welches MacBook mit welcher Ausstattung, welches KI-Modell und welche Software hinter „doppelt so schnell“ stehen, steht dagegen nirgends. Darauf hat The Next Web hingewiesen.

Warum der Vorsprung plausibel ist – und trotzdem wenig sagt

Aus der Luft gegriffen dürfte der Vergleich nicht sein. Im Surface Laptop Ultra arbeitet Nvidias RTX Spark, also eine Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen und eine Blackwell-GPU, die sich bis zu 128 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher teilen. Dazu kommt CUDA: Microsoft bewirbt ausdrücklich lokale Agenten mit Modellen bis 120 Milliarden Parametern, und viele KI-Werkzeuge sind zuerst auf Nvidias Software zugeschnitten – ein Heimvorteil, den Apple mit eigenen Frameworks erst ausgleichen muss.

Abseits der KI sah das Bild bisher anders aus. Vergleichswerte des technisch nahezu identischen DGX Spark zeigten den Chip im Juni weit hinter Apples M5 Max, und in der Notebookcheck-GPU-Analyse liegt der M5 Max auf Augenhöhe mit einer GeForce RTX 5070. Ein Faktor zwei bei einer ausgewählten Aufgabe kann also stimmen, ohne dass das Surface insgesamt schneller ist als ein MacBook Pro 16 mit M5 Pro. Genau deshalb wäre die Methode spannender als die Zahl.

Preis und Wechselprämie zielen ebenfalls auf Apple

In den USA startet der Surface Laptop Ultra bei 2.600 US-Dollar und liegt damit laut Bloomberg rund 400 US-Dollar unter dem günstigsten 16-Zoll-MacBook-Pro. Auf der US-Seite wirbt Microsoft zudem mit „Break up with your MacBook“ und bis zu 1.000 US-Dollar für ein eingetauschtes Gerät, allerdings nur in den USA und Kanada. In Deutschland kostet das Basismodell mit 18 CPU-Kernen, 24 GB RAM und 512 GB SSD 2.900 Euro; in den USA wird ab dem 16. Oktober ausgeliefert.

Wer lokale Modelle mit CUDA betreiben will und Windows braucht, bekommt damit ein schlankes Notebook für genau diese Nische – das ist die eigentliche Nachricht. Ob es das MacBook Pro bei KI tatsächlich doppelt schlägt, zeigt aber erst ein unabhängiger Test, nicht eine Folie in San Francisco.

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Autor: Jan Gruber,  8.10.2026 (Update:  8.10.2026)