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Rockstar feuert Gewerkschaftsmitglieder nach Leaks – GTA 6 könnte sich verzögern

GTA 6-Banner mit Rockstar Games-Logo (Bildquelle: Rockstar Games mit Bearbeitungen)
GTA 6-Banner mit Rockstar Games-Logo (Bildquelle: Rockstar Games mit Bearbeitungen)
Das Drama um die Entlassung von 30 bis 40 Rockstar-Games-Mitarbeitern spitzt sich weiter zu. Das Studio behauptet inzwischen, die Angestellten hätten in einem Discord-Server geheime Informationen weitergegeben. Eine Gewerkschaft hält dagegen und wirft dem Unternehmen gezielte Maßnahmen gegen die Arbeitnehmervertretung vor. Rockstar ist in der Vergangenheit bereits mit drastischen Mitteln gegen Leaks zu GTA 6 vorgegangen.

Am Freitag, dem 31. Oktober, wurde bekannt, dass Rockstar Games bis zu 40 Mitarbeiter entlassen hat. Das GTA 6-Studio warf den Beschäftigten „grobes Fehlverhalten“ vor. Die Independent Workers’ Union of Great Britain (IWGB) hingegen behauptete, es habe sich um einen gezielten Angriff auf gewerkschaftliche Bestrebungen gehandelt. Nach wachsender Kritik stellte Rockstar nun klar, dass die betroffenen Angestellten vertrauliche Informationen weitergegeben hätten.

Jason Schreier, der den ursprünglichen Bericht verfasst hatte, veröffentlichte anschließend eine weitere Meldung bei Bloomberg. Ein Sprecher von Rockstar Games erklärte ihm: „In der vergangenen Woche haben wir Maßnahmen gegen eine kleine Zahl von Personen ergriffen, die vertrauliche Informationen in einem öffentlichen Forum verbreitet und diskutiert haben – ein klarer Verstoß gegen unsere Unternehmensrichtlinien.“ Das Studio bestreitet, mit den Entlassungen die Gründung einer Gewerkschaft verhindern zu wollen.

Es wird vermutet, dass sich die Mitarbeiter in einem Discord-Server zusammengeschlossen hatten, um über Arbeitsbedingungen zu diskutieren. Laut Rockstar wurden dort jedoch auch Unternehmensgeheimnisse geteilt. IWGB-Präsident Alex Marshall widerspricht dieser Darstellung. Er betont, dass keine Außenstehenden an dem Chat beteiligt gewesen seien – mit Ausnahme von Gewerkschaftsvertretern.

Marshall wirft dem Studio außerdem gezielte Maßnahmen gegen die Gewerkschaft vor und warnt, dass Rockstar damit seine eigenen Projekte gefährde. Er spricht sogar von einer möglichen Verzögerung des GTA 6-Release-Termins infolge der Massenentlassungen: „Das Management zeigt, dass ihm Verzögerungen bei GTA VI egal sind – es geht ihnen vor allem darum, die Gewerkschaft zu zerschlagen, indem sie genau die Menschen angreifen, die das Spiel überhaupt erst möglich machen.“

Wie Rockstar Games Leaks verhindert

Spieler kritisieren die Aussagen von Rockstar erneut und weisen darauf hin, dass die jüngsten GTA 6-Leaks von nur sehr geringem Umfang waren. Allerdings ist das Unternehmen bekannt für seine ausgeprägte Paranoia in solchen Fällen. Wie Game Rant berichtet, müssen Mitarbeiter ungewöhnlich strenge Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) unterzeichnen. Andere Quellen beschreiben eine starke Zugangskontrolle in den Büros sowie die Aufteilung in kleine Teams, um das Risiko von Leaks zu minimieren.

Auch vor harten Maßnahmen gegen mutmaßliche Leaker schreckt die Tochterfirma von Take-Two Interactive nicht zurück. Im Jahr 2022 veröffentlichte der Hacker Arion Kurtaj 90 Videoclips aus einer frühen Version von GTA 6. Rockstar unterstützte die Strafverfolgungsbehörden bei seiner Ergreifung – laut eigenen Angaben entstand dem Studio dadurch ein Schaden von fünf Millionen US-Dollar.

Da dem Unternehmen wiederholt vorgeworfen wurde, seine Mitarbeiter schlecht zu behandeln, dürften Rockstars aktuelle Stellungnahmen Skeptiker kaum überzeugen.

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Autor: Adam Corsetti,  6.11.2025 (Update:  6.11.2025)